Finanzen

Autokauf: Finanzieren oder Leasing – Was sind die Vor- und Nachteile

AutokaufAutokauf: Finanzieren oder Leasing – Was sind die Vor- und Nachteile

Muss ein neues Auto her, stehen mehrere Finanzierungsmöglichkeiten zur Auswahl. Dabei stehen vor allem Leasing und die Finanzierung im Fokus. Alle diese zwei Möglichkeiten bringen unterschiedliche Rechte und Pflichten mit, sodass genau überlegt werden sollte, wie das Auto bezahlt wird.

Autokauf: Eine Frage der Finanzierung

Finanzierung beim Autohaus

Möchten Sie Ihr Auto finanzieren, wird Ihnen das Autohaus ein Angebot machen. Dabei wird der Kaufpreis, eine mögliche Anzahlung und die Laufzeit der Finanzierung miteinbezogen. Dabei können Sie das Auto von an Anfang an nutzen, dabei bleibt das Auto allerdings Eigentum des Autohauses.

Mit Abzahlung der letzten Rate gehört das Auto offiziell Ihnen.

Auch beim Finanzieren gibt es verschiedene Modelle. Oft bleibt am Ende eine Restsumme, die ebenfalls wahlweise abgezahlt oder weiter finanziert werden kann. Zur Sicherheit behält das Autohaus beziehungsweise dessen Bank den Fahrzeugbrief, um bei ausbleibender Zahlung das Auto anderweitig verkaufen zu können, um die Kosten zu decken.

Finanzierung beim Autohaus
Finanzierung beim Autohaus

Faktoren der Rate

Bei der Berechnung der monatlichen Rate spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Kaufpreis: Die Grundlage für die Rate ist der Kaufpreis. Bei der Finanzierung werden noch Zinsen berechnet, die sich nach der Bank richten, über die das Auto finanziert wird.
  • Anzahlung: Die Anzahlung ist eine Summe, die Sie zu Beginn der Finanzierung im Voraus einzahlen. Diese Summe wird vom Kaufpreis des Autos abgezogen. Kostet Ihr Auto zum Beispiel 20.000 Euro und Sie zahlen 4000 Euro an, werden für die Rate 16.000 Euro berechnet.
  • Laufzeit: Je länger Sie das Auto finanzieren möchten, desto geringer wird die monatliche Rate. Die meisten Banken haben bestimmte Laufzeiten, zwischen denen Sie aussuchen können. Das können zum Beispiel 60 Monate, also 5 Jahre sein.
  • Schlussrate: Dabei wird eine bestimmte Schlussrate nach der Laufzeit bestimmt. Am Ende der Laufzeit bleibt unter Umständen eine Summe übrig, die wahlweise sofort bezahlt oder weiter finanziert wird. Haben Sie eine Schlussrate vereinbart, sinkt dadurch die monatliche Rate. Das kann sich zum Beispiele lohnen, wenn Sie absehen können, am Ende der Rate genug Geld angespart zu haben.

Leasing des Autos

Beim Leasing schließen Sie einen Vertrag mit einem Leasingpartner. Für die Leasingzeit erhalten Sie ein begrenztes Nutzungsrecht, dafür bezahlen Sie eine vertraglich festgelegte Rate. In dieser Zeit sind Sie zwar der Besitzer, aber nicht der Eigentümer des Autos.

Je nach Vertrag sind Sie auch dafür verantwortlich, das Auto zu warten und zu reparieren.

Nach Ablauf des Leasing-Zeitraumes können Sie das Auto zurückgeben oder weiter leasen.
Wie bei der Finanzierung gibt es mehrere Varianten, zwischen denen Sie wählen können.

Leasing des Autos
Beim Leasing schließen Sie einen Vertrag mit einem Leasingpartner

Restwertleasing

Hierbei bestimmt der Anbieter den Wertverlust während des Nutzungszeitraums. Daraus bestimmt er den Wert, den das Auto am Ende dieses Zeitraums noch hat. Der Anbieter berechnet die Differenz zwischen Kaufpreis und Restwert, auf den noch Zinsen berechnet werden.

Kostet das Fahrzeug also 20.000 Euro und schätzt der Anbieter einen Restwert von 13.000 Euro, entsteht eine Differenz von 7.000 Euro. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten und 3,45 % Zinsen muss der Kunde 337,94 Euro monatlich zahlen.
Am Ende prüft der Anbieter den tatsächlichen Wertverlust, der sich durch Unfälle, Verschleiß oder schlechte Pflege erhöhen kann. Ist der Restwert tatsächlich niedriger, muss der Kunde den Rest bezahlen.

Kilometerleasing

Das ist die häufigste Leasingvariante. Der Anbieter und der Kunde vereinbaren eine maximale Kilometerlänge, die gefahren werden kann.

Am Ende kontrolliert der Anbieter die gefahrenen Kilometer und berechnet, ob Geld erstattet oder nachgezahlt werden muss.

Wurden weniger Kilometer gefahren wird Geld erstattet, wurde die Kilometergrenze überschritten, muss der Kunde nachzahlen. Oft gibt es eine Kulanzgrenze von 1500 bis 2500 Kilometern. Liegt der Kunde drüber, muss er in der Regel pro Kilometer eine bestimmte Summe nachzahlen.