Einige Orte wirken wie aus einer anderen Welt und sind eine Reise wert. Sie begeistern mit atemberaubenden Landschaften, ungewöhnlicher Architektur oder ihrer Lage. Dieser Artikel stellt sechs surreal wirkende Orte vor.
Leben in der Felswand im italienischen Matera
Die antike Stadt Matera liegt in Süditalien in der Region Basilikata. Die Höhlensiedlungen Sassi die Matera gehören seit 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie wurden bereits vor Jahrtausenden in die Felshänge geschlagen. Matera hat knapp 60.000 Einwohner, war jedoch lange verlassen.
Heute ist Matera Künstlerparadies und Kulturhauptstadt.
Die Sassi sind selbst Sehenswürdigkeiten, doch verfügen sie über verschiedene Höhepunkte wie die Kirche Sant’Antonio Abate, die Felsenkirche San Pietro Barisano, die Kathedrale und die Casagrotta als Höhlenwohnung. Wer schlafen möchte wie in der Steinzeit, kann sogar zwischen verschiedenen Hotels wählen, die in den Höhlen untergebracht sind. Diese Hotels sind modern ausgestattet.

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Bizarre Felsformationen in Kappadokien
Geht es um außergewöhnliche Orte, die wie aus einer anderen Welt wirken, darf Kappadokien in der Türkei nicht fehlen. Das Gebiet Geröme-Kappadokien, das für seine Feenkamine berühmt ist, gehört zum Weltkultur- und Naturerbe der UNESCO. Bei den Feenkaminen handelt es sich um bizarre Felsformationen, die durch vulkanische Aktivität entstanden sind.
Um die faszinierende Landschaft von oben zu bestaunen, bietet sich eine Fahrt mit dem Heißluftballon an. Am besten geeignet ist der Morgen mit den ersten Sonnenstrahlen. Es gibt jedoch auch unter der Erde etwas zu entdecken, denn dort befindet sich eine ganze Stadt. Verschieden Höhlenhotels können für Übernachtungen ausgewählt werden.

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Schwebende Brücken im algerischen Constantine
Nach Algier und Oran ist Constantine die drittgrößte Stadt in Algerien. Sie wurde bereits vor mehr als 2.000 Jahren gegründet und ist durch römische, osmanische und französische Einflüsse geprägt. Die Stadt im Nordosten Algeriens ist in eine hügelige Landschaft eingebettet und befindet sich etwa 60 Kilometer vom Mittelmeer entfernt.
Constantine befindet sich auf einem Felsplateau und liegt ungefähr 600 Meter über dem Meeresspiegel.
Da Constantine von einer tiefen Schlucht umgeben ist, kann die Stadt nur über einige schwindelerregende Brücken erreicht werden. Einige Häuser wirken so, als würden sie am Abgrund schweben.
Das Bergstädtchen Chefchaouen in Marokko
Chefchaouen im Norden von Marokko ist ein Bergstädtchen und wird auch als blaue Perle bezeichnet. Der Grund dafür besteht darin, dass die Gebäude in der Stadt in verschiedenen Blautönen gestrichen sind. Die blauen Fassaden haben eine spirituelle Bedeutung. Die Farbe soll angeblich vor dem bösen Blick schützen, aber auch an das Göttliche und den Himmel erinnern.
Nicht nur die blau getünchten Gebäude faszinieren die Besucher. Wer nach Chefchaouen kommt, sollte sich die traditionelle Küche nicht entgehen lassen, die seit 2013 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit gelistet wird. Die Tajine ist ein Eintopf, der in einem traditionellen Schmorgefäß aus Lehm bereitet wird. Dazu wird ein süßer Minztee gereicht.

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Kunst in Marfa in der texanischen Wüste
Marfa ist eine Stadt in der texanischen Wüste und ungefähr 100 Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt. Die Stadt ist ein Mekka für Künstler und verfügt über Galerien, skurrile Installationen und moderne Architektur. Mitten im Nichts steht ein Prada-Laden.
Internationale Künstler zeigen ihre Werke im Ausstellungsgebäude Ballroom Marfa.
Bekannt wurde Marfa in den 1970er Jahren durch den bildenden Künstler Donald Judd, der das Kunstzentrum Chinati Foundation gründete.
Die unterirdische Stadt Coober Pedy in Australien
Coober Pedy ist nur ein kleiner Ort mit ungefähr 1.400 Einwohnern und liegt in Australien, im Outback, am östlichen Rand der Großen Victoria-Wüste. Da es dort im Sommer unerträglich heiß werden kann, haben die Bewohner eine unterirdische Stadt geschaffen.
Unter der Erde befinden sich Wohnhöhlen, aber auch Geschäfte und Restaurants. Coober Pedy gilt auch als Opal-Hauptstadt der Welt. Dort wurden ungefähr drei Viertel der weißen Opale weltweit gefunden.








