Bremen ist hervorragend für ein verlängertes Wochenende oder eine kurze Reise geeignet und zu jeder Jahreszeit schön. Die Stadt liegt an der Weser und bietet maritimes Flair, denn die Hansestadt kann auf eine lange Seefahrt-Tradition zurückblicken.
Wer sich für Geschichte interessiert, kann verschiedene Museen besuchen. Bremen ist reich an Sehenswürdigkeiten und verfügt über ein reichhaltiges kulturelles Angebot.
Kurzer Blick in die Geschichte
Bremen wurde vor mehr als 1.200 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten Siedlungen an der Weser entstanden bereits zwischen dem 1. und 8. Jahrhundert nach Christus.
Karl der Große entsandte im Jahr 780 den angelsächsischen Missionar Willehad nach Bremen, der 787 Bischof wurde. Kaiser Konrad II. verlieh Bremen im Jahr 1035 das Recht zur Veranstaltung eines Marktes im Frühjahr und Herbst. Bis heute hat sich der Herbstmarkt erhalten, der als Freimarkt bekannt ist. Im Jahr 1260 trat Bremen der Hanse bei. Sein erstes Stadtrecht erhielt Bremen 1303. Die Pest forderte im Jahr 1350 in Bremen knapp 7.000 Todesopfer. Bremen verlor ungefähr ein Drittel seiner Einwohner.
Ein Wahrzeichen von Bremen ist der steinerne Bremer Roland vor dem Rathaus, ein Symbol für die Stadtfreiheit.
Er wurde 1404 an der Stelle des im Jahr 1366 verbrannten steinernen Rolands errichtet. Der Bau des gotischen Rathauses begann 1405. Das Rathaus und der Roland wurden 2004 in die Liste des Welterbes der UNESCO aufgenommen. Die wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit Bremens zeigte sich um 1600. Seit 1806 nennt sich Bremen Freie Hansestadt.
Wer noch tiefer in die Geschichte von Bremen eintauchen möchte, kann verschiedene Museen besuchen, darunter das Hafenmuseum Speicher XI, das Übersee-Museum oder die Museen Böttcherstraße.

Verschiedene Möglichkeiten, Bremen zu entdecken
Wer Bremen entdecken und viel über die Hansestadt erfahren möchte, kann an einer Stadtführung oder Stadtrundfahrt teilnehmen. Stadtführungen werden zu verschiedenen Themen und für unterschiedliche Zielgruppen angeboten, darunter auch für Kinder und als Nachtwächterführung. Bremen kann auch vom Wasser aus bei einer Hafenrundfahrt erkundet werden. Besucher können dabei einen guten Überblick über Sehenswürdigkeiten und kulturelle Angebote erhalten, um dann die Stadt auf eigene Faust zu entdecken.
Es ist sinnvoll, länger in Bremen zu bleiben, um möglichst viel zu sehen und zu erleben. Es gibt zahlreiche Hotels Bremen, darunter Designhotels sowie Hotels mit angenehmer Atmosphäre und funktionalen Details.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Bremen
Wahrzeichen von Bremen ist das Rathaus mit dem Roland, das sich am Marktplatz befindet und bei einer Führung erkundet werden kann. Es hat eine imposante Fassade im Stil der Weserrenaissance mit zahlreichen Figuren, zu denen der heilige Petrus und die sieben Kurfürsten gehören. Nicht zu vergessen ist die weltweit größte Sammlung an deutschen Weinen, die sich im Ratskeller befindet.
In der oberen Rathaushalle sind zahlreiche Schiffsminiaturen ausgestellt.
Der Roland vor dem Rathaus ist insgesamt mehr als zehn Meter hoch. Die eigentliche Roland-Statue ist 5,5 Meter hoch. Es ist der einzige Roland, der Teil des Welterbes der UNESCO ist.
An der Westseite des Rathauses befindet sich die von Gerhard Marcks geschaffene Statue der Bremer Stadtmusikanten. Historisches Vorbild für die Stadtmusikanten Esel, Hund, Katze und Hahn ist das Märchen der Gebrüder Grimm. Die Hufe des Esels sind bereits blank, denn es soll Glück bringen, sie zu berühren.
Maritimes Flair an der Schlachte
Maritimes Flair können Besucher an der Schlachte erleben, die ursprünglich ein Hafen war und heute das gastronomische Herz Bremens ist. In den 1980er Jahren wurde die Schlachte zur Fußgängerzone umfunktioniert und teilweise neu bebaut. Sie ist eine moderne Promenade mit historischem Flair.
An der Schlachte liegen zahlreiche Schiffe. Im Sommer gibt es dort fast jeden Samstag Live-Musik. Trödel wird dort das ganze Jahr an jedem Samstag gehandelt. Im Dezember findet an der Schlachte der maritime Weihnachtsmarkt mit Spielleuten, Gauklern, Shantychor und historischem Handwerk statt.

Schnoor als liebevoll restauriertes Stadtviertel
Das malerische Altstadtviertel Schnoor ist das historische Herz von Bremen. Der Name „Schnoor“ leitet sich vom niederdeutschen Wort „Schnur“ ab. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich Geschäfte und kleine bunte Häuser aneinander. Es gibt dort verschiedene Souvenirläden und Geschäfte mit lokalen Spezialitäten.
Das Altstadtviertel Schnoor ist autofrei. Die Straßen sind teilweise so eng, dass sie kaum mit Autos befahren werden können. Einige der kleinen bunten Häuser stammen bereits aus dem 15. Jahrhundert.
Böttcherstraße als heimliche Hauptstraße
Die Böttcherstraße befindet sich in der Altstadt und gilt als heimliche Hauptstraße. Bereits im Mittelalter war sie eine wichtige Verbindung zwischen Weser und Marktplatz.
Nach dem Ersten Weltkrieg ließ der Kaffeehersteller und Mäzen Ludwig Roselius die meisten Häuser im Stil des Expressionismus errichten.
Zu den bekanntesten Häusern in der Böttcherstraße gehören das Paula-Modersohn-Becker-Haus, das Robinson-Crusoe-Haus, das Haus Atlantis, das Haus des Glockenspiels mit 30 Porzellanglocken, das Haus der Sieben Faulen und das Roselius-Haus.
Dom St. Petri am Marktplatz
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Bremen gehört der Dom St. Petri am Marktplatz. Er verfügt über zwei Türme, die jeweils ungefähr 90 Meter hoch sind. Der Dom wurde bereits im 11. Jahrhundert erbaut und im 13. und 14. Jahrhundert zur gotischen Kirche umgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom teilweise zerstört, doch bis 1950 konnte er wiedererrichtet werden.
Die Glocken und die Orgel des Doms erklingen täglich um 12:00 Uhr. Im Bleikeller des Doms befinden sich Mumien.

Kunstwerke aus 600 Jahren in der Kunsthalle
Die Kunsthalle Bremen hat sich international einen Namen gemacht und ist das einzige Museum in Deutschland, das sich in privater Hand befindet. Der historische Bau wurde im Jahr 2011 modernisiert und erweitert.
Die Kunsthalle beherbergt Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Kupferstiche und Zeichnungen aus mehr als sechs Jahrhunderten, darunter werke von Monet, Manet, Cézanne, Beckmann, Corinth und Liebermann.
Für Kinder und Familien gibt es verschiedene Angebote in der Kunsthalle, darunter Malkurse, Theateraufführungen und einen Familientag.
Kultur in Bremen
Das gesamte Jahr über finden in Bremen verschiedene Kulturveranstaltungen statt. Es gibt verschiedene größere und kleinere Theater. Die größte Spielstätte ist das Theater am Goetheplatz, das Platz für 800 Besucher bietet. Dort werden Opern, Dramen und Komödien aufgeführt. Wer gerne Shakespeare-Inszenierungen sieht, sollte die Bremer Shakespeare Company besuchen. Theater zum Anfassen bietet das Theater am Deich mit 99 Plätzen.
Im Sommer finden verschiedene Musik- und Kulturfestivals statt. Eines dieser Festivals ist das Deichbrand-Festival mit Reggae und Rock. Hanse Song ist ein Musikfestival, das in sieben Spielstätten aufgeführt wird. Darüber hinaus werden verschiedene Konzerte aufgeführt.








