Magdeburg ist die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und liegt an der Elbe. Die Stadt wurde im Jahr 805 erstmals urkundlich erwähnt und in ihrer Geschichte mehrfach zerstört. Da Magdeburg immer wieder neu aufgebaut wurde, ist es durch eine vielfältige Architektur geprägt. Bauten aus der Romanik und Gotik sind ebenso vertreten wie moderne und nachhaltige Architektur.
Magdeburg und seine Architektur entdecken
Magdeburg ist ein schönes Ziel für einen Tagesausflug oder ein verlängertes Wochenende, aber auch für eine längere Reise. Es gibt verschiedene Hotels Magdeburg, die lokale Spezialitäten bieten und zum Teil in der Nähe der Sehenswürdigkeiten liegen.
Wer sich einen Überblick über Magdeburg und dessen Sehenswürdigkeiten verschaffen möchte, kann an einer Stadtrundfahrt oder einer Stadtführung teilnehmen.

Architektur aus verschiedenen Epochen in Magdeburg
Magdeburg begeistert mit Architektur aus verschiedenen Epochen. Die ältesten Gebäude stammen aus der Zeit der Romanik. Magdeburg ist der Mittelpunkt der Straße der Romanik. Das Haus der Romanik ist ein altes Amtshaus aus dem 13. Jahrhundert und das Infozentrum zu dieser Straße. Weitere Bauten aus der Romanik sind der Ottonische Kaiserdom und das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen. Das Kloster hat eine bewegte Geschichte und dient heute der künstlerischen Schöpfung.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Gotik in Magdeburg. Der im gotischen Stil erbaute Dom St. Mauritius und Katharina gehört zu den größten Kirchenbauten in Deutschland und ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit in Magdeburg. Der Dom ist die erste im gotischen Stil konzipierte Kathedrale auf deutschem Boden. Er hat seine Ursprünge im Jahr 937 und wurde im Jahr 1207 stark zerstört. Seine 101 Meter hohen Westtürme wurden im Jahr 1520 fertiggestellt.
Der Dom beherbergt internationale Ausstellungsstücke aus fast allen Epochen.
Magdeburg wurde im Jahr 1631 nahezu vollständig zerstört. Später wurde es als preußische Festungsstadt wiederaufgebaut. Spuren der Festungen sind an verschiedenen Orten in Magdeburg zu finden. Die ersten Festungsanlagen stammen aus dem 13. Jahrhundert. Wichtige Festungsanlagen sind die Bastion Cleve, die Festung Mark und der historische Fürstenwall als alte Stadtbefestigung.

Neuere Architektur in Magdeburg
Magdeburg verfügt auch über bedeutende neuere Bauwerke. Verschiedene Bauten stammen aus der Gründerzeit, der Zeit nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871. Einige Gebäude in der Hegelstraße und am Hasselbachplatz zeugen davon, wie Magdeburg vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aussah. Typisch für die Gründerzeit sind die reichen Fassadenverzierungen und die Blockbebauung. Aus der Gründerzeit stammt das Palais am Fürstenwall, der Amtssitz des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt.
In den 1920er Jahren war Magdeburg eine Reformstadt des Modernen Bauens. Verschiedene Gebäude wurden im Bauhausstil errichtet, darunter die unter dem damaligen Oberbürgermeister Hermann Beims entstandene Beims-Siedlung und das Stadthallenareal. Die Zeit der Magdeburger Moderne erstreckte sich bis ins Jahr 1933. Wichtige Gebäude aus der Zeit der Magdeburger Moderne sind der Albinmüller-Turm, die Stadthalle, das Dommuseum Ottonianum, das Bogenhaus und die Siedlung Heimat. Zum Thema Magdeburger Moderne finden Führungen statt.
An der Ernst-Reuter-Allee in Magdeburg ist der Zuckerbäckerstil präsent.
Die monotonen Plattenbauten, die in der früheren DDR schnell und kostengünstig errichtet wurden, verschwinden zunehmend aus dem Stadtbild.
Ganz neu und nachhaltig ist die experimentelle Fabrik, die eine Fassade aus gestreiftem Aluminiumblech in den Farben Orange, Pink und Silbergrau hat. Unter dieser Fassade befinden sich unterschiedlich große Glasflächen. Das zweigeschossige Foyer verfügt über eine offene Treppenanlage. Die experimentelle Fabrik wurde 1986 als Forschungs- und Transferzentrum auf dem Gelände der Universität gegründet.
Hundertwasser in Magdeburg
Die Grüne Zitadelle ist unübersehbar und das letzte nach den klassischen Regeln des Architekten Friedensreich Hundertwasser errichtete Gebäude. Noch kurz vor seinem Tod im Jahr 2000 hatte Hundertwasser am Entwurf gearbeitet. Die Grüne Zitadelle wurde posthum nach dem Entwurf von Hundertwasser errichtet und am 3. Oktober 2005 feierlich eingeweiht.
Der exzentrische Architekt wollte eine Oase der Menschlichkeit und für die Natur schaffen, doch polarisierte er bereits vor Baubeginn mit seinen Ideen. Die Bauarbeiten begannen erst Mitte 2004. Hundertwasser wollte Diskussionen anstoßen, da er sich wünschte, dass sich der Mensch mit seiner Umwelt beschäftigt.
Die Grüne Zitadelle ist ein Wohn- und Geschäftshaus mit 55 Mietwohnungen, aber auch vielen Läden, Restaurants, Cafés und einem kleinen Hotel. Das Gebäude ist durch wellenförmige Böden, Blumenwiesen auf den Dächern und Türmen mit goldenen Kugeln geprägt.








