Bulgarien trat zum 1. Januar 2026 der Eurozone bei und brachte Euro-Münzen mit einem eigenen Design heraus. Für Urlauber aus Deutschland, die nach Bulgarien reisen, bedeutet das Reiseerleichterungen, da sie kein Geld umtauschen müssen. Die neuen Euro-Münzen können jedoch aufgrund der Verwechslungsgefahr mit dem bulgarischen Lew ein Problem darstellen.
Neue Euro-Münzen, die für Verwirrung sorgen können
Als 21. Land der EU schloss sich Bulgarien am 1. Januar 2026 dem Euro an. So wie alle anderen Mitgliedsländer der Eurozone durfte auch Bulgarien eigene Designs für die Rückseiten der Euro- und Cent-Münzen einreichen. Diese neuen Münzen gelangen ab Januar 2026 in den Zahlungsverkehr. Aufgrund der Reisemöglichkeiten können diese neuen Münzen auch nach Deutschland gelangen.
Es gibt immer noch sechs der insgesamt 27 EU-Mitgliedsländer, die ihre eigenen Währungen behalten haben:
- Polen mit dem Zloty
- Dänemark mit der Dänischen Krone
- Schweden mit der Schwedischen Krone
- Tschechien mit der Tschechischen Krone
- Ungarn mit dem Forint
- Rumänien mit dem Leu
Wer in Deutschland in den Besitz der neuen bulgarischen Euro-Münzen gelangt, sollte aufmerksam sein, da Verwechslungsgefahr mit den bisherigen bulgarischen Lew-Münzen besteht. Die neuen Euro-Münzen ähneln in ihrem Gewicht, ihrer Größe und dem Design den Lew-Münzen. Die Unterschiede sind nur gering. So kann es passieren, dass statt der neuen Euro-Münzen Lew-Münzen auch in Deutschland in Umlauf gebracht werden.

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Designs der bulgarischen Euro-Münzen
Bulgarien bringt Euro- und Cent-Münzen mit drei verschiedenen Motiven auf der Rückseite heraus:
- Alle Cent-Münzen (1 Cent, 2 Cent, 5 Cent, 20 Cent und 50 Cent) zeigen auf der Rückseite den Reiter von Madara, ein Felsrelief aus dem achten Jahrhundert, das zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Der Reiter tötet einen Löwen mit einem Speer.
- Die Ein-Euro-Münze zeigt auf ihrer Rückseite den wichtigsten Heiligen der bulgarisch-orthodoxen Kirche. Es handelt sich um Iwan Rilski, den Schutzpatron der Bulgaren, der in den Händen ein Kreuz und eine Schriftrolle hält.
- Auf der Rückseite der Zwei-Euro-Münze ist der Heilige Païssi von Hilandar abgebildet. Er war ein bulgarischer Mönch und der erste Geschichtsschreiber Bulgariens. Im Gründungsmythos der Nation gilt er als Schlüsselfigur.
Bei den neuen bulgarischen Euro-Scheinen gibt es keine Unterschiede zu den Euro-Scheinen anderer Länder der Eurozone.
Die Euro-Scheine haben in allen Euroländern einheitliche Motive. Auf der einen Seite ist die Karte Europas zu sehen. Die andere Seite zeigt Fenster oder Tore verschiedener architektonischer Stilrichtungen.

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Starter-Kit vor der Euro-Einführung
So wie damals in Deutschland vor der Einführung des Euro ist auch in Bulgarien ein Starterkit mit Euro-Münzen erhältlich. Es enthält 42 Münzen im Wert von 10,23 Euro und kann für 20 Lew erworben werden. Jede Person darf bis zu zwei solcher Sets kaufen. Erst ab der Einführung des Euro zum 1. Januar 2026 darf mit den Münzen aus dem Starter-Kit bezahlt werden.
Erleichterter Euro-Start in Bulgarien
Bulgarien erleichtert für seine Bürger und auch für Urlauber den Euro-Start.
Einheimische und Urlauber können im Januar 2026 noch parallel mit Euro und Lew bezahlen.
Ab 1. Februar 2026 darf nur noch mit dem Euro bezahlt werden.
Umtausch von Lewa nur noch in Bulgarien möglich
Wer in Deutschland noch im Besitz bulgarischer Lewa ist, kann sie ab 2026 nur noch in Bulgarien umtauschen. Ein Umtausch in Deutschland ist dann nicht mehr möglich.
Der bulgarische Lew ist schon lange fest an die europäische Gemeinschaftswährung gekoppelt. Der Euro-Einführung wird der Umstellungskurs, nach dem 1 Euro 1,95583 Lewa entspricht, zugrunde gelegt.
Bereits in den 1990er Jahren hatte die bulgarische Regierung die Landeswährung an die damals noch gültige D-Mark gebunden. Das Verhältnis der bulgarischen Landeswährung zum Euro betrug damals 1:1.








