Haus und GartenNatur

Blumen im Garten – Worauf im Hochsommer achten?

Blumen im GartenBlumen im Garten – Worauf im Hochsommer achten?

Zur Sommerzeit lässt ein gepflegter Garten die Herzen seiner Besitzer besonders hoch schlagen. Blumen verwandeln jeden Garten in eine farbenfrohe Oase. Doch damit die Gewächse kunterbunt erblühen, bedürfen diese besonderer Pflege.
Hierbei sollten Hobbygärtner den berühmt-berüchtigten grünen Daumen beweisen.

Der richtige Zeitpunkt für die Bewässerung

Erreicht das Thermometer die 30-Grad-Marke, sind Blumen und andere Gartenpflanzen auf intensive Pflege angewiesen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Bewässerung. Je höher die Temperaturen, desto mehr lechzen Blumen, Sträucher & Co. nach Wasser. Hierbei ist es wichtig, den passenden Zeitpunkt für die Bewässerung auszuwählen.

Allerdings ist es wichtig, das Gießen zur Mittagszeit zu vermeiden.

Einerseits verdunstet Wasser zu dieser Zeit schneller, als es aufgenommen werden kann. Andererseits formen sich auf den Blättern kleine Tropfen, die wie Brennglas wirken.
Deshalb sollten sich Hobby-Botaniker stets für einen Zeitpunkt entscheiden, an dem die Verdunstung des Wasser so gering wie möglich ist. Sind die Morgen- und Abendstunden deshalb die richtige Zeit?

Blumen gießen
Je höher die Temperaturen, desto mehr lechzen Blumen, Sträucher & Co. nach Wasser

Optimal: Gießen in den Morgenstunden

Nicht ganz. Experten raten ebenfalls vom Gießen zur Abendzeit ab. Zu dieser Zeit ist der Boden noch immer stark aufgeheizt. Im Boden befindliche Wärme liefert die nötige Energie, um Wasser nach dem Gießen gut verdunsten zu lassen. Daher ist der frühe Morgen der ideale Zeitpunkt zur Bewässerung.

Wer ein vollautomatisches Bewässerungssystem mit Zeitschaltung besitzt, sollte das Gießen auf den kältesten Zeitpunkt von drei bis vier Uhr morgens verlagern. Alternativ genügt es, nach dem Aufstehen zum Schlauch zu greifen.

Rasenschnitt als Schutz vor Trockenheit

Die Frage nach der Menge des vergossenen Wassers lässt sich nur schwer pauschal beantworten. Natürlich ist von einer ausreichenden Bewässerung die Rede. Doch wann ist dieser Punkt erreicht?

Generell sollten Hobbygärtner so viel Wasser vergießen, dass jeder Quadratmeter maximal 25 Liter an Wasser pro Woche erhält.

Diese Faustregel ist für Rasen und Blumenbeete gleichermaßen geeignet. Zudem sollten Gartenbesitzer bedenken, dass flache Wurzeln ausbildende Gewächse mehr Wasser als Tiefwurzler benötigen.
Schließlich kommen die Gewächse länger an Feuchtigkeit, deren Wurzeln über einen Meter tief ins Erdreich reichen.
Bei einer bevorstehenden Trockenperiode hat es sich zudem bewährt, den Rasenschnitt liegen zu lassen und die Wiese am besten ohne Fangkorb zu mähen. Dadurch bildet sich auf Beeten oder dem Rasen eine Schicht, durch welche Feuchtigkeit nicht einfach verdunstet.

Rasenschnitt als Schutz vor Trockenheit
Bei einer bevorstehenden Trockenperiode hat es sich bewährt, den Rasenschnitt liegen zu lassen und die Wiese am besten ohne Fangkorb zu mähen

Häufige Bewässerung für Topf- und Kübelpflanzen

Die Häufigkeit des Gießens hängt allerdings stark von der jeweiligen Bepflanzung ab. Tendenziell benötigen die Blumen und Sträucher mehr Wasser, die unmittelbar in der Sonne stehen. Ist ein Gewächs sogenanntes semi-arides Klima gewohnt, könnte zu häufiges Gießen sogar problematisch sein.

Viel Aufmerksamkeit benötigen Blumen, die im Pflanzkübel stehen. Weil der Erdballen in den Kübeln und Töpfen schnell auszutrocknen droht, ist eventuell sogar eine mehrfache Bewässerung pro Tag erforderlich. Hier empfiehlt es sich vor dem Kauf zu informieren und in qualitativ hochwertige Produkte zu investieren. Der Anbieter Pflanzwerk bietet im Internet z.B. eine große Auswahl an unterschiedlichen Pflanzkübeln an.

Gartenpflege zur Sommerzeit: No-Gos im Überblick

Richtiges Gießen ist allerdings auch nur ein Aspekt, den Hobbygärtner bei der Pflege ihrer eigenen grünen Oase beachten sollten. Obwohl die Sommerzeit nicht die klassische Jahreszeit zum Anpflanzen neuer Gewächse ist, können sie schnell wachsende Gemüsesorten setzen. Ein Pflanzen von Stauden oder Sträuchern ist hingegen unüblich.

Zudem ist es nicht ratsam, Hecken oder Bäume bei größter Sommerhitze zurückzuschneiden.

Pflanzen werden durch den Schnitt verletzt. Da die Gewächse bei hoher Hitze generell großem Stress ausgesetzt sind, verstärkt sich dieser Zustand durch einen Rückschnitt noch einmal zusätzlich. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass die Pflanzen keinen Schädlingen mehr standhalten können.
Im Gegenzug ist es wichtig, regelmäßig abgestorbene Pflanzenteile zu beseitigen und somit einem Pilzbefall entgegenzuwirken.

Heckenschnitt im Sommer nicht ratsam
Zudem ist es nicht ratsam, Hecken oder Bäume bei größter Sommerhitze zurückzuschneiden.

Weitere Pflegetipps

Auch wenn bei Sommerhitze das Gießen unerlässlich ist, darf eine Verwendung von Dünger nicht fehlen. Damit legen Gartenbesitzer eine wichtige Grundlage, um die Pflanzen auf die nächste Wintersaison vorzubereiten.
Neben einer regelmäßigen Kontrolle auf Schädlingsbefall steht Teichpflege möglicherweise auf der Agenda. Weil Wasser bei Hitze verdunstet, ist Frischwasser erforderlich. Weil Algen bei hohen Temperaturen sehr gut gedeihen, wirkt spezielle Wasserchemie deren Wachstum entgegen. Andererseits spricht im Gartenteich nichts dagegen, das Wachstum von Algen mithilfe spezieller Pflanzen einzudämmen.

Der eigene Blumengarten: Eine Wohlfühloase

Der eigene Garten ist eine Wohlfühloase in der Natur, die viel Ruhe und Entspannung verspricht. Doch damit Blumen, Hecken und Sträucher stets im satten Grün erstrahlen, ist viel Pflege erforderlich. Ein einfacher Griff zur Gießkanne genügt nicht.
Der richtige Zeitpunkt und die Wassermenge spielen eine ausschlaggebende Rolle. Wer diese und alle anderen wichtigen Tipps beherzigt, kann die Auszeit im grünen Paradies gewiss in vollen Zügen genießen.