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Freigängerkatzen richtig schützen

FreigängerkatzeFreigängerkatzen richtig schützen

Die einen Katzen sind in der Wohnung glücklich, die anderen brauchen ihren Freigang. Freigängerkatzen führen regelmäßig zu Diskussionen und bieten jede Menge Gesprächsstoff. Nicht nur wegen ihres Einflusses auf die Umwelt, auch wie Sie Ihre Katze am besten schützen. Denn dabei müssen Sie einiges beachten.

Freigängerkatzen – Warum überhaupt Freigang?

Katzen lieben es zu Schleichen, zu Jagen und die Natur zu erkunden. Dabei kommen Sie in Kontakt mit Artgenossen und können ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben. Dazu fordern die täglichen Gefahren und Umweltbedingungen die Katze heraus, wodurch sie ausgelassener ist. Doch bevor Sie Ihrer Katze die Türen öffnen, sollten Sie zwei Dinge bedenken: wie reagieren Ihre Nachbarn auf die Katze und ist die Katze überhaupt sicher?

Grundsätzlich müssen die Nachbarn die Anwesenheit der Katze dulden.

Sie müssen es aber nicht dulden, wenn Ihre Katze deren Kleintiere angreift, das Blumenbeet angreift oder auf die Terrasse pinkelt. Dann darf der Nachbar die Katze vertreiben oder Sie sogar auf Schadensersatz verklagen, wenn Ihre Katze nachweislich einen Schaden angerichtet hat.
Ein weiterer Punkt ist die Lage Ihrer Wohnung beziehungsweise Ihres Hauses: wohnen Sie in der Nähe einer Hauptstraße oder mitten in der Stadt, sollten Sie Ihre Katze lieber in der Wohnung lassen.

Katzen lieben es die Natur zu erkunden
Katzen lieben es zu Schleichen, zu Jagen und die Natur zu erkunden

Wie den Freigang vorbereiten?

Ist Ihre Katze grade frisch eingezogen, sollten Sie die Katze nicht sofort rauslassen. Lassen Sie die Katze mindestens 4 Wochen in der Wohnung, bevor Sie die Katze zum ersten Mal rauslassen. So kann sich die Katze an die Wohnung gewöhnen und Sie kennenlernen.

Lassen Sie bei den ersten Gehversuchen die Katze kontrolliert heraus. Hat die Katze feste Essenszeiten ist es ebenfalls wahrscheinlicher, dass sie pünktlich nachhause kommt. Schließlich weiß sie dann, wann es Essen gibt. Sind Sie unregelmäßig zuhause, kann ein geregelter Freigang schwierig sein. Entweder kommt die Katze nicht raus oder nicht rein. Hier kann die Katzenklappe Abhilfe schaffen, dass die Katze von selbst rein und raus kann.

Inzwischen haben die Katzenklappen verschiedene Zusatzfunktionen, zum Beispiel einen Schutz vor ungefragten Gästen.

Dazu wird die Katzenklappe mit dem Code des Chips verknüpft, mit dem Ihre Katze bei Tasso registriert ist und öffnet nur, wenn die Katzenklappe diesen Code ausgelesen hat.

In den meisten Fällen muss sich die Katze erst an die Katzenklappe gewöhnen und lernen, dass sie da durch das Haus verlassen und betreten kann. Klappen Sie zuerst die Klappe hoch und locken Sie die Katze mit einem Leckerchen durch die geöffnete Klappe. Schließen Sie dann nach und nach die Klappe, bis die Katze sich traut, auch durch die geschlossene Klappe zu gehen.

Freigang vorbereiten
Ist Ihre Katze grade frisch eingezogen, sollten Sie die Katze nicht sofort rauslassen

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Ihre Katze sollte auch medizinisch geschützt werden, denn sie hat draußen Kontakt zu anderen Tieren und dementsprechend zu potentiellen Krankheiten:

  • Impfungen: Lassen Sie Ihre Katze vor dem ersten Freigang vom Tierarzt impfen, zum Beispiel gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut, Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) und Leukose. Leidet Ihre Katze an einer Infektionskrankheit wie FIV (ähnlich wie HIV beim Menschen) oder FIP (wird durch Coronaviren ausgelöst), sollte sie keinen Freigang bekommen, um keine anderen Katzen anzustecken.
  • Schutz gegen Parasiten: Behandeln Sie Ihre Katze regelmäßig gegen Flöhe, Zecken und Würmer, damit sie diese nicht mit ins Haus bringt.
  • Kastration: In manchen Städten herrscht bereits eine Kastrationspflicht für Freigänger. Aber auch ohne Gesetz sollten Sie Ihre Katze kastrieren lassen, damit sie sich nicht unkontrolliert vermehrt. Denn in Deutschland gibt es noch immer viele Streunerkatzen (herrenlose Katzen). Dazu bleiben kastrierte Katzen eher in der Nähe und raufen sich seltener mit Artgenossen.
  • Chip: Lassen Sie Ihre Katze beim Tierarzt chippen und registrieren Sie die Nummer hinterher bei Tasso. So lässt sich Ihre Katze immer ihrem Besitzer zuordnen. Das ist besonders wichtig, wenn sich die Katze verläuft oder wenn sie verunglückt. So kann sie immer wieder nachhause gebracht werden.
  • Brutzeit: Im Frühjahr sollte eine Katze eher im Haus gehalten werden, damit sie die brütenden Tiere nicht stört. Besonders Bodenbrüter und Nestlinge sind durch Katzen gefährdet. Aus Rücksicht auf diese Tiere sollte die Katze in der Zeit drinnen gelassen werden.