Puppenhaus Vergleich & Ratgeber – seit Jahrhunderten beliebt

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Schon seit dem 16. Jahrhundert sind Puppenhäuser ein wichtigstes Element in der Welt der Spiele. Damals wie heute wird die kindliche Fantasie beflügelt und die Kinder können in ihre ganz eigene kleine Fantasiewelt abtauchen. Rollenspiele helfen vielen Kindern dabei, sich in die Welt der Erwachsenen hineinzudenken. Außerdem bieten Puppenhäuser zudem auch die Möglichkeit, Erlebtes noch einmal nachzuspielen und nach Belieben zu verändern.

Viele Alltagssituationen werden gerne nachgespielt. So übernimmt das Kind zum Beispiel die Rolle der Mutter oder des Vaters, die gemeinsam mit dem Kind in der Küche etwas backen oder kochen, und dabei ihre Kinder ermahnen, dass der Ofen oder die Töpfe sehr heiß sind. Kinder wechseln sehr gern an dieser Stelle die Rolle und erklären nun an dieser Stelle ihren Puppenkindern worauf sie unbedingt achten müssen. Das gilt aber auch genauso für die Berufe der Eltern. Dank eines Puppenhauses kann auch hier vieles nachgespielt werden.

Ein Puppenhaus im heutigen Sinn ist häufig sehr viel mehr als die klassische Puppenstube. Während der Klassiker ausschließlich die häusliche Situation nachstellt, da es sich hier eigentlich immer um ein Privathaus handelt, das mit den typischen Zimmern wie Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche ausgestattet ist, stehen inzwischen eine ganze Reihe ganz anderer Puppenhäuser zur Auswahl. So gibt es beispielsweise auch die Feuerwehr, die Polizeistation oder auch das Krankenhaus.

Puppenhäuser im Detail

An dieser Stelle wird sicher schon sehr deutlich, dass es sich bei einem Puppenhaus bei Weitem nicht nur um ein sogenanntes reines Mädchenspielzeug handelt. Auch Jungen lieben es, mit Puppenhäusern zu spielen, das gilt im Übrigen auch für die klassischen Puppenhäuser. Schließlich spielen auch die kleinen Jungen gerne die Familiensituation nach und sind ebenfalls gern die Herren im eigenen Haus.

So bietet ein Puppenhaus weit mehr, als nur ein Spielzeug zu sein, denn hier werden sowohl die motorischen Fähigkeiten der Kinder gefördert, als auch deren Sozialverhalten positiv beeinflusst. Schließlich muss hier abgesprochen werden, wer welche Rolle einnimmt und welchen Spielverlauf es geben soll. Das setzt zum einen ein gewisses Durchsetzungsvermögen der eigenen Spielideen voraus und zum anderen wird hier auch die Kompromissbereitschaft gefördert.

Indem Kinder Situationen nachspielen, können aber auch Ängste abgebaut werden, die im realen Leben entstanden sind. Gleichzeitig wird durch das Rollenspiel aber auch die Sprach- und Ausdrucksfähigkeit der Kinder gefördert. Schließlich muss man deutlich machen, was man gerade spielen möchte und vor allem auch, wie und warum.

Die große Vielzahl an Puppenhäusern

Nicht viele Spielzeuge können von sich behaupten, bereits seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Kinderzimmerwelt zu sein. Puppenhäuser gehören aber genau in diese Gruppe. Da verwundert es sicher wenig, dass das Angebot an unterschiedlichsten Puppenhäusern sehr, sehr groß ist. Um sich hier etwas besser orientieren zu können, muss man zunächst einmal wissen, welche Arten von Puppenhäusern es überhaupt gibt. Die Unterschiedskriterien sind vielfältig, angefangen beim verwendeten Material, über die Größe, der Anzahl der Stockwerke, weiter über deren Ausstattung, bis hin zu eventueller Beleuchtung.

Das Material

Grundsätzlich kann man sich zwischen drei unterschiedlichen Materialen bei Puppenhäusern entscheiden. Entweder bestehen sie:

  • aus Holz
  • aus Kunststoff oder
  • aus Pappe.

Erwähnt werden sollen hier zunächst die Puppenhäuser, die sich sehr schnell aus Pappe basteln lassen. Diese Modelle sind in der Regel sehr günstig. Sie sind natürlich deutlich weniger stabil und groß und stellen keinen wirklichen Ersatz für ein echtes Puppenhaus dar. Trotzdem kann ein solches Papphäuschen ein schöner Einstieg in die Welt der Puppenhäuser sein.

Mit einem Holz Puppenhaus hat man sich für ein Naturprodukt entschieden, das in der Regel sehr langlebig ist. Einige Modelle kommen in Natura daher, sodass man sich gemeinsam mit dem Kind entscheiden kann, wie das Haus gestrichen werden soll.

Die Modelle aus Kunststoff kommen in der Regel sehr farbenfroh daher und sind zudem häufig mit wirklich tollen Details versehen.

Vor- und Nachteile beider Puppenhaus-Materialien

Ein Puppenhaus aus Holz ist nicht nur optisch ein Hingucker, es ist vor allem langlebig. Bei diesen Modellen hat man stets selber die Wahl, ob man es optisch verändern möchte. Denn man kann es natürlich zu jederzeit abschleifen und ihm mit einem neuen Anstrich ein neues Outfit geben.

Dafür sind Puppenhäuser aus Holz natürlich deutlich schwerer, als die Modelle aus Kunststoff. Ein Umstellen oder ein Transport kann so, je nach gewählter Größe, etwas komplizierter sein. Wichtig ist vor allem, auf die Verarbeitung zu achten. Die Oberflächen eines Puppenhauses aus Holz müssen schön glatt sein, sonst besteht die Gefahr, dass sich das Kind mit einem Holzsplitter verletzt. Nicht selten benötigten diese doch recht kompakten und schweren Modelle einen festen Platz im Kinderzimmer.

Puppenhäuser aus Kunststoff kommen häufig mit einer unglaublichen Farbenvielfalt daher. Auch sind sie häufig sehr detailreich ausgeformt. Nicht selten sind sie zudem mit weiteren Stockwerken erweiterbar. Im Vergleich zu den Kollegen aus Holz sind sie sehr viel leichter und daher leichter umzuplatzieren. Einige Modelle sind zudem klappbar und lassen sich sogar unter dem Bett verstauen, wenn sie gerade nicht bespielt werden.

Bei der Materialwahl Kunststoff ist es sehr wichtig, auf die Qualität zu schauen. Hier gibt es Modelle, denen nichts so leicht einen Schaden zufügen kann, andere sind nicht so bruchsicher und könnten im schlimmsten kaputt gehen oder sich verformen.

Laut der Tests, die auf anderen Portalen durchgeführt wurden, zeigt sich allerdings, dass es sich in der Regel um sehr hochwertige und stabile Puppenhäuser handelt. In letzter Konsequenz entscheiden hier dann das gewünschte Einsatzgebiet und der persönliche Geschmack.

Die unterschiedlichen Größen der Puppenhäuser

In diesem Bereich sind die Auswahlmöglichkeiten ebenfalls sehr groß. Es gibt Puppenhäuser, die gerade einmal 40 cm hoch sind, und wieder andere kommen mit erstaunlichen Maßen von ca. 150 cm daher. Grundsätzlich gilt, je älter das Kind, desto kleiner das Puppenhaus.

In der Regel sind die Puppenhäuser für die Altersgruppe ab 3 Jahren gedacht. Warum soll das Puppenhaus dann bei kleinen Kindern eher groß sein? Angenommen, das Kind soll zu seinem dritten Geburtstag ein Puppenhaus bekommen, dann ist das Kind selbst noch wirklich klein und seine motorischen Fähigkeiten sind natürlich noch nicht voll entwickelt. Hier ist ein stabiles Holzhaus mit stabilen Holzmöbeln sicher die beste Variante. Zum einen sind die Modelle sehr robust und zum anderen gibt es hier auch keine Kleinteile, die verschluckt werden könnten. Ein Häuschen mit 4 Zimmern reicht in der Regel völlig aus, weil alles andere auch sehr überfordernd wirken kann. Der Hersteller Playmobil weist aus diesem Grund seine Puppenhäuser mit einer Altersangabe ab 4 Jahre aus.

Schön groß und viele Etagen

Sobald das Kind aber älter und größer wird, erweitern sich natürlich auch dessen Fähigkeiten. Daher sollte man immer schauen, dass das Puppenhaus nicht überfordernd, sondern fördernd wirkt.

Insgesamt aber lässt ein Puppenhaus mit mehreren Etagen, auf denen sich die Zimmer verteilen, natürlich auch viel Spielraum für die kindliche Fantasie.

Die meisten Kinder werden sich sicherlich ein wirklich großes Puppenhaus wünschen, doch hier gilt es wirklich zu bedenken, wie viel Platz im Haushalt bzw. im Kinderzimmer zur Verfügung steht. Hinzu kommt natürlich, dass diese XXL Modelle auch ihren Preis haben. Wer ausreichend Platz im Kinderzimmer hat, kann sich sicherlich für ein XXL Modell entscheiden, nur muss gleich klar sein, dass ein Verstauen im Spielregal natürlich nicht möglich ist.

Entscheidender als die tatsächliche Größe eines Puppenhauses ist eher das angebotene Platzangebot für die gewünschten Zimmer. Normalerweise sollten immer ein Wohnzimmer, eine Küche, ein Schlafzimmer, ein Badezimmer und ein Kinderzimmer Platz in einem Puppenhaus finden. Zu diesem Zweck sind für gewöhnlich 2-3 Etagen vollkommend ausreichend.

Aber natürlich kann auch ein XXL Haus in Betracht kommen, gerade dann, wenn beispielsweise mehrere Geschwister gemeinsam mit dem Puppenhaus spielen. Eine weitere Alternative bieten aber auch Puppenhäuser, die mit weiteren Stockwerken erweiterbar sind. Diese Häuser können dann im Grunde mit dem Alter und den Bedürfnissen des Kindes mitwachsen. Der psychologische Effekt hier ist auch nicht zu unterschätzen, denn so wird aus einem eigentlich „alten“ Puppenhaus, plötzlich ein „neues“.

Aufbau und Zubehör

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Kinder in der Regel kaum in der Lage sind, ein Puppenhaus eigenständig aufzubauen. Die Modelle aus Kunststoff sind beispielsweise häufig sehr komplexe und architektonisch anspruchsvolle Gebäude. Dank ihrer Struktur sind sie häufig auch extrem stabil, doch ein Kind ist oftmals nicht in der Lage, die Aufbauanleitung allein zu verstehen und oftmals fehlt zudem die Kraft in den kleinen Kinderhänden, um den Aufbau alleine zu bewältigen.

Der Aufbau unterliegt somit der Obhut der Eltern und kann in der Regel nur in einer Gemeinschaftsarbeit erledigt werden. Das gilt vor allem für die Altersklasse von 3-6 Jahren. Größe Kinder können häufig schon vieles allein erledigen, werden aber dennoch zumindest partiell Hilfe benötigen.

Wenn endlich alles erfolgreich aufgebaut ist, geht es um das Möblieren. Denn erst, wenn ein Puppenhaus fertig eingerichtet ist, kann der eigentliche Spielspaß losgehen.

Hier gilt es, darauf zu achten, ob ein Puppenhaus die Puppenmöbel bereits im Lieferumfang beinhaltet, oder man sich selber um das entsprechende Mobiliar kümmern muss. Abgesehen von den zusätzlichen Finanzen, wäre ein Puppenhaus ohne Möbel natürlich sehr enttäuschend.

Welche Puppenhausmöbel

Welche Puppenhausmöbel zur Auswahl stehen, hängt in erster Linie davon ab, für welches Puppenhaus man sich entscheidet. Tests, die von anderen Portalen durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass bei gut der Hälfte aller Puppenhäuser keine Möbel in ihrem Lieferumfang enthalten sind.

Puppenhausmöbel für die unterschiedlichen Wohnbereiche

Wohnzimmer: Couch, Sofa, Fernseher, Couchtisch

Küche: Küchenzeile, Herd, Kühlschrank

Esszimmer: Esstisch, Stühle

Badezimmer: Toilette, Waschbecken, Dusche, Badewanne

Schlafzimmer: Bett, Kleiderschrank

Kinderzimmer: Spielzeug, Kinderbett, Schrank

Balkon/Terrasse: Gartenstühle, Sonnenliege, Tisch, Sonnenschirm

Hierbei handelt es sich um eine Art Grundausstattung. Die Inneneinrichtungen können aber auch noch sehr viel komfortabler ausfallen. So sind Pflanzen, Teller, Tassen und Besteck ebenfalls Teil der Ausstattung. Aber auch Luxusgütern, wie Fernseher, Musikanlagen oder Kamine zählen bei machen Herstellern ebenfalls zu Grundausstattung.

Während einige Hersteller für ein bestimmtes Zimmer auch nur eine Art von Möbeln anbieten, bieten andere eine große Auswahl an unterschiedlichen Wohnzimmern, Küchen, Badezimmern, Schlafzimmer und Kinderzimmern an. Auch sind beispielsweise Zimmer wie ein Babyzimmer erhältlich.

Auch bei der Wahl der zukünftigen Bewohner gibt es Unterschiede. Während bei einigen Herstellern die Püppchen zu der Zimmerausstattung dazu gehören, kann man bei anderen Herstellern zwischen unterschiedlichen Puppenfamilien-Sets wählen.

Zusätzliche Ausstattungsmöglichkeiten

Nicht alle Puppenhaus Hersteller bieten die Möglichkeit der späteren Installation einer Beleuchtung. Allerdings ist dieses Feature besonders beliebt, denn vieles lässt sich nun noch naturgetreuer nachspielen. Natürlich sieht ein so beleuchtetes Puppenhaus auch einfach toll aus. Entweder handelt es sich bei der Beleuchtung um Deckenlichter, oder sogar um eine Kombination aus Deckenlichtern und Stehlampen. Versorgt werden die kleinen Lämpchen mit Batterien. Ebenso wie im echten Leben kann man auch hier einen Lichtschalter bedienen. Einige Anbieter bieten zusätzliche Nachrüstsets an, so lassen sich dann auch gleich mehrere Stockwerke vollkommen unabhängig voneinander beleuchten.

Geschenk und Aufbau

An dieser Stelle soll noch einmal erwähnt werden, dass sich der Aufbau der unterschiedlichen Puppenhaus Modelle nicht immer als einfach und schnell erweist. Aus diesem Grund ist es häufig sehr vorteilhaft, wenn man ein Puppenhaus bereits vor dem anstehenden Fest selber aufbaut. Gerade wenn es sich um ein Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten handelt, ist es häufig sinnvoll, wenn das Puppenhaus bereits spielbereit ist. Ein Aufbau kann je nach Wahl auch schon mal 1-2 Stunden dauern. Das überfordert auf jeden Fall die Geduld eines jeden Kindes. Lediglich wenn es sich um ältere Kinder handelt, sollte man hier abwägen, ob das Kind selber vielleicht auch Architekt sein möchte.

Puppenhaus und Sicherheit

Wirklich wichtig ist beim Kauf eines Puppenhauses natürlich, dass man auch hier nicht nur auf die Optik achtet, sondern eben auch auf die Sicherheit großen Wert legt. Da es noch keine gesetzliche Vorschrift für eine Sicherheitsprüfung von Puppenhäusern gibt, verzichten noch immer viele Hersteller auf diese kostspieligen Tests. Das ist sehr schade, weil einige dieser Hersteller voraussichtlich mit Bestnoten abschneiden würden. Andere wiederum sind diesen Weg gegangen und verzichten nicht auf ein Sicherheitszertifikat wie zum Beispiel das vom TÜV oder das GS-Zeichen. Hier regelt die DIN-EN71 die Spielzeugsicherheit.

Sollte ein Puppenhaus über keines dieser Zertifikate verfügen, so ist das, wie oben beschrieben, noch kein Ausschlusskriterium. Allerdings sollte man dann darauf achten, ob das Haus scharfe Kanten und spitze Ecken aufweist. Die Modelle aus Holz müssen eine glatte Oberfläche haben und dürfen nicht splittern. Sind gewisse Bauteile lackiert, ist es hier wichtig, dass der Hersteller auf schadstofffreien Spielzeuglack hinweist.

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