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Intervallfasten – sinnvoll oder nicht?

IntervallfastenIntervallfasten – sinnvoll oder nicht?

Intervallfasten soll sich an der ursprünglichen Ernährung orientieren, bei der lange Essenspausen normal waren. Intervallfasten nutzt dabei gezielte Fastenzeiten, die in den Alltag integriert werden.
Damit das Fasten auch zum Leben passt, gibt es verschiedene Modelle und Zeitformen, die flexibel ausgesucht werden.

Was ist Intervallfasten?

Intervallfasten ist eine Ernährungsform, die Essen mit Fasten kombiniert. Diese Ernährung beruht auf der Annahme, dass zu Urzeiten die Menschen auch lange Essenpausen erleben mussten. Unser Stoffwechsel ist dadurch nicht mehr darauf ausgelegt, rund um die Uhr zu mit Essen versorgt zu werden, sondern sich an lange Hungerphasen anzupassen. Und diese Phasen imitiert das Intervallfasten. Zudem gibt es einen zweiten Mechanismus, der dabei genutzt wird.

Beim Intervallfasten soll es zur sogenannten Ketose kommen.

Das ist ein Stoffwechselzustand, bei dem Ketonkörper als Energiequelle genutzt werden.

Definition Intervallfasten
Intervallfasten beruht auf der Annahme, dass zu Urzeiten die Menschen auch lange Essenpausen erleben mussten

Die Ketose

Genau gesagt, ist die Ketose der Fettstoffwechsel, bei dem kein Zucker, sondern Fett zur Energiegewinnung genutzt wird.
Dieser Zustand wird erreicht, indem dem Körper längere Zeit entweder der Zucker oder die gesamte Nahrung entzogen wird. Das ist das Ziel des Intervallfastens.

Welche Methoden gibt es?

Damit das Intervallfasten gut in Ihren Alltag passt, gibt es verschiedene Modelle. Bei der 16:8 Methode essen Sie 8 Stunden und fasten 16 Stunden. Eine Möglichkeit ist es, von 12 bis 20 Uhr zu essen und von 20 bis 12 Uhr am nächsten Tag zu fasten. Manche verzichten zum Beispiel auf das Frühstück und essen um 12 Uhr direkt zu Mittag. Sind Sie eher der Frühstücksmensch, können Sie auch früher essen und dafür das Abendessen ausfallen zu lassen. Es ist dabei nur wichtig, die 16 Stunden Fasten einzuhalten.

Bei der 5:2 Methode fasten Sie 2 Tage die Woche. An den Fastentagen essen Sie als Frau maximal 500 bis 800 Kalorien, als Mann 600 bis 850 Kalorien. An den restlichen 5 Tagen dürfen Sie ganz normal essen. Aber auch hier gilt es, am besten auf ungesunde Kohlenhydrate wie Stärke und Zucker zu verzichten und möglichst viel zuckerfreies Wasser zu trinken.

16:8 Methode
Bei der 16:8 Methode essen Sie 8 Stunden und fasten 16 Stunden

Was darf man noch essen?

Natürlich gibt es auch beim Essen selber noch ein paar Regeln. Essen Sie in der Essenszeit ungesund und viel zu viel, wird der Effekt des Fastens schnell zunichte gemacht. Daher ist es wichtig, während der Essenzeit gesund und ausgewogen zu essen und nicht die Essenszeit als Einladung zu sehen, besonders viel zu essen.

Um den positiven Effekt besonders gut zu nutzen, kombinieren viele das Intervallfasten mit einer kohlenhydratreduzierten Ernährung.

Dabei wird auf stärke- und zuckerhaltige Lebensmittel und Gerichte verzichtet und der Schwerpunkt auf Gemüse, Fleisch, Hülsenfrüchte und Milchprodukte gelegt.

Manche zählen die Kohlenhydratmengen, andere essen einfach möglichst viel Gemüse und verzichten auf Fastfood und Süßigkeiten.

Ernährung beim Intervallfasten
Um den positiven Effekt besonders gut zu nutzen, kombinieren viele das Intervallfasten mit einer kohlenhydratreduzierten Ernährung

Trinken während der Fastenzeiten

Während der Fastenzeit sollen Sie möglichst viel trinken. Da Sie bei der Ketose zuerst viel Wasser verlieren, müssen Sie das verlorene Wasser ausgleichen. Trinken Sie vor allem Wasser und ungesüßte Tees.

Möchten Sie dem Wasser etwas Geschmack geben, fügen Sie dem Wasser zum Beispiel Gurken, Minze oder Himbeeren zu. Trinken Sie mindestens 2 bis 3 Liter Wasser am Tag.

Wann sollten Sie auf Intervallfasten verzichten?

Leiden unter Stoffwechsel- und Herzkreislaufkrankheiten, sollten Sie Ihr Vorhaben mit dem Arzt besprechen. Auch bei Krebserkrankungen oder im hohen Alter kann es ebenfalls zu gesundheitlichen Problemen führen.
Leiden Sie unter Diabetes, überprüfen Sie vor allem Ihren Blutzucker, um eine Unterzuckerung zu vermeiden. Auch hier sollten Sie vorher mit Ihrem Arzt sprechen.