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Schienbeinschmerzen beim Joggen

Schienbeinschmerzen beim JoggenSchienbeinschmerzen beim Joggen - Foto: © Maridav #452799600 - stock.adobe.com

Joggen ist eine beliebte Ausdauersportart und kann unabhängig von Ort und Zeit sowie ganz ohne Geräte ausgeführt werden. Es kommt lediglich auf gute Joggingschuhe an. Wie bei jedem Sport bleibt das Training aber nur im richtigen Maß auf Dauer gesund. Allerdings kennen viele Jogger das Problem der Schmerzen im Schienbein. Die Ursache kann eine Knochenhautentzündung sein.

Knochenhautentzündung durch Überlastung

Eine Knochenhautentzündung kann sich mit Schmerzen im Schienbein zeigen und durch Überlastung verursacht werden. Die dünnen Bindegewebsschichten um die Knochen herum entzünden sich aufgrund der Überlastung. In der Knochenhaut befinden sich viele Nerven und Blutgefäße. Daher ist diese Entzündung so unangenehm und schmerzhaft.

Wie genau die Beschwerden entstehen, ist nicht vollständig geklärt. Vermutet wird, dass wiederholte Zugbelastung an den Muskel- und Sehnenansätzen die Knochenhaut reizt. Dadurch entsteht ein stechender Schmerz. Die Stellen, an denen die Knochenhaut weich ist, sind am empfindlichsten für solche Reize.

Besonders die Innenseite (mediale Kante) im unteren bis mittleren Bereich des Schienbeins gilt als anfällig für solche Schmerzen.

Diese Schmerzen werden von Orthopäden auch als Schienbeinkantensyndrom bezeichnet. Die Beschwerden können aber auch an anderen Körperstellen wie Knien, Fersen oder bei Arbeit am Computer mit der Maus an Unterarm, Ellenbogen und Handgelenken auftreten.

Knochenhautentzündung durch Überlastung
Eine Knochenhautentzündung kann sich mit Schmerzen im Schienbein zeigen und durch Überlastung verursacht werden – Foto: © st.kolesnikov #863253180
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Entzündung der Bindegewebshülle mit Schmerzen und Schwellungen

Überlastungen führen häufig zu Entzündungen der Bindegewebshülle. Dieses Risiko wird durch langes und intensives Training erhöht. Auch eine Änderung der Trainingsbedingungen mit anderem Untergrund sowie unpassende Einlagen oder falsche Schuhe können solche Beschwerden verursachen.

Fußfehlstellungen können eine Knochenhautentzündung begünstigen. Es kommt zu Druck- und Belastungsschmerzen, die häufig mit Schwellungen verbunden sind. Oft fühlt sich der betroffene Bereich warm an und ist gerötet.

Die Beschwerden sind ernst zu nehmen. Ruhigstellen und eine Trainingspause können Linderung verschaffen.

Überlastungen führen häufig zu Entzündungen der Bindegewebshülle
Überlastungen führen häufig zu Entzündungen der Bindegewebshülle – Foto: © BJ Day Stock #640205134
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Weitere Gefahren beim häufigen und intensiven Joggen

Sportmediziner empfehlen häufig, nicht täglich zu joggen, auch wenn es hierfür keine pauschale, für alle geltende Regel gibt. Der Körper benötigt zwischen den Trainingseinheiten genügend Zeit zur Erholung. Laufen ist anstrengend. Vor dem nächsten Training müssen sich die Muskeln regenerieren.

Regenerieren sich die Muskeln nicht ausreichend, drohen neben dem Schienbeinkantensyndrom auch anhaltender Muskelkater, allgemeine Schmerzen und Entzündungen, Gelenkschäden sowie Stressfrakturen.

Bleiben Erholungsphasen dauerhaft aus, kann zudem schnell die Motivation verlorengehen.

Bei Beschwerden zum Arzt

Wer unter den Symptomen einer Knochenhautentzündung leidet, sollte seinem Körper Ruhe gönnen, aber auch einen Arzt konsultieren. Er kann die Ursache ermitteln und die entsprechende Behandlung einleiten. Der Arzt stellt auch Fußfehlstellungen fest, die ein höheres Risiko für eine Knochenhautentzündung bedeuten.

Der Arztbesuch ist wichtig, damit aus der Knochenhautentzündung keine chronische Schmerzkrankheit wird. Bei einer chronischen Schmerzkrankheit verschwinden die Schmerzen nicht vollständig. Sie können immer wieder in Schüben auftreten.

Medikamente können die Schmerzen lindern und das Abklingen der Entzündung beschleunigen. Die Stelle sollte ruhiggestellt werden. Gut geeignet sind Tape-Verbände. Eine Operation, um den Entzündungsherd zu bekämpfen, ist nur in schwerwiegenden Fällen notwendig.

Bei Beschwerden zum Arzt
Wer unter den Symptomen einer Knochenhautentzündung leidet, sollte seinem Körper Ruhe gönnen, aber auch einen Arzt konsultieren – Foto: © JackF #640410266
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Erst nach der Heilung wieder trainieren

Eine Knochenhautentzündung kann sich über mehrere Monate erstrecken. Bei leichten, früh behandelten Fällen heilt sie oft schon innerhalb weniger Wochen ab, unbehandelt oder bei wiederholten Rückfällen kann sie sich jedoch über mehrere Monate hinziehen. Mitunter sind die Beschwerden bereits abgeklungen, bevor die Schmerzen nach einiger Zeit erneut auftreten. Zumeist wurde in diesen Fällen zu intensiv oder zu früh wieder trainiert.

Wichtig ist daher, zu warten, bis die Entzündung mit ihren Beschwerden vollständig abgeklungen ist, bevor wieder trainiert wird.

Der Wiedereinstieg sollte behutsam erfolgen. Das Pensum wird langsam wieder gesteigert.

Das richtige Pensum für das Training

Um körperliche Beschwerden wie eine Knochenhautentzündung zu vermeiden, kommt es beim Laufen auf das richtige Pensum an. Anfänger können sich ein Ziel setzen. Um die Motivation nicht zu verlieren, wird mit kurzen Strecken begonnen. Nach und nach können die Strecke verlängert und die Intensität gesteigert werden.

Die gesundheitlichen Risiken beim täglichen Laufen sind nicht zu unterschätzen. Anstatt täglich zu laufen, kann das Lauftraining mit anderen Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Krafttraining kombiniert werden.

Wer bereits Erfahrung beim Laufen hat, kann längere Strecken laufen und sich dafür ein längeres Ziel setzen. Auch beim Training für einen Marathon muss nicht jeden Tag gelaufen werden. Sinnvoll ist ein guter Trainingsplan.
Wer zudem typische Jogging-Fehler vermeidet, senkt das Risiko einer erneuten Knochenhautentzündung spürbar. Auch Slow Jogging eignet sich gut für den behutsamen Wiedereinstieg nach der Heilung.