Cyberkriminalität hat viele Gesichter und nutzt nicht nur PC oder Notebook, sondern auch Smartphones. Neben Cybermobbing oder Phishing kann auch Schadsoftware beträchtliche Schäden anrichten. Solche Spyware kann auch auf das Smartphone gelangen. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, dass das Smartphone von Spyware befallen ist.
Inhaltsverzeichnis
Befall mit Spyware nicht immer leicht erkennbar
Nicht immer ist leicht erkennbar, ob ein Smartphone mit Spyware infiziert ist. Solche Spyware kann Aktivitäten auf dem Smartphone überwachen und sensible Daten ausspähen. Identitätsdiebstahl und Finanzbetrug können die Folgen sein.
Die Signale für einen Befall mit Spyware können variieren.
Nutzer, die solche Anzeichen kennen, haben einen Anhaltspunkt dafür, dass ihr Handy gehackt wurde. Die Smartphone-Forensik kann aufdecken, ob tatsächlich ein Angriff stattgefunden hat, und auch die Beweise dafür sichern.
Ob Android-Smartphones oder iPhones – beide können Ziel von Spyware-Angriffen werden. Die Sicherheitsmechanismen und Angriffsmöglichkeiten variieren jedoch je nach Betriebssystem und Gerätemodell. Wichtige Daten können mit Cloud-Diensten wie iCloud gesichert werden. Bei Verdacht auf Spyware sollte jedoch kontrolliert werden, ob ein vorhandenes Backup möglicherweise bereits betroffene Daten oder Einstellungen umfasst.

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Die wichtigsten Anzeichen für eine mögliche Infektion mit Spyware
Warnzeichen dafür, dass sich Spyware auf dem Smartphone befinden könnte, sollten nicht ignoriert werden.
Um die Spyware zu identifizieren und Beweise zu sichern, kommt es auf schnelles Handeln an.
Die folgenden Warnzeichen können auf einen Spyware-Befall hindeuten.
Schnelle Entladung des Akkus
Entlädt sich der Akku ungewöhnlich schnell, kann das ein Hinweis auf einen Spyware-Befall sein. Durch das Hacking können unerwünschte Apps installiert worden sein, die durch einen hohen Ressourcenverbrauch gekennzeichnet sind.
Spyware kann beispielsweise die Kamera oder das Mikrofon unbemerkt nutzen und damit Aufzeichnungen vornehmen. Dadurch wird viel Akku-Kapazität verbraucht. Ein hoher Akkuverbrauch ist aber auch möglich, wenn der Akku bereits alt ist. In einem solchen Fall sollte der Akkuverbrauch und -zustand in den Einstellungen überprüft werden um hierdurch mögliche Indizien zu erkennen.

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Starke Überhitzung des Smartphones
Bei starker Nutzung kann das Smartphone warm werden. Auch verschiedene technische Probleme können die Ursachen für eine erhöhte Akkutemperatur sein. Ebenso kann das Handy bei längerer Nutzung wie beim Streaming heiß werden.
Ist das Smartphone jedoch auch im Ruhezustand heiß, kann das ein Hinweis auf einen Hackerangriff sein. Prozesse im Hintergrund können die Ressourcen des Geräts belasten. Die installierte Spyware kann Daten über das Internet auf ein anderes Gerät senden. Durch die eingeschleuste Spyware kann das Handy dazu gezwungen werden, zusätzliche Aufgaben zu erledigen, bei denen Wärme erzeugt wird.
Hoher Datenverbrauch
Wenn der Datenverbrauch trotz unveränderter persönlicher Aktivitäten ungewöhnlich hoch ist, deutet das auf Schadsoftware hin. Der hohe Datenverbrauch kann durch eine App im Hintergrund verursacht werden.
Die Datenübertragung kann auch dann im Hintergrund erfolgen, wenn das Handy nicht aktiv genutzt wird.
Es gibt jedoch auch moderne, leistungsstarke Spyware, die weniger Daten zur Übermittlung der gesammelten Informationen benötigt.
Knapp werdender Speicherplatz
Wird der Speicherplatz auf dem Handy knapp und erscheinen unerwartete Warnungen dazu, kann das darauf hindeuten, dass zusätzliche Dateien oder Spyware installiert wurden. Spyware kann viel Speicherplatz beanspruchen, denn sie kann bestehende Daten duplizieren und neue Daten installieren.
Um eine unerklärliche Verknappung des Speicherplatzes zu erkennen, sollte regelmäßig die Speichernutzung überprüft werden.

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Ungewöhnliche Benachrichtigungen und Anrufe
Ungewöhnliche Benachrichtigungen und Anrufe können Anzeichen für eine Spyware auf dem Smartphone sein. Sind im Anrufverlauf viele Anrufe verzeichnet, an die sich der Nutzer nicht erinnern kann, könnte eine Spyware die Ursache sein.
Wenn ungewöhnliche Nachrichten ohne das Wissen des Nutzers versendet werden, kann das auf einen möglichen Missbrauch des Smartphones hinweisen. Unbekannte Einträge im Anrufverlauf sollten ebenfalls kontrolliert werden.
Solche Nachrichten enthalten oft viele seltsame Symbole oder zufällige Zeichenfolgen. Qualitativ schlechte Spyware verwendet eine Art Codierungssprache. Um zu verhindern, dass sensible Daten in die falschen Hände gelangen, sollten Handynutzer keine Anrufe von unbekannten Kontakten entgegennehmen. Anruflisten sollten auf ungewöhnliche Aktivitäten geprüft werden. Verdächtige Kontakte sollten blockiert werden.
Aggressive Pop-ups
Erscheinen auf dem Smartphone aggressive und hartnäckige Pop-up-Anzeigen auch außerhalb des Webbrowsers, kann eine Schadsoftware dahinterstecken.
Solche Pop-ups können weitere schädliche Downloads zur Folge haben.
Dieses Problem kann auch bestehen bleiben, wenn der Werbeblocker aktiviert wurde. Auf keinen Fall sollte ein solches Pop-up angeklickt werden.
Unbekannte Apps
Neue unbekannte Apps werden auf dem Smartphone häufig übersehen, da viele unbekannte Apps bereits vorinstalliert sind und nicht genutzt werden. Spyware kann sich als legitime Software tarnen, denn sie soll nicht entdeckt werden.
Mitunter lassen sich solche unbekannten Apps, die verdächtig sind, nur schwer entfernen. Solche Apps können identifiziert werden, indem durch die vollständige Liste der installierten Apps gescrollt wird. Verdächtige Apps, an deren Download sich der Nutzer nicht erinnern kann, sind dort zu finden.

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Smartphone verlangsamt sich
Neue Smartphones sind leistungsstark, arbeiten schnell und können viele Apps gleichzeitig ausführen. Läuft das Handy langsamer als sonst, kann es gehackt worden sein. Die CPU-Auslastung von Android-Geräten kann zumeist in den Einstellungen überprüft werden. Bei iPhones ist sie nicht sichtbar, doch lässt sich die Akkunutzung prüfen, um festzustellen, ob Apps vorhanden sind, die viele Ressourcen verbrauchen.
Unerwarteter Neustart des Smartphones
Das Smartphone kann ohne ersichtlichen Grund neu starten. In diesem Fall kann es sich um einen unbefugten Fernzugriff handeln.
Die Spyware kann Veränderungen am Gerät vornehmen und zu einem Neustart führen.
Einschalten von Anzeigenleuchten
Seit iOS 14 und Android 12 zeigen Smartphones in der Statusleiste einen farbigen Punkt an, sobald eine App die Kamera oder das Mikrofon verwendet: Beim iPhone kennzeichnet ein grüner Punkt die Kamera und ein oranger das Mikrofon, während Android für beides einen grünen Punkt verwendet. Wenn diese Anzeige erscheint, ohne dass das Mikrofon oder die Kamera aktiv verwendet werden, ist der Verdacht auf Spyware naheliegend. Das Kontrollzentrum beim iPhone und ein Tap auf die Anzeige bei Android zeigen, welche App zuletzt aufgerufen wurde.
Allerdings wird Spyware immer fortschrittlicher, sodass sie Mikrofon und Kamera aktivieren kann, ohne dass sich die Anzeigenleuchten einschalten.

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Was tun beim Verdacht auf Spyware?
Um zu verhindern, dass die Spyware weiteren Schaden anrichten und sensible Daten ausgespäht werden können, kommt es auf das richtige Handeln an. Der Zugriff des Angreifers muss eingeschränkt werden.
Ganz wichtig ist, dass auf dem gehackten Handy keine persönlichen Daten wie Verifizierungscodes oder Banking-Passwörter eingegeben werden Bei Verdacht auf einen Hackerangriff und dem Bedarf an Beweisen ist es ratsam, einen IT-Forensiker zu konsultieren, bevor die Schadsoftware entfernt wird. Er kann das Gerät überprüfen und wichtige digitale Hinweise sichern.
Nutzer sollten die Kamera abdecken, damit sie nicht vom Hacker gesehen werden können.
Der Flugmodus kann die Mobilfunkverbindung unterbrechen und somit die Datenübertragung erschweren. Zur Vermeidung von Kommunikation mit externen Servern sollten zudem WLAN und Bluetooth (sofern vorhanden) ausgeschaltet werden.
Vor der Entfernung der Schadsoftware oder dem Zurücksetzen des Handys auf Werkseinstellungen ist es ratsam, wichtige persönliche Dateien wie Fotos, Dokumente und Kontakte zu sichern. Wenn alle Versuche, die Schadsoftware zu entfernen, erfolglos sind, wird das Handy auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt. Nach der Bereinigung sollten Apps neu aus dem Store installiert werden, anstatt ein vollständiges Geräte-Backup zurückzuspielen – andernfalls kann die Schadsoftware mit dem Backup zurückkehren.
Künftige Hackerangriffe vermeiden
Künftige Hackerangriffe können vermieden werden, indem das Betriebssystem regelmäßig durch Updates aktualisiert wird. Die Anwendungen sollten immer auf dem neuesten Stand sein. Apps sollten nur aus dem offiziellen App Store heruntergeladen werden, um nicht die Apps von Angreifern auf das Handy zu laden.
Vorsicht ist bei der Nutzung von öffentlichen WLAN-Hotspots geboten. Die Gefahr für Hackerangriffe ist bei solchen Hotspots nicht auszuschließen.








