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Husky als Haustier – Eigenschaften, Vorteile und Nachteile

Husky als HaustierHusky als Haustier – Eigenschaften, Vorteile und Nachteile - Foto: © Pixel-Shot #1935284799 - stock.adobe.com

Huskys haben ein dichtes Fell, das in verschiedenen Zeichnungen vorkommt. Sie sind wahre Energiebündel und benötigen viel Bewegung. Sie gelten als menschenfreundlich, doch es kommt auf die richtige Erziehung an. Die Tiere müssen körperlich und geistig gefordert werden, damit sie sich nicht langweilen.
Wer sich einen Husky ins Haus holen möchte, sollte bereits über Erfahrung mit Hunden verfügen.

Herkunft des Huskys

Der Husky wird auch als Siberian Husky bezeichnet. Artverwandt sind der Samojede und der Alaskan Malamute. Die Vorfahren des Siberian Husky haben ihren Ursprung im nördlichen Sibirien, erfahren sie hier mehr über die Unterschiede zwischen Husky und Wolf.
Der Siberian Husky ist ein Schlittenhund und zeichnet sich daher durch eine hohe Kältetoleranz aus. Er reagiert empfindlich auf Hitze.

Die Vorfahren des Siberian Huskys wurden von den Tschuktschen in Nordostsibirien als Schlittenhunde gezüchtet.

Aufgrund der Isolation der Nomadenstämme war die Zucht der Hunde über lange Zeit rein. Ein aus Sibirien stammender Pelzhändler nahm die Tiere zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit nach Alaska. Da sich die Hunde durch Ausdauer auszeichneten, gewannen sie schnell an Popularität. Hundeschlittenrennen waren damals gefragt.

Der Siberian Husky wurde in den USA erst 1930 und in Europa erst 1966 als Rasse anerkannt. Er wird heute hauptsächlich für Sport und als Haustier gehalten.

Herkunft des Huskys
Die Vorfahren des Siberian Husky haben ihren Ursprung im nördlichen Sibirien – Foto: © Beate Rhomberg #102240317
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Der Husky im Porträt

Der Husky gehört zu den nordischen Schlittenhunden und erreicht eine Schulterhöhe von 50 bis 60 Zentimetern und eine Rückenlänge von 60 bis 70 Zentimetern. Er wird 16 bis 28 Kilogramm schwer und hat einen schlanken, muskulösen Körperbau mit ausgewogenen Körperproportionen. Seine mandelförmigen Augen sind blau, braun, bernsteinfarbig oder grau. Häufig haben Huskys verschiedenfarbige Augen. Gemischtfarbige Augen sind kein Fehler und entsprechen dem Rassestandard.

Die dreiecksförmigen, mittelgroßen Ohren des Huskys sind hoch angesetzt, stehen eng beieinander und sind aufrecht. Das pelzartige, mittellange Fell liegt am Körper an. Es hat eine reinweiße oder leicht gefärbte Unterwolle. Das Deckhaar kann grau, schwarz, weiß oder rot sein. Der Kopfbereich ab den Ohren und der Rücken sind meistens stark gefärbt. Häufig weisen Huskys eine markante Gesichtszeichnung auf.

Das Fell des Huskys besteht aus zwei Schichten. Die robusten Deckhaare sind wasserabweisend. Die Unterwolle besteht aus feinen Haaren. Die beiden Fellschichten bieten eine optimale Wärmedämmung. Die Unterwolle speichert Luft und wirkt isolierend. Wärmeverluste werden durch die Deckhaare verhindert.

Der Husky hat vergleichsweise kleine, kompakte Pfoten. So werden Wärmeverluste und Verletzungen vermieden.

Der Husky im Porträt
Der Husky gehört zu den nordischen Schlittenhunden und erreicht eine Schulterhöhe von 50 bis 60 Zentimetern und eine Rückenlänge von 60 bis 70 Zentimetern – Foto: © sir_j #177682035
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Gesundheitliche Aspekte des Huskys

Die Lebenserwartung des Huskys liegt bei 12 bis 15 Jahren. Huskys gelten als robust, ausdauernd und gesund. Sie sind jedoch nicht völlig frei von rassetypischen Erkrankungen.

Der Husky ist anfällig gegen Hüft- und Ellenbogengelenkdysplasie.

Eine seltene, stoffwechselbedingte Erkrankung der Skelettmuskulatur, die den Husky befallen kann, ist die Maligne Hyperthermie.

Weitere Erkrankungen, die beim Husky verstärkt auftreten können, sind die fortschreitende Rückenmarkserkrankung Degenerative Myelopathie sowie die Zink-reaktive Dermatose. Diese Hauterkrankung ist vermutlich in einer Aufnahme- und Verwertungsstörung des Spurenelements Zink begründet. Sie ist symptomatisch behandelbar.

Charakter des Huskys

Wer einen Husky ins Haus holen möchte, sollte über dessen Charaktereigenschaften Bescheid wissen. Der Husky gilt als menschenfreundlich, was seinen Ursprung im engen Zusammenleben mit den Inuit hat. Mit Kindern kommen Huskys zumeist gut aus. Sie sind jedoch neuen Menschen gegenüber nicht immer aufgeschlossen und können auch eigensinnig sein.

Als ausgeprägtes Rudeltier ist der Husky nicht gern allein. Er hat einen starken Bewegungsdrang und benötigt viel Aufmerksamkeit. Wenn der Husky nicht körperlich und geistig gefordert ist, sucht er sich schnell eine neue Aufgabe, die den Besitzer nicht immer erfreut.

Der Husky ist intelligent. Er hat ein sanftmütiges, freundliches Wesen. Wenn er voll ausgelastet und gut sozialisiert ist, wird er zu einem treuen Begleiter. Er hat einen ausgeprägten Jagdtrieb und ist als Wachhund kaum geeignet. Er ist kaum zu bremsen, wenn er eine Fährte aufnimmt.

Huskys bellen so gut wie nicht. Stattdessen heulen sie, ähnlich wie Wölfe. Dieses typische Jaulen kann richtig laut sein.

Als Familienhund ist ein Husky gut geeignet. Das Zusammenleben in der Familie kommt ihm aufgrund seiner Eigenschaft als Rudeltier zugute. Er ist auch Artgenossen gegenüber aufgeschlossen. Es ist daher von Vorteil, nicht nur einen, sondern mehrere Huskys zu halten, wenn es die Gegebenheiten erlauben.

Charakter des Huskys
Der Husky gilt als menschenfreundlich, was seinen Ursprung im engen Zusammenleben mit den Inuit hat – Foto: © spyrakot #487193481
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Vorteile des Huskys als Haustier

Als Haustier hat der Husky mehrere Vorteile. Wer sie nutzen möchte, muss ihn allerdings gut sozialisieren, ihm genügend Platz bieten und seinem Bewegungsdrang gerecht werden. Das sind die Vorteile auf einen Blick:

  • sabbert nicht
  • in der Regel kinderfreundlich
  • gut als Familienhund geeignet
  • kommt gut mit anderen Hunden aus

Für sportliche Menschen, die sich viel in der Natur bewegen und aktiv sind, ist der Husky hervorragend geeignet.

Nachteile des Huskys als Haustier

Der Husky hat als Haustier nicht nur Vorteile. Wer an die Anschaffung eines Huskys denkt, sollte sich mit den Nachteilen auseinandersetzen. Das sind die wichtigsten Nachteile:

  • nicht für Anfänger geeignet
  • heult viel
  • kommt oft nicht gut mit Katzen und anderen Kleintieren aus
  • nicht als Wachhund geeignet
  • haart mittelmäßig viel
  • benötigt viel Auslauf
Huskys benötigen viel Auslauf
Huskys benötigen viel Auslauf – Foto: © dizfoto1973 #1940707702
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Nicht als Anfängerhund geeignet

Wer noch keine Erfahrungen mit Hunden hat, sollte keinen Husky kaufen, da diese Hunderasse spezielle Bedürfnisse hat. Hundefreunde, die bereits über langjährige Erfahrungen verfügen und mit der Erziehung gut Bescheid wissen, können einen Husky hingegen schnell sozialisieren.

Neben einer artgerechten Haltung benötigt der Husky eine liebevolle, aber konsequente Erziehung.

Dabei ist sein ausgeprägter Jagdtrieb zu berücksichtigen. Damit der Hund beim Auslauf in der Natur zuverlässig gehorcht, muss das Abrufen trainiert werden. Der Husky muss die Grundkommandos erlernen.

Ist ein Husky gefährlich?

Ein Husky ist nicht aggressiv. Er sollte jedoch nicht lange alleingelassen werden. Es kommt darauf an, ihn gut auszulasten, da er sonst seinem Halter gegenüber ablehnend reagieren oder sogar resignieren kann.

Auch wenn der Husky als kinderfreundlich gilt, sollte er immer beaufsichtigt werden, wenn sich kleine Kinder in der Nähe befinden. So können Unfälle aufgrund der Verspieltheit und der Körpergröße vermieden werden. Aufgrund des Jagdtriebs des Huskys sollten auch größere Kinder bei einem Spaziergang nicht die alleinige Verantwortung für den Hund übernehmen.

Ein Husky ist nicht aggressiv
Ein Husky ist nicht aggressiv – Foto: © Krakenimages.com #833763643
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Ansprüche an die Pflege

Der Husky verliert zweimal im Jahr beim Fellwechsel besonders viele Haare. Während der Zeit des Fellwechsels sollte er täglich gebürstet werden. Außerhalb des Fellwechsels reicht es aus, ihn einmal wöchentlich zu bürsten. Aufgrund der dichten Unterwolle darf sich der Husky im Sommer nicht überhitzen. Im Winter kann er selbst bei klirrender Kälte im Freien herumtollen.

Der Husky ist ein aktiver Hund und hat einen hohen Energiebedarf.

Er benötigt zum Erhalt seiner Vitalität eine ausgewogene Ernährung. Die Ernährung wird auch von Alter, Größe und Gesundheitszustand bestimmt. Das Futter sollte über einen hohen Fleischanteil verfügen.

Bewegungsdrang des Huskys

Der Husky ist bewegungsfreudig. Wer einen Husky anschaffen möchte, sollte Zeit einplanen um mit ihm täglich zwei bis drei Stunden Aktivitäten zu unternehmen.

Menschen, die berufstätig sind und daher viele Stunden außer Haus verbringen, sollten besser keinen Husky kaufen. Der Husky eignet sich auch nicht für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Um dem Bewegungsdrang nachzukommen, sollte auch ein großer Garten vorhanden sein. Ein hoher Zaun um das Grundstück verhindert, dass der Hund allein auf Entdeckungstour geht.

Für den energiegeladenen Husky eignen sich Joggingrunden oder Agility-Training. Auch Radtouren und lange Geländeläufe sind hervorragend geeignet. Beim Zugsport benötigt der Hund ein passendes Zuggeschirr.

Im Sommer sollten Joggingrunden und anstrengender Sport vermieden werden, da sich der Husky sonst schnell überhitzen kann. Für den Sommer eignen sich größere Schwimmrunden. Urlaubsorte in warme Gegenden sind zu vermeiden. Auch zu Hause benötigt der Hund im Sommer regelmäßige Abkühlung. Gut geeignet ist ein Hundeplanschbecken.

Im Winter sind Schlittenausflüge mit dem Husky perfekte Aktivitäten. Allerdings müssen Schlittenrennen lange trainiert werden.

Bewegungsdrang des Huskys
Der Husky ist bewegungsfreudig – Foto: © Anya #239501184
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Richtige Auslastung für den Husky

Huskys können eng mit Menschen zusammenarbeiten und sollten neben genügend körperlicher Betätigung auch geistig gefordert werden. Ein Husky braucht Gesellschaft und ist daher auch für größere Familien der perfekte Gefährte. Er kann gut als Zweithund gehalten werden, da er mit anderen Hunden gut auskommt.

Der Husky möchte viel Bewegung und ist agil. Bei Unterforderung kann der Husky stürmisch reagieren. Verschiedene Denkspiele können ihn geistig fordern. Der Hund muss Kommandos erlernen, die von Zeit zu Zeit aufgefrischt werden sollten.

Als Denkspiel empfiehlt sich, Dinge zu verstecken und den Hund schnuppern zu lassen. Die Gegenstände sollten an unterschiedlichen Orten wie im Wald oder im freien Gelände versteckt werden. So wird gleichzeitig die Bewegung gefordert. Der Schwierigkeitsgrad kann dabei gesteigert werden. Wenn der Hund einen Gegenstand gefunden hat, wird er belohnt.

Training mit einem Husky-Welpen

Zumeist kommt der Husky bereits als Welpe ins Haus. Um ihn zu einem angenehmen und treuen Gefährten zu machen, kommt es bereits in dieser Zeit darauf an, ihn richtig zu erziehen.

Schon im Welpenalter können ihm die wichtigsten Kommandos liebevoll beigebracht werden.

So wie alle Hundewelpen zeigen sich auch Husky-Welpen von ihrer zerstörerischen Seite. Um zu vermeiden, dass sie Kinderspielzeug, Schuhe, Kleidung oder Möbel zerstören, benötigen sie das richtige Welpenspielzeug.

Ruhephasen und Schlaf dürfen nicht zu kurz kommen, auch wenn Huskys aktiv sind. Sinnvoll ist der Besuch einer Hundeschule. Dort treffen Husky-Besitzer auf andere Hundebesitzer, mit denen sie sich austauschen können. Auf einer Hundewiese kann der Husky mit anderen Hunden spielen. Das ist wichtig für die Sozialisierung.

Was kostet ein Husky?

Ein Husky sollte grundsätzlich nur von einem seriösen Züchter gekauft werden. Der Preis kann abhängig vom Züchter variieren und liegt für einen reinrassigen Welpen zwischen 1.200 und 1.800 Euro. Preiswerter in der Anschaffung ist ein Husky-Mischling. Zu den Anschaffungskosten kommen die Kosten für die Erstausstattung wie Hundebett, Hundeleine und Futternäpfe.

An regelmäßigen Kosten müssen Futterkosten, Tierarztkosten für Impfungen und Untersuchungen, Steuern und Haftpflichtversicherung berücksichtigt werden.