Gemäß der Deutschen Alzheimer Gesellschaft waren Ende des Jahres 2023 in Deutschland ungefähr 1,84 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen. Allein im Jahr 2023 kamen zwischen 364.000 und 445.000 Neuerkrankungen hinzu. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO können Menschen mit einer gesunden Lebensweise ihr Demenzrisiko senken.
Inhaltsverzeichnis
Demenz-Richtlinien von der WHO geändert
Die WHO sah im Jahr 2019 noch keinen wissenschaftlichen Nachweis zur Senkung des Demenzrisikos. Daher hat sie ihre Demenz-Richtlinien von 2019 inzwischen geändert, da es einen erheblichen Zuwachs an wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt.
Die WHO nennt in ihren Richtlinien die kognitive Stimulation des Gehirns durch geistige Aktivitäten wie Lesen oder Brettspiele, um das Risiko zu senken. Sie weist auch darauf hin, dass Menschen mit Hörverlust ein Hörgerät nutzen können, um kognitiven Beeinträchtigungen entgegenzuwirken.
Grundsätzlich schützt das, was für die allgemeine Gesundheit gut ist, laut WHO auch vor Demenz und anderen kognitiven Beeinträchtigungen.
Laut Weltgesundheitsorganisation leben weltweit ungefähr 57 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Die Tendenz steigt. Es gibt bisher noch keine Medikamente zur Heilung einer Demenz.
Die WHO hat festgestellt, dass bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos auf Faktoren zurückzuführen sind, die vom Menschen beeinflusst werden können.

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Erkrankungen, die das Demenzrisiko erhöhen
Das Demenzrisiko wird durch verschiedene Erkrankungen erhöht. Laut WHO ist es daher wichtig, diese Erkrankungen zu behandeln. Das Demenzrisiko kann durch Übergewicht, Hörverlust, Diabetes, Bluthochdruck, Schlafstörungen, einen erhöhten Cholesterinspiegel und Depressionen steigen.
Um das Demenzrisiko zu senken, kommt es darauf an, diese Erkrankungen gezielt zu behandeln. Daher ist die regelmäßige Vorsorge wichtig.
Weitere Risikofaktoren für Demenz sind eingeschränkte Hör- und Sehfähigkeit, Bewegungsmangel, Rauchen, hohen Alkoholkonsum, geringe Bildung, Luftverschmutzung, Einsamkeit und soziale Isolation.

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Einfluss des Hörens auf das Demenzrisiko
Die Rolle des Gehörs wird bei der Vorbeugung von Demenz oft unterschätzt. Mit zunehmendem Alter verschlechtert sich bei vielen Menschen das Hörvermögen. Auch diejenigen, die zwar ein Hörgerät haben, es aber nur unregelmäßig tragen, haben ein höheres Demenzrisiko. Das Gehör muss sich an das Hörgerät gewöhnen.
Es ist noch nicht eindeutig geklärt, ob der Hörverlust selbst oder die damit verbundene Vereinsamung zu einem erhöhten Demenzrisiko führt.
Wird der Hörverlust nicht behandelt, steigt das Demenzrisiko. Das Gehör muss daher regelmäßig überprüft und gegebenenfalls behandelt werden.
Keine Empfehlung für Nahrungsergänzungsmittel
Die WHO stand bereits 2019 Nahrungsergänzungsmitteln skeptisch gegenüber. Omega-3-Kapseln, Multivitaminpräparate, Vitamin B oder Vitamin E als Nahrungsergänzungsmittel haben keine Wirkung, wenn kein Mangel nachgewiesen wurde. Beweise, dass Nahrungsergänzungsmittel das Demenzrisiko verringern können, liegen nicht vor.

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Demenzrisiko senken mit gesunder Ernährung
Die WHO hat zahlreiche Leitlinien über eine gesunde Ernährung ausgearbeitet. Wichtig sind unverarbeitete und nur minimal verarbeitete Lebensmittel. Freie Zucker, ungesunde Fette, aber auch zu viel Natrium sollten vermieden werden.
Ungesättigte Fette sind den Transfetten vorzuziehen, die vor allem in industriell gehärteten Fetten und Fertigprodukten sowie in geringerem Maß natürlich in einigen tierischen Lebensmitteln enthalten sind.
Die WHO empfiehlt eine abwechslungsreiche Ernährung mit nährstoffreichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen, Vollkornprodukten und mageren tierischen Erzeugnissen.
Die Nahrung sollte viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Auch eine gut geplante, gesunde pflanzliche Ernährung kann den Körper mit wichtigen Mikronährstoffen versorgen.
Bewegung und geistige Aktivitäten
Bewegung kann laut Empfehlung der WHO auch bei bereits beeinträchtigten Menschen das Demenzrisiko verringern. Pro Woche sollten sich Erwachsene pro Woche mindestens 150 bis 300 Minuten moderat bewegen. Gut geeignet sind Radfahren oder schnelleres Spazierengehen.
Wer intensive Bewegung bevorzugt, kann Basketball spielen, Joggen, Bahnen schwimmen oder Krafttraining absolvieren. Bei diesen Aktivitäten genügen wöchentlich 75 bis 150 Minuten. Ergänzend empfiehlt die WHO seit ihrer aktualisierten Leitlinie von Juli 2026 zusätzlich rund 40 bis 60 Minuten gezieltes Krafttraining pro Woche sowie mindestens 3.000, idealerweise 5.000 bis 7.500 Schritte täglich. Auch Koordinationstraining kann das Demenzrisiko verringern.
Lebenslanges Lernen, das bereits mit der Förderung in der Kindheit beginnt, kann das Demenzrisiko senken. Hochwertige Bildung, anregende Arbeit und Gehirntraining sind geeignet. Insgesamt zeigen die aktualisierten WHO-Empfehlungen: Bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos lassen sich durch einen gesunden, aktiven und sozial eingebundenen Lebensstil beeinflussen.








