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Pflanzen mit Regenwasser gießen

Pflanzen mit Regenwasser gießenPflanzen mit Regenwasser gießen - Foto: © Hans-Uwe Richter #439538982 - stock.adobe.com

Regenwasser hilft nicht nur, Wasserkosten zu sparen, wenn es zum Gießen der Pflanzen gesammelt wird. In einigen Regionen in Deutschland gilt bei langen Trockenperioden Bewässerungsverbot.
Damit die Pflanzen nicht vertrocknen, ist Regenwasser eine gute Wahl. Es eignet sich für einige Pflanzen besser als Leitungswasser, da es weniger kalkhaltig ist.

Vorteile von Regenwasser für den Garten

Die Nutzung von Regenwasser zur Bewässerung der Garten- und Zimmerpflanzen spart Wasserkosten und schont Geldbeutel und Umwelt. Es hat jedoch auch für die Pflanzen einige Vorteile und wird zumeist besser vertragen als Leitungswasser.

Regenwasser hat eine geringere Mineralstoffkonzentration als Leitungswasser.

Es enthält zumeist weniger gelöste Calcium- und Magnesiumverbindungen und ist weniger kalkhaltig. Auf den Blättern und Stängeln erscheinen keine Kalkflecken als Rückstände. Da weniger Mineralstoffe enthalten sind, ist Regenwasser im Vergleich mit Leitungswasser weniger hart.

Bei Topf- und Kübelpflanzen hat Regenwasser den Vorteil, dass sich im begrenzten Wurzelraum keine Ablagerungen bilden, die am Topfrand und auf der Erde als weiße, krümelige Schicht erscheinen. Häufig werden solche Ablagerungen mit Schimmel verwechselt.

Vorteile von Regenwasser für den Garten
Die Nutzung von Regenwasser zur Bewässerung der Garten- und Zimmerpflanzen spart Wasserkosten und schont Geldbeutel und Umwelt – Foto: © Mario Hösel #204562103
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Regenwasser für die Bewässerung sammeln

Das Umweltbundesamt betont, dass Regenwasser für die Bewässerung des Gartens einfach und sinnvoll genutzt werden kann. Es ist kein Trinkwasser und sollte zum Trinken und Kochen nicht verwendet werden.

In der Regentonne, aber auch in einer Zisterne kann das Regenwasser gesammelt werden. Über einen Regensammler oder ein Fallrohr kann die Regentonne mit der Dachentwässerung verbunden werden. Eine unterirdische Zisterne ist für größere Gärten geeignet.

Um Regenwasser zu sammeln, ist nicht jedes Dach geeignet. Bei Dächern aus unbeschichtetem Zink oder Kupfer können sich durch den Regen Metallverbindungen lösen.

Auch Dächer aus Bitumenbahnen oder Bitumenschindeln sind nur eingeschränkt geeignet, da das Bitumen aus Erdölbestandteilen besteht. Der Abrieb landet insbesondere bei altem und sprödem Bitumen mit dem Regen im Gießwasser. Für Rasen und Zierpflanzen kann dieses Regenwasser zur Bewässerung genutzt werden. Für empfindliches Gemüse eignet es sich nicht.

Regenwasser, das über unbehandelte Ziegel- oder Betondächer fließt, ist für die Bewässerung weitgehend unbedenklich – mit Bioziden behandelte Betondachpfannen können jedoch Stoffe abgeben, die Pflanzen schädigen.

Die Regentonne sollte sicher sein, damit möglichst wenig Mücken und Schmutz darin landen. Sie sollte mit einem stabilen Deckel abgedeckt werden. Ein solcher Deckel verhindert auch, dass Kinder oder Tiere in die Tonne fallen und ertrinken. Die Abdeckung sollte fest sitzen und nicht leicht zu öffnen sein. In das Fallrohr kann ein Filter eingesetzt werden, der regelmäßig gereinigt wird.

Regelmäßig sollte die Regentonne geleert und Ablagerungen entfernt werden. Im Winter wird die Tonne vor Frost geschützt. Sie muss sicher und standsicher stehen.

Beim Bewässern kommt es darauf an, möglichst bodennah zu gießen. Die essbaren Pflanzenteile sollten nicht direkt mit dem Regenwasser in Berührung kommen.

Regenwasser für die Bewässerung sammeln
In der Regentonne, aber auch in einer Zisterne kann das Regenwasser gesammelt werden – Foto: © Gundolf Renze #509734091
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Pflanzen, die Regenwasser bevorzugen

Für verschiedene empfindliche Pflanzen ist Regenwasser besser als Leitungswasser geeignet. Gemüsepflanzen wie Gurken, Tomaten, Auberginen und Paprika sollten mit Regenwasser gegossen werden. Bei Tomaten ist es wichtig, dass nur die Erde und nicht die Pflanzenteile benetzt werden, um das Risiko der Braunfäule zu verringern, bei der die Früchte unbrauchbar werden.

Pflanzen, die saures Substrat bevorzugen, reagieren auf kalkhaltiges Wasser empfindlich. Kalkhaltiges Wasser erhöht den pH-Wert des Bodens.

Viele Orchideen, aber auch fleischfressende Pflanzen sollten mit Regenwasser gegossen werden. Zu den Regenwasserliebhabern gehören auch einige Farne und Calatheas. Die Ansprüche unterscheiden sich jedoch nach Art.

Blaue Hortensien können nur dann ihre blaue Blütenfarbe entwickeln, wenn sie ausreichend lösliches Aluminium aufnehmen und in saurer Erde wachsen.

Regenwasser verändert den Boden weniger stark alkalisch und ist daher besser als Leitungswasser geeignet. Zusätzliches Aluminium können die Hortensien durch ein Alaun- oder Hortensienblau-Präparat aufnehmen.

Auch Moorbeetpflanzen wie Azaleen, Rhododendron, Erika, Heidekraut und Kulturheidelbeeren bevorzugen Regenwasser.

Pflanzen, die kalkhaltiges Wasser zumeist gut vertragen

Einige Pflanzen müssen nicht mit Regenwasser bewässert werden, da sie leicht kalkhaltige Erde und kalkhaltiges Wasser gut vertragen. Dazu gehören einige Zierpflanzen wie Flieder, Christrosen, Clematis und Buchsbaum. Auch Gemüsearten wie Bohnen, Erbsen und Kohl vertragen kalkhaltiges Wasser gut, genauso wie mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei und Lavendel.

Diese Pflanzen benötigen jedoch nicht unbedingt Leitungswasser. Sie vertragen es nur besser als kalkempfindliche Pflanzen. Wichtiger als die Wasserart sind bei diesen Pflanzen durchlässige Erde, die Vermeidung von Staunässe und der richtige Standort.

Fazit

Zusammengefasst gilt: Kalkempfindliche Pflanzen wie Moorbeetgewächse, Orchideen und viele Gemüsearten profitieren von Regenwasser, während kalkverträgliche Arten wie mediterrane Kräuter auch mit Leitungswasser gut zurechtkommen – entscheidend bleiben dabei durchlässige Erde und der passende Standort.