Gewitter können für empfindliche Technik wie PC, Tablet oder Smartphone gefährlich werden. Überspannungsschäden bei Blitzschlag können die Geräte zerstören, darunter auch Router und Telefonanlagen. Nicht immer reicht es aus, nur den Stecker zu ziehen.
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Überspannungsschäden durch Blitze
Wenn ein Blitz in ein Stromnetz einschlägt, kann es an Elektrogeräten zu Überspannungsschäden kommen. Der Strom fließt aufgrund des Blitzschlags für kurze Zeit mit zu hoher Spannung aus der Steckdose. Die elektrischen Geräte können beschädigt werden, wenn sie an das Stromnetz angeschlossen sind. Solche Schäden können auch an ausgeschalteten Geräten auftreten.
Der Schaden kann unterschiedlich stark ausfallen, abhängig davon, wie weit entfernt und wie intensiv der Blitz eingeschlagen hat. Auf dem Land treten Überspannungsschäden häufiger als in der Stadt auf, denn die Stromnetze in ländlichen Gebieten sind weniger verzweigt. Die Energie des Blitzes kann sich schlechter verteilen.
Bei Blitzschlag direkt in ein Gebäude oder eine elektrische Versorgungsleitung können Kabel, Generatoren oder Endgeräte geschädigt oder zerstört werden.
Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berichtet, beliefen sich die Zahlungen von Hausrat- und Wohngebäudeversicherern für Blitz- und Überspannungsschäden im Jahr 2025 auf etwa 310 Millionen Euro für rund 180.000 Fälle; im Jahr 2024 waren es etwa 340 Millionen Euro.

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Schäden an miteinander vernetzten Geräten
Haushaltsstromkreise sind normalerweise mit 16 Ampere abgesichert, während Blitze Stromstärken von einigen 10.000 Ampere erreichen können, und in seltenen Fällen sogar über 200.000 Ampere liegen.. Bei Überspannungsschäden können Elektrogeräte insbesondere dann zerstört werden, wenn sie miteinander vernetzt sind, beispielsweise bei Smart-Home-Systemen.
Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz sowie Überspannungsschutzgeräte sind sinnvoll und können die Geräte vor empfindlichen Schäden schützen. Bei Steckdosen mit Überspannungsschutz wird bei einem Blitzschlag nur die Sicherung in der Steckdose oder die Steckdosenleiste zerstört.
Die Geräte sollten über ein Prüfzeichen vom Verband der Elektronik (VDE) verfügen. So ist geprüfte Qualität gewährleistet. Auch ein Zeichen von Vertrauen durch Sicherheit (VdS) ist ein Indiz für Qualität.
Tests ergaben jedoch, dass Schäden an komplexeren IT-Geräten auch bei Überspannungsschutzgeräten nicht völlig ausgeschlossen werden können. Die elektrischen Geräte sollten daher vom Stromnetz getrennt werden.
An Häusern sollten Blitzableiter angebracht werden. Sie schützen das äußere Gebäude vor Blitzschlag. Sie verhindern vorrangig Brände, doch kann sich die Energie des Blitzes trotzdem über die Kabel verteilen. In Etagenverteilern von mehrstöckigen Häusern kann ein Überspannungs-Ableiter integriert werden. Mit ihm wird die Überspannung gesenkt.

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Günstigere Prämien bei der Versicherung mit Überspannungsschutz
Blitzschläge verursachen aufgrund von schwer brennenden verbauten Materialien heute seltener Brände. Die Elektroinstallation und die angeschlossenen Geräte können dennoch beschädigt werden. Überspannungsschutz in der Elektroinstallation sowie Dachblitzableiter haben zwar ihren Preis, doch führen sie zu niedrigeren Prämien in der Brandschutz- oder Hausratversicherung.
Beschädigte oder zerstörte Elektrogeräte sind bei Blitzschlag nur ein Teil des Schadens. Die Versicherung leistet in der Regel zum Wiederbeschaffungswert, doch sie kommt nicht für Datenrettungsmaßnahmen auf, wenn die Speichermedien von NAS oder Server unbrauchbar sind.
Daten- und Telefonnetze sollten ebenso wie das Stromnetz geschützt werden.
Überspannung kann durch Daten- und Telefonnetze noch weiter als durch Stromnetze übertragen werden.
Schutz für Smart-Home-Installationen
Geräte von Smart-Home-Installationen sind häufig fest verbaut. Ein Überspannungsschutz kann nachgerüstet werden. So sind auch fest verbaute digitale Außenkameras, Schalteinheiten, Rollladensteuerung, Sensoren zur Temperaturmessung und Heizungssteuerung geschützt. Die Installation eines Überspannungsschutzes sollte nur von einem zertifizierten Fachmann erfolgen.

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Nur unbedingt notwendige Geräte benutzen
Auch wenn ein Überspannungsschutz vorhanden ist, sollten nur die elektrischen Geräte benutzt werden, die unbedingt notwendig sind. Zur Sicherheit sollten Router, mit dem Netzwerk verbundene Speichergeräte (NAS) sowie Computer vom Netz getrennt werden, da sie sensibel auf Spannungsveränderungen reagieren.
Wer am Desktop-PC arbeitet, sollte bei Gewitter zum Laptop mit Akkubetrieb wechseln. Zum Surfen im Internet kann der mobile Hotspot des Smartphones genutzt werden.
Bei einer Mehrfachsteckdose genügt es nicht, sie nur auszuschalten. Es ist wichtig, dass das Kabel keine physische Verbindung zum Stromnetz hat. Der Netzstecker muss daher bei Gewitter aus der Steckdose gezogen werden.
Erreichbar bleiben bei Gewitter
Der Festnetzanschluss ist ohne Strom vorübergehend nicht benutzbar. Anrufe auf die Festnetz-Rufnummer können auf das Smartphone umgeleitet werden. Die Rufumleitung kann am Festnetz-Telefon eingestellt werden.
Ein Smartphone zieht Blitze nicht an; das Verweilen im Freien ist bei Gewitter vor allem riskant. Daher sollten alle, die sich im Freien befinden, schnellstmöglich einen Schutzplatz aufsuchen. Bei Gewitter ist man in einem Gebäude oder in einem Auto mit geschlossener Metallkarosserie am sichersten.
Das Smartphone sollte bei Gewitter nicht am Stromnetz aufgeladen werden. Eine gute Alternative ist eine aufgeladene Powerbank, an die das Handy angeschlossen wird.








