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Gesundheit am Arbeitsplatz fördern

Gesundheit am Arbeitsplatz fördernGesundheit am Arbeitsplatz fördern

Wer viel arbeitet, muss in der Regel Zeit sparen. Leider wird die Zeit oft bei der Ernährung, beim Schlaf und beim Sport eingespart, sodass es auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen kommen kann. Aus diesem Grund sollte auch der Arbeitgeber auf einen gesunden Arbeitsplatz achten, damit es den Mitarbeitern gut geht.
Denn durch ein schlechtes Gesundheitsmanagement können Herz, Rücken oder Psyche Schaden nehmen.

Wer muss für einen gesunden Arbeitsplatz sorgen?

Aufgrund des Arbeitsschutzgesetzes muss der Arbeitgeber für einen gesunden und sicheren Arbeitsplatz sorgen.
Zum Beispiel dürfen keine giftigen Chemikalien ungesichert herumstehen oder der Arbeitnehmer unnötig körperlich belastet werden. Lässt sich zum Beispiel Lärm und ein Infektionsrisiko nicht vermeiden, weil der Arbeitnehmer in einer Werkstatt oder im Gesundheitswesen arbeitet, muss der Arbeitgeber für Sicherheitsmaßnahmen sorgen. Doch nicht nur diese Punkte gelten als Gefährdung.

Auch bei sitzenden Tätigkeiten muss der Arbeitsschutz zum Beispiel durch Bildschirmpausen, Augenschutz oder ergonomischen Arbeitsplätzen gewährleistet sein.

Für die eigene Gesundheit sind allerdings auch die Arbeitnehmer selber verantwortlich. So müssen Sicherheitsmängel gemeldet werden und die Sicherheitsmaßnahmen auch vom Arbeitnehmer eingehalten werden.
Kommt es zum Beispiel zu einem Arbeitsunfall, weil der Arbeiter die Schutzmaßnahmen nicht genutzt hat, könnte es zu Versicherungsproblemen kommen.

Gesunder Arbeitsplatz
Aufgrund des Arbeitsschutzgesetzes muss der Arbeitgeber für einen gesunden und sicheren Arbeitsplatz sorgen

Checkliste für den Arbeitsschutz

Am Schreibtisch

Der Stuhl sollte höhenverstellbar und an die Körpergröße angepasst sein. Ebenso sollte die Rückenlehne verstellbar sein, damit der Arbeitnehmer selber die Position einstellen kann. Der Schreibtisch sollte ebenfalls höhenverstellbar sein, damit er an die Körpergröße und den Stuhl angepasst werden kann.

Schreibtischunterlagen sollten so verstaut werden können, dass Sie leicht an die Unterlagen drankommen, sich zum Beispiel nicht zu oft bücken oder strecken müssen. Stolperfallen durch Kabel, Befestigungen oder Tischbeine sollte es ebenfalls nicht im Büro geben.
Der Bildschirm sollte weit genug entfernt stehen, aber nicht zu weit. Müssen die Augen lange auf den Bildschirm sehen, müssen Sie immer wieder fokussieren, was die Augen anstrengt. Machen Sie daher in jeder Stunde 5 Minuten Bildschirmpause und sehen Sie in die Ferne. Während der Bildschirmpause können Sie so die Augen entspannen.

Auch sollten Maus und Tastatur ergonomisch angepasst sein, um Verspannungen und den Mausarm zu verhindern. Nehmen Sie bei Bedarf Armstützen und Handballen zur Hilfe.

Arbeitsschutz - Gesunder Arbeitsplatz
Der Schreibtisch sollte höhenverstellbar sein, damit er an die Körpergröße und den Stuhl angepasst werden kann

Pause, Mittagessen und Frühstück

Wenn sich die Firma keine Kantine leisten kann, sollte Sie zumindest eine saubere Küche und helle Aufenthaltsräume mit Kühlschrank, Mikrowelle und Kochfläche anbieten. So können sich die Mitarbeiter ihr Essen selber mitbringen. Zudem sollte es den Mitarbeitern erlaubt sein, kurze Frühstückspausen machen zu können, da immer mehr Menschen zuhause nicht mehr frühstücken.

Inzwischen bieten immer mehr Firmen kostenloses Wasser, Obst und Snacks an, an denen sich die Mitarbeiter bedienen dürfen.

Was leider viele Firmen noch nicht anbieten, sind Möglichkeiten für ein Powernap. Ein kurzer Mittagsschlaf nach dem Essen erhöht die Produktivität, hat sich allerdings noch nicht etabliert.
Ebenso könnte ein kleiner Fitnessraum Verspannungen, Übergewicht und Stress vorbeugen. Bis dahin kann jedoch ein kleiner Spaziergang wieder neue Energie liefern.

Kostenlose Snacks
Inzwischen bieten immer mehr Firmen kostenloses Wasser und Snacks an, an denen sich die Mitarbeiter bedienen dürfen

Was tun bei Lärm?

Grade in Großraumbüros ist der Lärmpegel oft sehr hoch. Durch Telefongespräche, Tastaturklappern, Telefonklingeln und Gespräche unter Kollegen kommen schnell unerträgliche Dezibel zustande, die stressen und den Körper belasten.
Wer kann, sollte sich mit Ohrstöpsel abschirmen und möglichst oft nach draußen gehen. Denn Lärm kann auf Dauer zu Bluthochdruck und Kopfschmerzen führen und die Konzentration massiv beeinträchtigen.

Telefonklingeln kann vermieden werden, wenn das Telefon mit dem Computer verbunden wird und so das Klingeln nur über Kopfhörer zu hören ist. So hört nur der Empfänger das Telefonklingeln. Tastaturklappern lässt sich durch membranische Tatstaturen ersetzen, die deutlich leiser sind. Gespräche können durch entsprechende Trennwände zumindest gedämmt werden, auch wenn die Geräusche dadurch nicht ganz vermieden werden können.