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Nachhaltig kann Jeder – Wirksame Änderungen, die Sie zu Hause leicht umsetzen können

Nachhaltig kann JederNachhaltig kann Jeder - Wirksame Änderungen, die Sie zu Hause leicht umsetzen können

Klima- und Umweltschutz sind Themen, bei denen wir heute kaum noch wegsehen können. Obgleich es inzwischen politische Maßnahmen gibt, die den CO2-Ausstoß reduzieren und für mehr Nachhaltigkeit sorgen sollen, kann jeder von uns mit kleinen Änderungen viel erreichen. Nach einer Schätzung der Weltnaturschutzunion landen jährlich 3,2 Millionen Tonnen Mikroplastik in der Umwelt. Obgleich die Auswirkung auf die Gesundheit von uns Menschen noch nicht erforscht ist, reden wir hier von einer gigantischen und bedenklichen Menge. Bedenklich vor allem auch deshalb, weil es Jahre bis Jahrzehnte dauert, bevor Plastik gänzlich abgebaut ist.

Jeder kann nachhaltig leben

Viele Menschen zerbrechen sich über Nachhaltigkeit im Haushalt nicht den Kopf, da sie das Gefühl haben, sowieso nichts bewirken zu können. Der Punkt ist aber, dass viele kleine Änderungen viel bewirken können. Je mehr Menschen sich daran beteiligen, desto besser also für die Umwelt.
Tatsächlich liegt Deutschland in Sachen Umweltsünder ziemlich weit vorne: Zwischen 2015 und 2016 lag der Verpackungsabfall aus Plastik bei 37,6 Kilogramm pro Kopf. Im direkten EU-Vergleich belegt Deutschland damit Platz drei.

Als Erwachsener ist es oft schwierig, neue Gewohnheiten zu entwickeln.

Dennoch ist es gerade für die Erwachsenen wichtig, diese Umzusetzen und an die Kinder weiterzugeben. Wenn Sie glauben, dass diese Änderungen viel Zeit und Aufwand bedeuten, hat weit gefehlt. Nachhaltigeres Leben kann in kleinen Schritten umgesetzt werden und wirklich befreiend sein.

Kompostierung
Kompostierung ist vor allem dann leicht umsetzbar, wenn Sie ein Haus mit Garten haben

Kompostierung starten

Kompostierung ist vor allem dann leicht umsetzbar, wenn Sie ein Haus mit Garten haben. Haben Sie das nicht, sollten Sie zumindest den Müll trennen und Bioabfall in die Biomülltonne werfen. Kompostierung bietet einige Vorteile. Zu diesen gehören:

  • Neutrale CO2- Bilanz
  • Kompost senkt Kohlenstoffwerte (bindet CO2)
  • Humusreproduktion
  • Einsparung von Treibstoff
  • Kompost ersetzt künstlichen Dünger

Auf Plastik verzichten

Mit einfachen Hilfsmitteln kann der Plastikverbrauch extrem reduziert werden. Einige Länder haben den Gebrauch von Einweg-Plastiktüten inzwischen schon verboten. Alternativen zu Plastiktrinkhalmen stellen zum Beispiel welche aus Glas, Silikon oder Edelstahl dar. In Sachen Kaffeekochen könnten Sie versuchen auf French Press umzusteigen und damit den Gebrauch von Kaffeefiltern und zugehörigen Verpackungen reduzieren.
To-Go Becher entsprechen ebenfalls keinen guten ökologischen Fußabdruck. Nachhaltige Alternativen sind Mehrwegbecher aus unterschiedlichen Materialien.

Gleiches gilt für Wasserflaschen. Anstatt Plastikflaschen zu kaufen können Sie auf wiederverwendbare Wasserflaschen umsteigen.

Eine Alternative wäre sicherlich Glas, wobei Glasflaschen den Nachteil haben, dass sie sehr schwer sind und schneller kaputt gehen – Gerade für Kinder daher sehr ungeeignet. Zum Umfüllen gibt es jedoch Flaschen aus Bambus, Metall oder bruchsicherem Glas.

Ressourcen schonen durch loses Gemüse
Wenn Sie Obst und Gemüse lose kaufen, hat das gleich mehrere Vorteile

Ressourcen schonen durch loses Gemüse

Wenn Sie Obst und Gemüse lose kaufen, hat das gleich mehrere Vorteile: Erstens sparen Sie so die Plastikverpackung und zweitens kaufen Sie eventuell nur so viel, so viel Sie tatsächlich brauchen. Sicherlich ist es Ihnen schon öfter passiert, dass Sie durch Verpackungen gezwungen waren, eine größere Menge zu kaufen. Am Ende landet der Rest leider sehr häufig im Müll. Durch loses Obst und Gemüse können Sie das vermeiden.

Gleichermaßen können Fleisch und Käse direkt an der Theke gekauft und gegebenenfalls in mitgebrachte Behälter gelegt werden. Einige Supermärkte, vor allem Biomärkte, wickeln bieten Alternativen zu Plastikverpackungen an. Apropos Supermärkte- beim Einkaufen sollten Sie nach Möglichkeit Mehrwegtaschen benutzen.

Wenn es um das Mittagessen oder Frühstück Ihrer Kinder geht, können Sie statt der herkömmlichen Brotdosen aus Plastik auf Metall-Boxen umsteigen. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Ihre Kinder Mikroplastik-Reste mitessen. Übrigens ist Mikroplastik auch in Kosmetik enthalten.
Gleiches gilt für Seife, Shampoo und Co. Es gibt Apps, die Ihnen den Plastikgehalt und andere schädliche Inhaltsstoffe zeigen. So können Sie herausfinden, ob Ihre Produkte ebenfalls davon betroffen sind. Falls ja, bietet es sich an, auszusortieren und neue Produkte zu kaufen. Ihr Körper wird es Ihnen danken.