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Welche Informationsquellen stehen im Internet zur Verfügung?

Informationsquellen im InternetWelche Informationsquellen stehen im Internet zur Verfügung?

Die sozialen Netzwerke gewinnen immer mehr an Bedeutung in unserem alltäglichen Leben. Haben sie einst nur zur Unterhaltung gedient, verfügen sie nun immer mehr über den Charakter einer Informationsquelle. Die fortschreitende Digitalisierung prägt unser Informationsverhalten, aber auch das von Kindern und Jugendlichen, nachhaltig.
Der digitale Zugang zu Informationen und Nachrichten wird zunehmend wichtiger. Aber welchen Quellen bedient man sich heutzutage eigentlich im Internet?

Social Media erobert die Welt

Während ungefähr die Hälfte der Jugendlichen es nicht für wichtig empfindet, sich über das aktuelle Weltgeschehen zu informieren, nutzt zumindest die andere Hälfte der Gleichaltrigen regelmäßig journalistische Nachrichtenquellen, um sich selbst auf dem Laufenden zu halten. Doch bei den journalistischen Quellen allein bleibt es mittlerweile längst nicht mehr. Dies hat eine von der dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien initiierte, bundesweite Studie des Projekts #UseTheNews herausgefunden.
Die Studie hat das Leibniz-Institut für Medienforschung mit Sitz in Hamburg durchgeführt. Anhand der Studie konnte erstmals derart detailliert und differenziert aufgeschlüsselt werden, wie der Umgang mit dem Thema „Nachrichten“ von den jungen, nachfolgenden Generationen gepflegt wird.

Fakt ist: Social Media spielt eine immer wichtigere Rolle.

Doch noch immer werden auch Nachrichten über Fernsehsender oder Radio konsumiert. Selbst Tageszeitungen oder das Online-Angebot der gängigen, seriösen Nachrichtenanbieter werden zumindest in Teilen noch in Anspruch genommen. Die Tendenz ist aber absteigend.

Social Media
Social Media erobert die Welt

Blogs und Influencer liegen voll im Trend

Fest steht nämlich, dass für Jugendliche und junge Menschen bei journalistischen Nachrichten (Die wichtigsten Nachrichten Apps im Überblick) und Meldungen oftmals kein Bezug zum eigenen Leben hergestellt werden kann und aktuelle Ereignisse von Heranwachsenden und jungen Erwachsenen deshalb überwiegend als untergeordnet betrachtet werden. Interessanterweise haben neben Freunden, Familien und Bekannten deshalb vor allem die Influencer (Wie kann ich selber Influencer werden?) einen hohen Einfluss auf die Meinungsbildung der jungen Internetnutzer.

35 Prozent der 18- bis 24-Jährigen, sowie ganze 41 Prozent der 14- bis 17-Jährigen halten Influencer als äußerst oder zumindest sehr wichtig bei der Informationsbeschaffung und Meinungsbildung. Auch Podcasts, Videos und andere Online-Formate, darunter Blogbeiträge, sind Bestandteil der heutigen Informationsbeschaffung wie bspw. Kre8tiv.de.
Blogs geben jedem Menschen die Möglichkeit, sein Wissen mit der Welt zu teilen. Einige Blogbetreiber erweitern ihre Webseite sogar mit eigens erstellten Webinaren, Newslettern und Coachings. Und dieses vielfältige Angebot wird definitiv in Anspruch genommen.

Influencerin
Blogs und Influencer liegen voll im Trend

Die Gefahr einer einseitigen Informationsbeschaffung steigt

Offensichtlich haben also auch Jugendliche den Drang nach Informationsbeschaffung und persönlicher Weiterbildung. Mithilfe von YouTube zum Beispiel erfolgt der mediale Erwerb von Wissen und Fertigkeiten. Das Internet ermöglicht eine nahezu grenzenlose Bildung und wird deshalb vor allem in dieser Altersgruppe zur dominierenden Beschaffungsmethode für Informationen.

Jedoch sorgen Algorithmen der sozialen Netzwerke und Suchmaschinen für eine sogenannte Filterblase an Informationen.

Widersprüchliche Informationen werden dadurch erst gar nicht mehr wahrgenommen. Zudem bewegen sich vor allem junge Menschen nur wenig bis kaum aus der Komfortzone ihrer eigenen, persönlichen Weltansicht. Beides führt wiederum dazu, dass nur auf einseitige Informationen und häufig auch wenig fundierte Quellen zurückgegriffen wird.
Twitter, Facebook, Instagram und mittlerweile sogar auch Snapchat und TikTok erreichen die jungen Nutzer besonders gut mit ihren emotional aufgeladenen Meldungen. Hinterfragt werden diese von den jungen Konsumenten allerdings recht wenig.

Informationsbeschaffung
Die Gefahr einer einseitigen Informationsbeschaffung steigt

Die Verdrängung der klassischen Informationskanälen

Auch die Technische Universität Dresden (TU Dresden) hat zu dieser Thematik ein Forschungsprojekt am Institut für Kommunikationswissenschaft durchgeführt. Die Forschungsergebnisse bestätigen das bisher erwähnte: Klassische Informationsmedien verlieren weiter an Bedeutung und werden durch die Nutzung der Informationskanäle im Internet verdrängt.
Die Studie zeigt ebenfalls, dass junge Menschen immer weniger über das tagesaktuelle Geschehen Bescheid wissen. Sie zeigen hierfür deutlich weniger Interesse. Der Fokus liegt auf Blogs und sozialen Netzwerken. Weg vom Journalismus lautet die Devise – dies könnte man zumindest meinen.

Höchste Zeit für eine Anpassung an die Next-Generation

Weil diesen Personengruppen der kompetente Umgang mit medialen Informationen schwerfällt, sind deshalb wiederum die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie die politische Sozialisierung davon beeinträchtigt.

Öffentlich-rechtliche Medienanbieter machen es sich aus diesen Gründen mehr und mehr zur Aufgabe, ihre Nachrichtendarbietung und deren Inhalte an die Bedürfnisse junger Menschen anzupassen.

Auf diese Weise sollen verlässliche und fundierte Recherchen mit der Lebenswirklichkeit der Jugend verknüpft werden – und jene mit den Ereignissen der realen Welt sensibilisieren. Nichtsdestotrotz haben aber auch die neuen medialen Informationskanäle durchaus ihre Daseinsberechtigung, erfüllen sie doch mitunter eine sinnvolle Ergänzung zu den klassischen Informationsquellen.