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Photovoltaikanlagen: Ertragsmöglichkeiten im Überblick

Photovoltaikanlagen ErtragsmöglichkeitenPhotovoltaikanlagen: Ertragsmöglichkeiten im Überblick - Foto: © MAXSHOT_PL #640730304 - stock.adobe.com

Photovoltaikanlagen sind eine wichtige Grundlage für eine umweltschonende Zukunft. Die Solaranlagen ermöglichen eine saubere und emissionsfreie Energiegewinnung.
Es ist die Aufgabe der Anlagen, günstigen Strom zu erzeugen und somit dauerhaft die Stromrechnung zu reduzieren. Für diesen Zweck kommen leistungsfähige Solarzellen zum Einsatz.

Verschiedene Einsatzmöglichkeiten

Für Photovoltaikanlagen gibt es verschiedene Einsatzmöglichkeiten, die unterschiedliche Zwecke erfüllen.

Die vielfältigen Ertragsmöglichkeiten hängen von persönlichen Interessen und dem erforderlichen Eigenbedarf ab.

Einsatzmöglichkeiten von Photovoltaikanlagen
Für Photovoltaikanlagen gibt es verschiedene Einsatzmöglichkeiten, die unterschiedliche Zwecke erfüllen – Foto: © Daniel Jędzura #632153037 – stock.adobe.com

Vorteile einer Photovoltaikanlage zur Eigennutzung des Stroms

Viele Photovoltaikanlagen sind so konzipiert, dass sie den privaten Strombedarf weitgehend abdecken. Bei diesem Konzept wird nur überschüssiger Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Die ebenfalls als netzgekoppelte Anlagen mit Überschusseinspeisung bekannten Photovoltaikanlagen kommen überwiegend für die Nutzung elektrischer Geräte im eigenen Haushalt zum Einsatz.

Erzeugt die Photovoltaikanlage überschüssigen Strom, wird der verbleibende Teil entgeltlich ins Netz von öffentlichen Strombetreibern eingespeist.
In der dunklen Jahreszeit hat dieses Konzept den Nachteil, dass Nutzer der Anlagen möglicherweise Strom dazukaufen müssen. Bei wenig Tageslicht genügt die Stromerzeugung der Photovoltaikanlagen nicht, um alle elektrischen Geräte mit genügend Strom zu versorgen.

Vorteile einer Photovoltaikanlage zur Eigennutzun
Vorteile einer Photovoltaikanlage zur Eigennutzung des Stroms – Foto: © baranq #620298371 – stock.adobe.com

PV-Anlagen mit Batteriespeicher?

Eine mögliche Lösung für dieses Problem ist eine netzgekoppelte Anlage mit integriertem Batteriespeicher, bei der überschüssiger Strom nicht an öffentliche Stromversorger weitergegeben wird.

Stattdessen wird die Energie in einem Batteriespeicher so lange abgespeichert, bis diese nutzbar sein soll.

Bei diesem Konzept ist es auch zur dunklen Jahreszeit nicht erforderlich, zusätzlichen Strom zu kaufen. Die Einspeisevergütung für eingespeisten Strom entfällt.

Photovoltaikanlagen zur Einspeisung von Strom ins Stromnetz

Photovoltaikanlagen mit einer Volleinspeisung von Strom erhalten für jede Kilowattstunde an Strom eine erhöhte Einspeisevergütung im Vergleich zu Anlagen mit Überschusseinspeisung. Diese Zuzahlung soll für Besitzer der PV-Anlagen ein besonderer Anreiz sein, um die Volleinspeisung finanziell so attraktiv wie möglich zu gestalten.
Dadurch soll das Potential von Photovoltaikanlagen besser ausgeschöpft werden.

Photovoltaikanlagen zur Einspeisung von Strom ins aStromnetz
Photovoltaikanlagen mit einer Volleinspeisung von Strom erhalten für jede Kilowattstunde an Strom eine erhöhte Einspeisevergütung im Vergleich zu Anlagen mit Überschusseinspeisung – Foto: © moinzon #511048998 – stock.adobe.com

Eine Photovoltaikanlage mieten: Vor- und Nachteile im Überblick

Zweifelsohne ist der Kauf einer Photovoltaikanlage mit relativ hohen Kosten verbunden. Wer diese Ausgaben scheut und dennoch ein eigenes Dach besitzt, kann über die Anmietung einer PV-Anlage nachdenken. Bei diesem Konzept installieren Vermieter die PV-Anlagen auf dem Dach des Hauses. Daraufhin können Mieter den erzeugten Solarstrom verbrauchen.
Oftmals erstreckt sich die Vertragslaufzeit auf 18 Jahre. Mieter müssen mit einer monatlichen Mietzahlung von rund 100 Euro rechnen.

Der größte Unterschied zur selbst gekauften Photovoltaikanlage besteht darin, dass Vermieter die Photovoltaikanlagen nach Ablauf der Vertragslaufzeit wieder in Eigenregie deinstallieren müssen.

Wer diese Arbeit scheut, kann die Anlagen oft kostenfrei oder für einen geringen Restwert übernehmen. Einige Vermieter entrichten alternativ eine Nutzungsgebühr für das jeweilige Dach, damit die Anlagen dort verbleiben und genutzt werden können.

Höhere Kosten für Reparaturen

Entscheiden sich Verbraucher für eine Miete von Photovoltaikanlagen, sparen sie sich hohe Anschaffungskosten. Übernehmen sie die Anlagen nach Ablauf der Mietzeit, ist diese Übernahme häufig rentabel.
Dennoch sollten Nutzer der PV-Anlagen bedenken, dass die Modelle im Laufe der Zeit reparaturanfälliger werden. Dadurch könnten neben Wartungskosten ebenfalls Reparaturkosten entstehen.

Miete von Photovoltaikanlagen
Entscheiden sich Verbraucher für eine Miete von Photovoltaikanlagen, sparen sie sich hohe Anschaffungskosten – Foto: © angelo esslinger #229236974 – stock.adobe.com

Stromerzeugung durch Vermietung oder Verpachtung von Dächern

Ob sich eine Dach Verpachtung zur Nutzung von Photovoltaikanlagen lohnt, richtet sich nach der Größe und Ausrichtung der Dächer. Da die Einspeisung deutlich geringer vergütet wird als der Einkauf des Stroms, ist es für Investoren meist wichtig, dass die Dachflächen eine bestimmte Größe aufweisen, damit die Anlage rentabel ist. Eine Dachvermietung kann dann für den Eigentümer eine sichere Einnahmequelle über einen längeren Zeitraum darstellen.

Mit der Installation auf dem Dach wird eine Fläche genutzt, die andernfalls nur brachliegen und keinerlei Erträge erbringen würde.

Der größte Pluspunkt einer Dachvermietung kann auch die Option sein, dadurch kostengünstige oder gar unentgeltliche Dachsanierungen im Rahmen der Installation der Anlage zu bekommen.

PV-Anlage ja oder nein? Es kommt auf das Dach an!

Eine wichtige Rolle spielt die Statik der Häuser, die der Last einer Photovoltaikanlage standhalten müssen. Insbesondere die Tragfähigkeit von Dächern muss für das hohe Gewicht einer Solarstromanlage geeignet sein. Neben der Stabilität des Tragwerks muss das Dach ein Zusatzgewicht von rund 30 Kilogramm je Quadratmeter aushalten.
Um so viel Strom wie möglich zu gewinnen, sollten Dächer im Idealfall nach Süden ausgerichtet sein und einen Neigungswinkel von 30 bis 40 Grad haben. Zudem sollte die Dachfläche groß genug sein, da es für Anschlusskosten zwischen größeren und kleineren Photovoltaikanlagen eigentlich keine Unterschiede gibt. Der Ertrag rentiert sich deshalb nur dann, wenn so viele Module wie möglich nebeneinander positioniert werden können.