Verschiedene empfindliche Pflanzen können im Winter im Beet bleiben, doch benötigen sie einen zusätzlichen Schutz, um keine Frostschäden zu erleiden. Als Pflanzenschutz eignen sich Laub, Mulch, Reisig oder Vlies. Mit dem geeigneten Winterschutz kommen die Pflanzen gut in die kommende Gartensaison. Was sich am besten als Winterschutz eignet, hängt von der Art der Pflanzen ab.
Ab wann sollten die Pflanzen geschützt werden?
Bereits vor den ersten Nachtfrösten sollten empfindliche Pflanzen ihren Winterschutz erhalten.
Im März, wenn die Temperatur dauerhaft höher als 10 Grad Celsius ist, kann der Winterschutz entfernt werden.
In kälteren Lagen ist es mitunter sinnvoll, den Winterschutz erst im Mai nach den Eisheiligen zu entfernen.

Laub und Mulch als natürlicher Winterschutz
Laub und Much sind natürliche Materialien und eignen sich für den Schutz des Wurzelbereichs von Stauden und Gehölzen. Auch verschiedene Blumenzwiebeln, die nicht aus dem Beet genommen werden müssen, können mit Laub oder Vlies geschützt werden. Laub eignet sich auch für Steingartenpflanzen, wenn es zusätzlich mit Reisig beschwert wird. Flache Ziergräser können ebenfalls mit Laub geschützt werden. Ein Rückschnitt der Ziergräser ist erst im Frühjahr zu empfehlen.
Laub schützt nicht nur die Pflanzen, da es isoliert, sondern es hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt vor dem Austrocknen. Walnuss- und Eichenlaub sind reich an Gerbsäure und sollten nur in geringen Mengen verwendet werden. Sie können mit anderem Laub vermischt werden. Um die Umwelt zu schonen, empfiehlt der BUND, Laub mit dem Rechen abzuharken und nicht mit dem Laubbläser oder Laubsauger zu sammeln.
Mulch ist als Rindenmulch, aber auch aus Kakaoschalen oder Kokoschips erhältlich. Es hält die Wärme im Boden und bildet eine lockere Schicht. Auch Stroh kann zum Mulchen verwendet werden.
Sommergrüne Zwergsträucher können mit Mulch geschützt werden.
Zusätzlich ist Tannenreisig geeignet, um die Sträucher zu schattieren. Immergrüne Gehölze wie Mittelmeer-Schneeball und Kamelien sind nicht zuverlässig winterhart. Mit einer ungefähr 30 Zentimeter dicken Mulchschicht wird der Wurzelbereich geschützt.
Mulch und Laub können mit Reisig kombiniert werden, um nicht weggeweht zu werden. Das Reisig bietet zusätzlichen Schutz. Für Rosen eignen sich Rindenmulch und Tannenreisig. Laub ist für Rosen nicht geeignet, da es die Ansiedlung von Schädlingen und Krankheiten fördern kann. Die Veredlungsstelle an der Triebbasis muss vor Frosteinwirkung geschützt werden. Sie sollte jedoch nicht mit Erde in Berührung kommen, da sie sonst vernässen oder schimmeln kann.

Vlies als Alleskönner
Vlies ist ein Alleskönner, wenn es darum geht, Pflanzen vor Kälte zu schützen. Es eignet sich für Rosen, Sträucher und Kübelpflanzen. Ein entscheidender Vorteil besteht darin, dass es Licht und Luft hindurchlässt. Vlies verhindert auch das Austrocknen und schützt vor Windstress.
Vlies kann zum Schutz der gesamten Pflanze genutzt werden und eignet sich nicht nur für den Wurzelbereich. Vlies ist als Haube in verschiedenen Größen, aber auch als Plane erhältlich. Es kann über die Pflanze gestülpt und festgebunden werden.
Für Hochstammrosen ist Vlies der perfekte Schutz.
Bei Hochstammrosen befindet sich die Veredlungsstelle unterhalb der Krone. Das Vlies wird daher um die Krone gebunden und am Stamm befestigt. Bei allen Rosen können die Triebe zusätzlich mit Tannenreisig schattiert werden.
Um Schimmelbildung durch angestautes Wasser zu verhindern, sollte Vlies erst zu Beginn der Frostperiode angebracht werden.
Weitere Möglichkeiten für den Winterschutz
Folien und Kokosmatten bieten Schutz für empfindliche Pflanzen, darunter auch für Kübelpflanzen. Bei Kübelpflanzen und Balkonpflanzen ist es mitunter sinnvoll, den Topf oder Kübel mit Jute zu umwickeln. Gut geeignet sind auch Thermohauben. In jedem Fall kommt es darauf an, dass eine gute Luftzirkulation gewährleistet ist.
Zusätzlichen Schutz erhalten Kübelpflanzen, wenn sie im Winter auf dicke Styroporplatten gestellt werden. Sie frieren dann von unten nicht ein.








