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Die häufigsten Sicherheitsrisiken im privaten Umfeld

Die häufigsten Sicherheitsrisiken im privaten UmfeldDie häufigsten Sicherheitsrisiken im privaten Umfeld - Foto: © PoppyPix #486446128 - stock.adobe.com

Im Alltag bestehen zahlreiche Sicherheitsrisiken, die zu Betrug oder Identitätsdiebstahl führen können. Vertrauliche Informationen können schnell in die falschen Hände gelangen, sodass Missbrauch damit betrieben wird. Für Privatpersonen ist es daher wichtig, die häufigsten Sicherheitsrisiken in ihrem Umfeld zu kennen und entsprechend vorzusorgen.

Identitätsdiebstahl und die Folgen

Identitätsdiebstahl und die Folgen

Zu den häufigsten Sicherheitsrisiken im privaten Umfeld gehört Identitätsdiebstahl. Er kann bereits erfolgen, wenn der Personalausweis verlorengeht und in die falschen Hände gelangt. Kriminelle können ihn fälschen und Missbrauch betreiben. Daher ist es wichtig, ihn immer sicher aufzubewahren.
Geht der Ausweis dennoch verloren oder wird er gestohlen, muss der Verlust unverzüglich der Personalausweisbehörde oder der Polizei gemeldet werden. Die Online-Ausweisfunktion lässt sich zudem rund um die Uhr über den Sperr-Notruf 116 116 sperren.

Identitätsdiebstahl kann aber auch über das Internet erfolgen.

Cyberkriminelle können Daten aus Social Media abschöpfen, eine Schadsoftware auf den Rechner einschleusen und sensible Daten ausspähen, aber auch mit Phishing an die Daten ihrer Opfer gelangen.

Um das zu vermeiden, kommt es auf die folgenden Maßnahmen an:

  • sicheres Passwort verwenden
  • Wenn möglich, Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen
  • auf Phishing-Mails nicht reagieren und die Bank über solche Mails informieren
  • regelmäßig Updates auf PC und Handy vornehmen
  • für das Handy möglichst Gesichtserkennung oder Fingerabdrucksensor nutzen

Wer Opfer von Identitätsdiebstahl geworden ist, merkt das oft erst, wenn bereits ein größerer Schaden eingetreten ist. Dabei können Betroffene Rechnungen oder Mahnungen erhalten, unberechtigte Abbuchungen auf ihrem Bankkonto feststellen oder aufgrund eines negativen Schufa-Eintrags Schwierigkeiten haben, Verträge abzuschließen.

Identitätsdiebstahl und die Folgen
Zu den häufigsten Sicherheitsrisiken im privaten Umfeld gehört Identitätsdiebstahl – Foto: © tete_escape #2183073197
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Abhörtechnik in Wohnung oder Haus

Unbemerkt vom Betroffenen können sich Kriminelle Zugang zu dessen Wohnung oder Haus verschaffen und dort Abhörtechnik installieren. Diese technischen Geräte sind so klein und unauffällig, dass sie vom Betroffenen oft gar nicht bemerkt werden. Versteckte Aufnahme- oder Überwachungsgeräte können grundsätzlich ein Risiko für die Privatsphäre darstellen, so dass man sich Gedanken über den Schutz vor unerwünschter Überwachung machen sollte.

Abhörtechnik in Wohnung oder Haus
Unbemerkt vom Betroffenen können sich Kriminelle Zugang zu dessen Wohnung oder Haus verschaffen und dort Abhörtechnik installieren – Foto: © Aliaksandr #2031156882
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Bedrohungen über Smartphone und Computer

Sicherheitsrisiken sind häufig auf dem Smartphone oder Computer vorhanden. Schadsoftware kann eingeschleust werden und Daten vernichten oder sensible Daten auslesen und an die Kriminellen weiterleiten.

Daher ist es wichtig, Apps und Links genau zu prüfen. Schnell können über verdächtige Links Viren oder Malware eingeschleust werden.

Auch Apps sollten nicht wahllos installiert werden, da sich hinter ihnen Schadsoftware verbergen kann. Die Apps sollten genau geprüft werden. Nutzer von Smartphones sollten gründlich überlegen, ob sie bestimmte Apps tatsächlich benötigen.

Beim Öffnen von E-Mail-Anhängen ist ebenfalls Vorsicht geboten. Empfänger von E-Mails sollten nichts öffnen, was sie nicht kennen.

Gefahr von Phishing-Angriffen

Mit Phishing-Angriffen wollen sich Cyberkriminelle Zugang zu hochsensiblen Daten wie Zugangsdaten, Bankdaten oder PINs verschaffen. Phishing erfolgt häufig per E-Mail. Die E-Mails wirken täuschend echt, als würden sie von Banken oder Behörden stammen. Banken fordern ihre Kunden niemals per E-Mail, SMS oder Telefon auf, vertrauliche Zugangsdaten wie PINs oder Passwörter preiszugeben.

Phishing-Angriffe können jedoch auch per SMS oder Sprachnachricht erfolgen. Hier können beispielsweise Zugangsdaten für Social-Media-Kanäle wie Passwörter abgefragt werden.

Bei Phishing-Angriffen kommt es darauf an, nicht auf solche Nachrichten zu reagieren. Die Bank sollte über einen erfolgten Angriff informiert werden. Auch gefälschte QR-Codes werden eingesetzt.

Phishing-Angriffe sind häufig daran zu erkennen, dass die Absender Zeitdruck aufbauen. Die Nachrichten können auch viele Rechtschreib- und Grammatikfehler enthalten. Es kursieren jedoch immer wieder auch Phishing-Mails in fehlerfreiem Deutsch, eine sprachlich saubere Nachricht ist also kein Beleg für ihre Echtheit. Oft ähnelt die tatsächliche Absenderadresse der echten nur oberflächlich. Aber auch eine echt wirkende Absenderadresse bietet keine Sicherheit, denn Absenderangaben lassen sich fälschen.

Gefahr von Phishing Angriffen
Mit Phishing-Angriffen wollen sich Cyberkriminelle Zugang zu hochsensiblen Daten wie Zugangsdaten, Bankdaten oder PINs verschaffen – Foto: © weerapat1003 #92627697
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Veraltete Software und fehlende Updates

Veraltete Software und fehlende Updates können dazu führen, dass der PC, aber auch das Smartphone leichter mit Schadsoftware infiziert werden kann. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, regelmäßig Updates vorzunehmen. Updates machen die Geräte nicht nur leistungsfähiger, sondern sie können auch helfen, Schadsoftware abzuwehren.

Zusätzlich kann eine Antivirensoftware installiert werden, die das System regelmäßig auf Bedrohungen prüft und Bedrohungen abwehrt. Auch sie sollte immer auf dem neuesten Stand sein.

Gefahr durch schwache Passwörter

Zu den häufigsten Sicherheitsrisiken gehören schwache Passwörter, die leicht geknackt werden können, da sie aus dem persönlichen Umfeld stammen. Beispiele dafür sind Namen und Geburtsdaten von Familienmitgliedern.

Werden für Onlineshops, Social Media, Online-Banking und andere Dienste immer dieselben Passwörter verwendet, können sie von Kriminellen leicht geknackt werden.

Kriminelle können sich damit Zugang zu sensiblen Daten verschaffen.

Das ist vermeidbar, indem für die verschiedenen Dienste starke Passwörter verwendet werden. Die Passwörter sollten sich unterscheiden. In einem Passwort-Manager können sie sicher hinterlegt werden. Ein regelmäßiger Passwortwechsel ohne Anlass ist dagegen nicht mehr empfohlen, da er erfahrungsgemäß zu schwächeren Passwörtern führt. Geändert werden sollte ein Passwort, wenn der Verdacht besteht, dass es in fremde Hände gelangt ist. Zusätzlichen Schutz bieten die Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Passkeys.

Freundschafts- und Kontaktanfragen über Social Media

Wer auf Social Media wie Facebook oder Instagram unterwegs ist, sollte vorsichtig bei Freundschafts- und Kontaktanfragen sein. Sie können dazu dienen, Schadsoftware einzuschleusen oder über das sogenannte Social Engineering an sensible persönliche Daten zu gelangen.

Nur bekannte Personen sollten in die Freundschafts- oder Kontaktliste aufgenommen werden. Recherche über die Anfragenden und ein genauer Blick auf das Profil dieser Personen können vor bösen Überraschungen schützen.