Die meisten Thunfischarten waren noch vor wenigen Jahren weltweit vom Aussterben bedroht. Viele Länder haben inzwischen Schutzmaßnahmen getroffen, sodass sich viele Bestände wieder erholen konnten. Der Atlantische Thunfisch war aus der Ostsee fast verschwunden. Im Öresund zwischen Dänemark und Schweden hat sich der Bestand wieder vergrößert.
Inhaltsverzeichnis
Atlantischer Thunfisch ist nicht mehr auf der Liste der bedrohten Arten
Der Atlantische Thunfisch galt aus dem Öresund über mehr als 50 Jahre als nahezu verschwunden. Der Bestand dieser Fische stand kurz vor dem Kollaps. Nicht nur im Öresund, einer Meerenge, die Dänemark von Schweden trennt, sondern auch in anderen Gebieten im Atlantik und im Mittelmeer sind die Bestände stark zurückgegangen.
Internationale Schutzmaßnahmen und Kontrollen erwiesen sich als wirksam, sodass sich die Bestände wieder stabilisieren konnten.
Konsequente Fangpausen und Fangquoten seit über zehn Jahren sorgten dafür, dass die Weltnaturschutzorganisation IUCN den Atlantischen Thunfisch von der Liste der bedrohten Arten streichen konnte.
Im weltweiten Kampf gegen die Überfischung ist die Rückkehr des Atlantischen Thunfisches ein beachtlicher Erfolg. Das ist auch ein wichtiges Beispiel für den nachhaltigen Artenschutz.

– stock.adobe.com
Kommerzieller Fang von Thunfischen im Öresund verboten
Der kommerzielle Fang des Atlantischen Thunfisches ist im Öresund verboten. Ein Fangverbot für den Thunfisch reichte jedoch nicht aus, damit sich der Bestand erholen konnte. Für die bevorzugte Nahrung des Thunfischs, Hornhecht, Hering und Makrele, wurden stärkere Schutzmaßnahmen und konsequente Schonzeiten eingeführt. Die Bestände waren bereits stark überfischt.
Der Atlantische Thunfisch passiert den Öresund ab dem Spätsommer. Um die großen Meerestiere zu beobachten, werden Thunfisch-Safaris angeboten. Die Teilnehmer können sehen, wie der Thunfisch springt.
Der Raubfisch kann ein beachtliches Gewicht von ungefähr 300 Kilogramm erreichen und wird etwa drei Meter lang.
Die Tiere erreichen eine Geschwindigkeit von mehr als 50 Kilometer pro Stunde und durchbrechen bei der Jagd nach Beute die Wasseroberfläche.
Vorstöße des Atlantischen Thunfischs in die Nordsee und auch in die Ostsee gehörten früher zum normalen Verhalten der Tiere. Bei seinen Wanderungen legt der Atlantische Thunfisch Tausende von Kilometern zurück. Seine Körpertemperatur kann er um mehrere Grad über der Umgebungstemperatur halten.

– stock.adobe.com
Öresund mit spezieller Geologie
Der Öresund zeichnet sich durch eine spezielle Geologie aus. Er wird zum Flaschenhals, da er flach und trichterförmig ist. Daher werden die Atlantischen Thunfische dort häufiger beim Springen gesehen.
Der Atlantische Thunfisch kann problemlos in Wassertiefen von mehreren Hundert Metern abtauchen. Im Öresund ist das Wasser jedoch nur 20 bis 40 Meter tief. Der Thunfisch gehört zu den schnellsten Fischen der Welt und erreicht im Öresund schnell die Grenzen seines Lebensraums unter Wasser.
Die engste Stelle des Öresunds befindet sich zwischen Helsingør in Dänemark und Helsingborg in Schweden.
Dort ist die Meerenge nur vier Kilometer breit. Dort sind inzwischen bereits Schwärme von mehreren Hundert Thunfischen beim Springen zu beobachten.
Tägliche Sichtungen werden offiziell vermerkt
Die täglichen Sichtungen von Thunfischen im Öresund werden mit ihrer genauen Anzahl offiziell dokumentiert und an die Universität von Kopenhagen, Umweltverbände und Fischerei-Organisationen weitergegeben.
Thunfisch-Safaris sind nicht nur eine touristische Attraktion. Sie informieren auch über die Entwicklung der Bestände und sind eine wichtige Basis für künftige Schutzmaßnahmen. Die Bestände des Atlantischen Thunfischs konnten sich bereits gut erholen. Für andere Thunfischarten gilt das noch nicht.
Der Weltthunfischtag, der World Tuna Day, wird in jedem Jahr am 2. Mai begangen und steht für nachhaltigen Thunfischfang. Er mahnt, dass die Bemühungen zum Schutz des Thunfischs nicht nachlassen. Verwandte des Atlantischen Thunfischs gehören zu den teuersten und beliebtesten Speisefischen. Sie leben im Pazifischen Raum und sind nach wie vor gefährdet.








