Das sollten Anleger heute unbedingt über Festgeld wissen

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Als Geldanlage haben viele Anleger ein Festgeldkonto gewählt. Es ist einem herkömmlichen Sparbuch deutlich vorzuziehen, weil die Verzinsung viel höher ist. Im Unterschied zu einem Tagesgeldkonto wird auf dem Festgeldkonto eine Summe für einen bestimmten Zeitraum eingefroren. Die Bank darf mit dem Geld für die vereinbarte Anlagezeit arbeiten und muss nicht befürchten, dass das Geld plötzlich abgezogen wird. Für den zu Beginn der Anlage festgelegten Zeitraum erhält der Sparer von der Bank eine Verzinsung.

Die Geldanlage auf einem Festgeldkonto litt in den letzten Jahren wegen niedriger Leitzinsen der Europäischen Zentralbank unter fehlender Attraktivität. Anleger wollten sich nicht längere Zeit mit einer Festlegung binden, um bei eventuell anstehenden Zinssteigerungen regieren zu können. Die Entwicklung gab den Anlegern recht. Die Leitzinsen wurden in den letzten Jahren bereits mehrfach durch die Europäische Zentralbank gesenkt.

Wie attraktiv ist ein Festgeld trotz niedriger Zinsen?

Von den Spezialisten der Finanzwirtschaft wird auf absehbare Zeit keine Erhöhung der Leitzinsen erwartet. Ein Festgeldkonto wird aktuell aber immer noch oberhalb der gemessenen Inflationsrate verzinst. Damit lohnt sich die Geldanlage in festen Zeitintervallen zum Teil. In der vergangenen Periode war lediglich ein Inflationsausgleich als Rendite erzielbar. Daher blieben viele Sparer lieber bei anderen Investments.

Ein Festgeldkonto eignet sich für die etwas gelasseneren Anleger, die sich nicht Woche für Woche um die Entwicklung der Zinsen kümmern können oder wollen. Sie treffen eine Anlageentscheidung und legen für geraume Zeit ihr Geld fest. Für den Anlagezeitraum ist keine Veränderung mehr möglich oder nötig. Diese Anlageform ist weniger aufreibend, als die Zinsjagd mit dem Tagesgeld nach den besten Sonderangeboten.

Die momentane Marktlage führt trotz der Schuldenkrisen in Europa und den USA zu einer Aushöhlung der Sparzinsen. Da keine Steigerungen erwartet werden, ist es im Moment noch nicht sinnvoll, mehrjährige Anlagezeiträume für ein Festgeldkonto zu wählen. Zunächst bietet sich die Festschreibung der Zinsen für 1 Jahr an, um danach erneut marktgerecht über die erneute Anlage entschieden zu können.

Festgeld als echte Alternative zur Geldanlage

Beim Festgeld als eine mögliche Alternative von Geldanlagen gibt es heutzutage sehr viele Anbieter, welche ein Produkt in diesem Bereich der Termingeldeinlagen anbieten. Aus diesem Grunde sollte man als Anleger auf jeden Fall einen Vergleich durchführen, bevor man sich letztendlich für ein bestimmtes Kreditinstitut als Anbieter entscheidet, wo man dann ein Festgeldkonto eröffnen kann.

Der Festgeld Vergleich kann inzwischen sehr bequem über das Internet durchgeführt werden, man muss also nicht den sehr zeitaufwendigen Weg wählen, sich einzelne Angebote der Banken einzuholen. Ferner hat der Festgeldvergleich über das Internet auch noch den Vorteil, dass man oftmals dort auf Anbieter trifft, die in den Vergleich einbezogen werden, von denen man selber vorher noch gar nichts gehört hatte.

Es werden in einen solchen Festgeld Vergleich relativ viele Anbieter einbezogen, was natürlich die Chancen deutlich erhöht, dass man wirklich das beste Angebot im Bereich Festgeld durch einen Vergleich finden kann. Da die Konditionen sich vom Grundsatz her beim Festgeld zwischen den unterschiedlichen Banken sehr ähnlich sind, sind die Festgeldzinsen das Hauptmerkmal, auf welches der Festgeld Vergleich ausgerichtet ist.

Ein Festgeld Vergleich hilft bei der Entscheidung

Bei den weiteren Konditionen wie Mindestanlagesumme, mögliche Laufzeit und Zinsgutschrift gibt es nur noch kleine Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern. Umso wichtiger ist der Vergleich jedoch im Hinblick auf die Festgeldzinsen, denn besonders wenn manche Banken zeitlich befristete Sonderkonditionen für Neukunden offerieren, können sich die Zinssätze schon einmal deutlich voneinander unterscheiden.

So ist eine Differenz zwischen dem besten und dem schlechtesten Angebot am Markt im Bereich der Festgeldanlage von mehr als einem Prozent eher die Regel als eine Ausnahme. Bei kleineren Anlagesumme von wenigen tausend Euro fällt diese Differenz zwar noch nicht sehr ins Gewicht. Aber schon dann, wenn man zum Beispiel eine Summe von 20.000 Euro anlegen möchte, macht ein Zinsunterschied von einem Prozent einen Mehr- bzw. einen Minderertrag von jährlich immerhin 200 Euro aus.

Wie flexibel ist Festgeld wirklich?

Verbraucher wünschen sich zunehmend Anlageformen mit mehr Flexibilität und diesem Wunsch versuchen nun viele Geldinstitute nachzugehen. In letzter Zeit wurden viele Sparprodukte entwickelt, die Festgeld mit Flexibilität kombinieren.

Die neuste Entwicklung sind Festgeldkonten mit teils variabler Verzinsung. Bei dieser Anlageform handelt sich um ein Festgeldkonto mit einer variablen Verzinsung. Das Kapital wird für einen Zeitraum von mindestens 90 Tagen fest angelegt, danach fließt es komplett oder teilweise auf ein Referenzkonto zurück. Durch die dreimonatige feste Bindung bekommen Anleger einen Zinsaufschlag von um die 0.2 Prozent im Vergleich zu den anderen Spareinlagen. Eine Mindesteinlage ist nur selten notwendig, dennoch sollten Anleger genau prüfen, wie viel Geld auf das Festgeldkonto überwiesen werden muss, um eine attraktive Verzinsung erhalten zu können.

Zinsgewinne und Versteuerung in Deutschland

Bei einer klassischen Festgeldanlage sind die Zinsen die alleinige Ertragsart. Demnach zählen die Zinsen zu den Einnahmen aus Kapitalvermögen und müssen versteuert werden. Diese Abführung wird jedoch von den Banken durchgeführt. Denn die Bank ist gesetzlich dazu verpflichtet, die sogenannte Abgeltungssteuer einzubehalten. Es besteht jedoch die Möglichkeit als Verbraucher einen Freistellungsauftrag zu erteilen. Die Festgeld Zinsen sind dann immer noch steuerpflichtig, können dann aber über die Einkommensteuererklärung versteuert werden, wenn der Freibetrag von 801 Euro überschritten wird.

Bei Ehepartner wird der Freibetrag von 801 € zusammengerechnet – es entsteht also ein Freibetrag von insgesamt 1.602 € pro Jahr. Alles, was über diesen Betrag hinausgeht, wird mit der Abgeltungssteuer veranlagt. Hier ist jedoch künftig davon auszugehen, dass der Staat Zinserträge nicht mehr mit der Abgeltungssteuer belegen wird, sondern dass hierbei dann der individuelle persönliche Steuersatz Anwendung findet.

Wer Steuern sparen möchte und bereits Kinder hat, der kann einfach einen Teil des Geldes für sein Kind anlegen. Unabhängig vom Alter des Nachwuchses besteht der Freibetrag von 801 € pro Jahr bei jedem Menschen. So lassen sich einfach und steuersparend größere Beträge anlegen, ohne dass die Besteuerung die Zinsgewinne zu einem großen Teil wieder auffrisst.

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