Verschiedene Gewohnheiten im täglichen Leben oder beim Einkaufen können über das Jahr gerechnet viel Geld kosten. Wer sparen und Rücklagen für Notfälle bilden möchte, sollte diese Geldfresser aufdecken und sein Konsumverhalten überdenken.
Inhaltsverzeichnis
Warum Rücklagen für Notfälle wichtig sind
Wer die Geldfresser im Alltag kennt und vermeidet, kann größere Rücklagen für Notfälle bilden. Solche Notfälle können vielfältiger Natur sein und sind angesichts einer oft unsicheren Wirtschaft keine Seltenheit. Unvorhergesehene Ereignisse wie Jobverlust, Krankheit, eine unerwartete Autoreparatur oder eine defekte Waschmaschine können teuer werden. Nicht immer ist es leicht, einen Kredit zu bekommen.
Kredite, die mit hohen Zinsen verbunden sind, lassen sich vermeiden, wenn Rücklagen vorhanden sind.
Gibt es Rücklagen, muss kein teurer Dispokredit beansprucht werden. Bereits mit geringen monatlichen Beträgen kann auf Dauer Geld für Notfälle angespart werden. Es ist sinnvoll, sich einen Überblick über bereits angefallene Reparaturen zu verschaffen, um einzuschätzen, wie viel Geld in jedem Monat zurückgelegt werden sollte.

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Den Geldfressern auf der Spur
Alle monatlichen Ausgaben, zu denen Versicherungen, Kosten für Strom, Heizung, Telefon, aber auch Abos und Ausgaben für Lebensmittel und Kleidung gehören, können in einem Haushaltsbuch erfasst werden. Das kann eine Excel-Tabelle, aber auch eine spezielle Haushaltsbuch-App sein. Solche Apps stehen teilweise auch kostenlos zur Verfügung.
Im Haushaltsbuch werden Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt. Einen besseren Überblick schaffen Kategorien im Haushaltsbuch. Sie helfen, den Geldfressern schneller auf die Spur zu kommen.
Nicht nur Geldfresser können mit einem Haushaltsbuch aufgedeckt werden. Es ist auch hilfreich, den einzelnen Kategorien Budgets zuzuordnen, um zu sparen. Schnell kann festgestellt werden, ob noch Raum nach oben ist oder ob das Budget überschritten wurde.
Mindestens zwei Monate lang sollte geprüft werden, ob die festgelegten Budgets überschritten werden.
Bei einer Überschreitung ist zu überlegen, ob das Budget erhöht werden muss oder ob es Einsparmöglichkeiten gibt.

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Laufende Kosten ehrlich hinterfragen
Um Geldfresser künftig zu vermeiden, ist es nicht nur wichtig, sie aufzudecken, sondern auch, sie kritisch zu hinterfragen. Die laufenden Kosten, die im Haushaltsbuch erfasst werden oder auch den Kontoauszügen entnommen werden können, sollten kritisch geprüft werden.
Verbraucher sollten sich die folgenden Fragen stellen:
- Wird eine Leistung wirklich benötigt oder wird Geld dafür bezahlt, ohne sie zu nutzen?
- Wird das Angebot noch regelmäßig genutzt?
- Passt ein Abo oder eine Versicherung noch zu den persönlichen Bedürfnissen?
- Gibt es günstigere Angebote?
Wer die laufenden Kosten kennt und festgestellt hat, was tatsächlich benötigt wird, kann entsprechende Abos oder Versicherungen kündigen, aber auch mit einem Vergleich über ein Vergleichsportal oder eine Preissuchmaschine günstigere Angebote finden.
Abofallen mit Probeabos vermeiden
Für Zeitschriften, aber auch für andere Leistungen werden online häufig Probeabos kostenlos angeboten. Dabei besteht die Gefahr, in einer teuren Abofalle zu landen, wenn diese Probeabos nicht rechtzeitig gekündigt werden. Ist aus dem Probeabo erst ein kostenpflichtiges Abo geworden, gilt für ab März 2022 geschlossene Verträge dank des Gesetzes für faire Verbraucherverträge eine Kündigungsfrist von höchstens einem Monat, zudem müssen Anbieter seit Juli 2022 einen Online-Kündigungsbutton bereitstellen; bei älteren Verträgen kann die Kündigungsfrist allerdings noch bis zu drei Monate betragen.
Oft wird erst bemerkt, dass ein kostenpflichtiges Abo vorhanden ist, wenn das Geld vom Konto abgebucht wurde. Das lässt sich vermeiden, wenn rechtzeitig vor dem Ablauf der Testphase eine Erinnerung aktiviert wird. So kann das Probeabo fristgemäß gekündigt werden.

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Vorhandene Abos, Mitgliedschaften und Versicherungen regelmäßig prüfen
Streamingdienste wie Spotify oder Netflix, Zeitschriftenabos, aber auch verschiedene Versicherungen und Mitgliedschaften werden häufig abgeschlossen, aber nicht immer tatsächlich benötigt. Im Monat und über das Jahr kann das teuer werden.
Es ist daher wichtig, sich regelmäßig einen Überblick zu verschaffen und das, was nicht mehr benötigt wird, zu kündigen. Dabei kommt es auf die Einhaltung der Kündigungsfrist an.
In jedem Monat können sich Verbraucher anhand ihrer Kontoauszüge einen Überblick über solche Abos, Versicherungen und Mitgliedschaften sowie die monatlichen Beträge verschaffen.
Mitunter werden solche Verträge einfach vergessen. Es kann auch hilfreich sein, nach günstigeren Alternativen zu suchen.
Vergleiche nutzen und Tarife wechseln
Um zu sparen und Geldfresser zu vermeiden, kann ein Wechsel in einen anderen Tarif für Strom, Gas, Internet oder Mobilfunk oder zu einem günstigeren Anbieter hilfreich sein. Das gilt auch für Versicherungen und für das Girokonto.
Vergleichsportale verschaffen einen guten Überblick über günstige Anbieter. Es geht nicht darum, den billigsten Tarif zu nutzen, sondern es kommt auch darauf an, auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zu achten. Der Vergleich zeigt, was in einem Tarif enthalten ist.
Für Strom und Gas kann der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter direkt über das Vergleichsportal erfolgen. In der Regel kümmert sich der neue Anbieter um die fristgemäße Kündigung des alten Vertrags, bei einer Sonderkündigung, etwa wegen einer Preiserhöhung, muss meist der Kunde selbst kündigen.
Versicherungen müssen ankündigen, wenn sie ihre Prämien erhöhen. Die Versicherungsnehmer haben dann laut § 40 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) einen Monat Zeit, um den vorhandenen Vertrag zu kündigen.
Gebühren für das Girokonto müssen nicht sein. Ein Vergleich zeigt, bei welchen Banken ein Girokonto ohne monatliche Gebühren angeboten wird. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, unter welchen Bedingungen das Girokonto gebührenfrei ist.

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Unnötige Ausgaben künftig vermeiden
Zu den Geldfressern im Alltag gehört auch die Gewohnheit, regelmäßig unterwegs einen Kaffee oder ein belegtes Brötchen zu kaufen. Preiswerter und nachhaltiger wird der selbst zubereitete Kaffee in der Thermoskanne oder der selbst zubereitete Snack.
Um unnötige Ausgaben beim Einkaufen zu vermeiden, hilft ein Einkaufszettel.
Dabei ist es wichtig, sich nicht von aktuellen Angeboten verleiten zu lassen, auch wenn diese Dinge gar nicht unbedingt gebraucht werden. Allerdings sollten bei den Artikeln, die auf der Liste stehen, Angebote genutzt werden.
Nicht nur sparen, sondern auch vorsorgen
Mit dem gesparten Geld können Rücklagen gebildet werden. Das gelingt mit einem Tagesgeldkonto, auf dem das Geld täglich verfügbar ist. Ein solches Tagesgeldkonto hilft, Kredite und die Inanspruchnahme des teuren Dispokredits zu vermeiden.
Wurde durch das Aufdecken von Geldfressern und das Kündigen von Abos Geld eingespart, kann dieses auch in einen Sparplan eingezahlt werden. In jedem Monat können kleine Beträge eingezahlt werden, um langfristig Vermögen aufzubauen und die eigenen Finanzen auf ein solides Fundament zu stellen.








