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Moos im Rasen effektiv bekämpfen – Was tun?

Moos im Rasen effektiv bekämpfenMoos im Rasen effektiv bekämpfen – Was tun? - Foto: © Lukassek #191820751 - stock.adobe.com

In vielen Gärten ist es im Frühjahr gang und gäbe, dass einst dichter grüner Rasen von Moos durchsetzt ist. Hierbei ist schneller Handlungsbedarf gefragt, damit die Wiese im Sommer wieder im vollen Grün erstrahlt.
Generell gilt: Moos muss beseitigt werden, damit die Grashalme wieder dicht wachsen können.

Geschwächtes Gras ist anfällig für Moos

Bilden sich auf Rasen größere Anteile an Moos, kann dieser Wachstumsprozess mehrere Gründe haben. Doch in den meisten Fällen sind Bedingungen für wachsendes Gras schlichtweg nicht optimal.

Auf geschwächtem Gras setzt sich Moos vermehrt durch.

Neben Pflegefehlern begünstigen ein saurer Boden, zu viel Schatten oder Feuchtigkeit diesen Effekt.

Geschwächtes Gras ist anfällig für Moos
Geschwächtes Gras ist anfällig für Moos – Foto: © lpictures #169859548 – stock.adobe.com

Vorbereitungen fürs Vertikutieren

Damit Moos auf Dauer von der Wiese verbannt wird, muss das Unkraut zuerst beseitigt werden. Ein hilfreiches Gerät für die Beseitigung von Moos ist ein Vertikutierer.
Um den Gräsern genügend Nährstoffe zuzuführen und ein schnelles Nachwachsen zu ermöglichen, sollten Gartenbesitzer die Grünfläche zuerst mehrere Tage vor dem Vertikutieren düngen und unmittelbar davor mähen. Ein gut geeigneter Zeitpunkt für diese Frühjahrsdüngung ist April.

Rasenlangzeitdünner beugt Mangelerscheinungen vor

Sind auf der Wiese jedoch keine Mangelerscheinungen erkennbar, ist eine Nutzung von Rasenlangzeitdünner eine gute Idee.

Dieser Dünger versorgt das Gras über mehrere Monate hinweg mit Nährstoffen wie Kalium, Phosphor oder Stickstoff.

Während Stickstoff das Graswachstum anregt, stärkt Phosphor die Wurzeln und unterstützt Kalium die Widerstandsfähigkeit der Grashalme.

Tipps zur Vertikutierung

Fürs Vertikutieren ist eine trockene Rasenfläche unerlässlich. Am Vertikutierer sind mit Widerhaken versehene Messerwellen angebracht, die senkrecht ins Gras eindringen und Moose sowie Flechten aus der Wiese entreißen. Um starke Schädigungen des Rasens zu vermeiden, dürfen die Messer nicht mehr als drei Millimeter ins Erdreich eindringen.

Rasen vertikutieren
Fürs Vertikutieren ist eine trockene Rasenfläche unerlässlich – Foto: © bildergala #107274018 – stock.adobe.com

Besonders effektiv ist der Vertikutier-Prozess, wenn Gartenbesitzer das Gerät gleichmäßig in Längs- und Querrichtung über die Wiese bewegen. Bei gepflegtem Rasen oder kleineren Flächen ist es bereits ausreichend, den Vertikutierer nur in eine Richtung zu bewegen.
Nach dem Vertikutieren können Hobby-Botaniker kahle Stellen nachsäen. Hierfür stehen speziellen Rasenmischungen zur Verfügung, die fürs Ausbessern von Rasenschäden geeignet sind.

Schnelle Erholung beanspruchter Grashalme

Durch das Vertikutieren werden die Grashalme zwar etwas geschädigt. Dank der sich anschließenden frischen Belüftung mit einer Luftgabel oder Lüfterwalze erholen sich die Pflanzen allerdings schnell.

Dieses Lüften bewirkt, dass eng miteinander verwachsene Rasenwurzeln aufgelockert werden.

Flüssigkeit dringt durch die aufgelockerte Erde effektiver bis in die Rasenwurzeln vor. Es sammelt sich keine Staunässe an. Obwohl der Rasen über das ganze Jahr hinweg durchgelüftet werden kann, beschränken sich die Vertikutier-Maßnahmen auf das Frühjahr und den Spätsommer.

Vorsicht im Umgang mit Eisendünger

Um das Moos aus dem Rasen zu beseitigen, entscheiden sich viele Gartenbesitzer für Moosvernichter auf Basis von Eisensulfat. Das Eisensalz verursacht ein Absterben des Mooses und funktioniert gleichermaßen als Dünger. Wer allerdings zu reinem Eisensulfat greift, sollte einen Kontakt mit Bekleidung oder Steinplatten vermeiden. Andernfalls könnten Flecken zurückbleiben.

Zudem ist es ratsam, Handschuhe zu verwenden und dadurch einen Kontakt mit Haut oder den Augen zu umgehen. Zudem ist es sinnvoll, nach der Anwendung Kleinkinder oder Haustiere vom Rasen fernzuhalten. Nach Aufbringen des Moosvernichters dauert es ungefähr eine Woche, bis das Moos komplett abgestorben ist. Daraufhin kann das abgestorbene Grünzeug mit einem Vertikutierer, Rechen oder einer Harke beseitigt werden. Nach einer Wartezeit von zwei Wochen können Gartenbesitzer neuen Grassamen nachsäen.

Vorsicht im Umgang mit Eisendünger
Vorsicht im Umgang mit Eisendünger – Foto: © dean #241242542 – stock.adobe.com

Kalk zur Vorbeugung vor Moosbefall

Ist ein zu saurer Boden für den Moosbefall verantwortlich, ist Kalken eine effektive Methode. Abhängig von der Bodenbeschaffenheit und dem pH-Wert, ist die richtige Dosis des Kalk erforderlich.

Weniger Kalk ist für sandige und leichte Böden sinnvoll. Bei lehmigen Böden sollten Gartenliebhaber hingegen zur doppelten Menge an Kalk greifen.

Bereits der Bewuchs lässt darauf schließen, wie sauer ein Boden ist. Beispielsweise ist Klee ein Indiz für einen basischen Boden. In diesem Fall sollte kein Kalk zum Einsatz kommen.

Staunässe mit Sand entgegenwirken

Verbreitet sich Moos auf dem Rasen dennoch, ist möglicherweise Staunässe dafür verantwortlich. Insbesondere bei lehmigen Böden ist es nicht ausgeschlossen, dass sich der obere Bereich stark verdichtet und das Wasser nicht mehr durchdringt.
Bei einem lehmigen Boden bewährt es sich, Sand in den Erdboden einzuarbeiten oder beim Vertikutieren etwas Sand auf der Oberfläche aufzubringen. Lüften wirkt Staunässe ebenfalls entgegen.

Moosbildung bei Schattenbildung vermeiden

Ist eine schattige Lage für den Moosbefall verantwortlich, ist die Wahl einer geeigneten Rasenmischung unerlässlich.

Die richtige Rasenmischung sollte bis zu 15 Prozent der Grassorte Lägerrispe enthalten. Zudem ist es wichtig, den Rasen nicht auf weniger als sechs Zentimeter zu kürzen und im Sommer genügend zu wässern. Ist die Wiese gesund genug, reduziert sich das Risiko für erneuten Moosbewuchs.