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Wie Sie Igeln nach dem Winter helfen können

Igeln nach dem Winter helfenWie Sie Igeln nach dem Winter helfen können

Wenn im Frühling die Natur wieder zum Leben erwacht, erwachen auch die Igel aus dem Winterschlaf. Allerdings brauchen die Igel in der ersten Zeit noch Hilfe. Dabei gibt es einiges, was Sie für die Igel tun können.

Inzwischen wird es wärmer, bevor die ersten Insekten wieder unterwegs sind. Für die Igel ist das ein Problem, denn als Fleischfresser stehen vor allem Insekten auf ihrem Speiseplan. Nach dem Winterschlaf haben Igel bis zu 30 % ihres Körpergewichtes verloren, sodass sie sich erst einmal wieder ihr normales Gewicht anfressen müssen. Der Mangel an Futter ist für die Tiere großer Stress, denn sie verlieren viel Energie bei der Futtersuche. Daher brauchen sie Unterstützung.

Warum Igel Hilfe brauchen

Igel sind Kulturfolger. Das heißt, sie leben vor allem in der Nähe von Menschen in Gärten, Parks und Gärtnereien, selten in Waldnähe. Sie sind nachtaktiv, Einzelgänger und Fleischfresser. Tagsüber schlafen sie in Hecken und Büschen und bauen sich ihre Nester aus Laub und Totholz. Nachts gehen sie auf Futtersuche und jagen Insekten, vor allem Käfer, Falter und Larven. Ab und zu fressen sie auch Schnecken, Würmer und plündern Mäusenester. Im Herbst bereiten sie sich auf den Winterschlaf vor, indem sie sich ein gutes Gewicht anfressen.

Während des Winterschlafes fahren sie ihren Stoffwechsel herunter und verbrauchen dabei bis zu 30 % ihres Körpergewichtes.

Deswegen müssen sie vorher und nachher viel fressen. Denn in den immer sauberer werdenden Gärten und Parkanlagen mangelt er vor allem an Insekten und Versteckmöglichkeiten. Die Igel finden immer weniger Futter und Laub für ihre Nester. Dadurch gehen sie schon mit weniger Gewicht in den Winterschlaf und wachen früher auf, da sie Hunger haben.

Igel
Während des Winterschlafes fahren Igel ihren Stoffwechsel herunter und verbrauchen dabei bis zu 30 % ihres Körpergewichtes

Ein weiteres Problem sind die warmen Winter. Igel brauchen kalte Temperaturen, um den Stoffwechsel herunterzufahren. Durch die warmen Winter gehen sie später in den Winterschlaf und wachen früher auf, obwohl es in dieser Zeit kaum etwas zu fressen gibt. Und da brauchen sie unsere Hilfe.

Futterhäuschen für Igel

Um Igeln zu helfen, können Sie ein Futterhäuschen aufstellen. Diese bieten Schutz und ab dem Herbst ein gutes Versteck für ihr Nest.
Allerdings eignet sich nicht jedes Häuschen als Futterhäuschen. Gute Igelhäuschen haben eine Rattenklappe, damit sich nicht andere Nager über das Futter hermachen. Dazu haben sie ein kleines „Labyrinth“ innendrin, sodass die Igel einmal um eine Kurve gehen müssen, um an das Futter zu kommen. Denn grade nachts freuen sich vor allem Katzen über das angebotene Futter. Bieten Sie den Igel hochwertiges Katzennassfutter mit mindestens 90 % Fleischanteil ohne Getreide und Gelee an. Schützen Sie das Futterhäuschen mit Laub und Totholz, damit sich die Igel wohlfühlen.

Futterhäuschen für Igel
Um Igeln zu helfen, können Sie ein Futterhäuschen aufstellen

Schlafmöglichkeiten für Igel

Zum schlafen brauchen Igel Laub- und Totholzhaufen. Sie brauchen Ihren Garten nicht aufzuräumen. Räumen Sie das Holz und Laub in das Gebüsch, damit sich die Igel verstecken können. So fühlen sich die Igel besonders wohl und können sich vor und nach dem Winterschlaf satt fressen.

Igel legen bei ihren nächtlichen Streifzügen große Strecken zurück.

Damit sie von Garten zu Garten streifen können, brauchen sie Lücken im Gartenzaun. Teilweise bleiben sie zwischen den Gitterstäben stecken und verletzen sich. Lücken in Bodennähe helfen ihnen, von Garten zu Garten wandern zu können, ohne sich dabei zu verletzen.

Es gibt also einige Möglichkeiten, Igel effektiv zu helfen. Stellen Sie Katzenfutter in ein gutes Igelhäuschen, packen Sie Laub und Totholz ins Gebüsch und pflanzen Sie insektenfreundliche Blumen, damit die Igel genug Futter finden.
Denn Igel sind nützliche Tiere, machen nichts kaputt und sind nicht gefährlich. Ganz im Gegenteil.