Die meisten Menschen überschreiten die empfohlene Tagesmenge an Salz. Zum Essen gehört Salz jedoch dazu, da es zum Geschmack beiträgt. Genau genommen ist es kein Gewürz, sondern ein Mineral. Salz wirkt auch konservierend.
Da es verschiedene Salzarten gibt, drängt sich die Frage auf, welches Salz für die Gesundheit am besten ist.
Inhaltsverzeichnis
Warum ist Salz wichtig für die Gesundheit?
Salz ist ein Mineral, das hauptsächlich aus Natriumchlorid (NaCl) besteht. Es ist daher die wichtigste Quelle für die Elektrolyte Natrium und Chlorid. Diese Elektrolyte sind für den menschlichen Körper wichtig, da sie zusammen mit anderen Mineralien den Wasserhaushalt und den Blutdruck regulieren.
Natrium ist wichtig für die Funktion der Muskeln. Es trägt auch dazu bei, Reize in den Nervenfasern weiterzuleiten. Chlorid ist in der Magensäure enthalten, die wichtig für die Verdauung ist und auch zur Krankheitsabwehr beiträgt.
Auch wenn die meisten Menschen zu viel Salz zu sich nehmen, ist ein völliger Verzicht auf dieses Mineral schädlich für die Gesundheit.
Die Folgen wären Müdigkeit, Kreislaufprobleme und eine zu geringe Natriumkonzentration im Blut, die schlimmstenfalls sogar tödlich wirken kann.
Wird jedoch zu viel Salz aufgenommen, kann sich das mit Bluthochdruck, erhöhtem Druck in den Gefäßen durch verstärkten Durst und einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bemerkbar machen.

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Tagesbedarf an Salz
Die Verbraucherzentrale schätzt die Mindestmenge an Salz für einen erwachsenen Menschen pro Tag mit 1,4 Gramm ein. Dazu müsste kein zusätzliches Salz aufgenommen werden, da Salz natürlich in Trinkwasser, tierischen Lebensmitteln, Obst und Gemüse vorkommt.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schätzt jedoch den durchschnittlichen täglichen Salzkonsum eines erwachsenen Menschen auf 10 bis 15 Gramm. Die DGE empfiehlt eine maximale tägliche Menge von 6 Gramm Salz. Das entspricht ungefähr einem gestrichenen Teelöffel. Ungefähr 70 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer überschreiten diese Menge damit deutlich.
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt die empfohlene Menge Salz pro Tag für einen erwachsenen Menschen sogar nur bei 5 Gramm.

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Verschiedene Arten von Salz
Es gibt verschiedene Arten von Salz, die sich in ihrem Ursprung und ihrer Herstellung unterscheiden. Häufig wird Salz in Salinen gewonnen. Um Siedesalz zu gewinnen, wird in einer Siedesaline Sole verdampft. Meersalz wird in Meerwassersalinen durch die Verdunstung von Meerwasser gewonnen.
Nach ihrem Ursprung werden die folgenden Arten von Salz unterschieden:
- Der Ausgangsstoff für Siedesalz lagert unterirdisch. Das Salz wird durch Wasser aus dem Gestein gelöst. Die Sole ist kochsalzreiches Mineralwasser, das gekocht wird, damit das Wasser verdampft. Die Sole kann aus natürlichen unterirdischen Salzvorkommen stammen oder durch das Einbringen von Süßwasser in Salzstöcke künstlich hergestellt werden.
- Steinsalz wird in unterirdischen Stollen in Salzbergwerken abgebaut und direkt zerkleinert. Für die weitere Herstellung wird es gesiebt und aufbereitet. Steinsalz ist durch die Verdunstung von sogenannten Urmeeren entstanden. Mit ungefähr 70 Prozent macht Steinsalz den größten Anteil der weltweiten Salzproduktion aus.
- Meersalz wird aus Meerwasser gewonnen, das einen Salzgehalt von ungefähr 3,5 Prozent hat. Das Meerwasser wird in künstlich angelegten Becken durch Sonne, Wärme und Wind eingetrocknet. Neben Natriumchlorid enthält Meersalz noch verschiedene andere Mineralien. Die Zusammensetzung unterscheidet sich je nach dem verwendeten Meerwasser. Jod ist in Meersalz nicht enthalten.
Kochsalz mit Anreicherungen
Jodsalz ist keine eigenständige Salzsorte, sondern mit Jod angereichertes Kochsalz. Die enthaltene Menge an Jod ist gesetzlich festgelegt, damit eine gute Jodversorgung der Bevölkerung gewährleistet ist.
Jodsalz kann zusätzlich mit Fluorid, dem Salz der Fluorwasserstoffsäure, angereichert werden.
Fluorid dient der Kariesprävention und ist wichtig für die Knochen. Seit 1992 wird in Deutschland fluoridiertes Salz angeboten.
Kochsalz kann auch mit Folsäure angereichert sein. Dabei handelt es sich um ein Vitamin des B-Komplexes, das an vielen Wachstums- und Entwicklungsprozessen beteiligt ist. Mit Folsäure angereichertes Salz ist an seiner gelblichen Färbung erkennbar.
Auch Selen ist an verschiedenen Vorgängen im menschlichen Organismus beteiligt und kann dem Kochsalz zugesetzt werden. Selen ist unter anderem wichtig für das Immunsystem, für den Zellschutz und für die Bildung von Schilddrüsenhormonen. Bei gesunden Menschen in Deutschland ist ein Selenmangel jedoch selten.

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Bedeutung von Jod für den menschlichen Körper
In Deutschland ist Jod ein kritischer Nährstoff. Für einen erwachsenen Menschen liegt die empfohlene Menge an Jod bei 150 Mikrogramm am Tag. Ungefähr 32 Prozent der Erwachsenen und 44 Prozent der Kinder in Deutschland sind mit Jod unterversorgt, da sie den empfohlenen Tagesbedarf unterschreiten.
Der menschliche Körper kann Jod nicht selbst bilden.
Jod ist ein Spurenelement und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Es ist wichtig für die Schilddrüsenfunktion, die Knochenbildung, die neuronale Entwicklung und an allen Stoffwechselprozessen beteiligt.
Jod ist in Algen, Meeresfrüchten und Fisch enthalten, doch ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Jod über die Nahrung nicht so einfach. Der Gehalt an Jod in pflanzlichen Nahrungsmitteln ist außerordentlich gering, da in Deutschland die Böden jodarm sind. In Eiern, Milch und Milchprodukten kann Jod enthalten sein, doch kommt es auf die entsprechende Fütterung der Tiere an. Ein wichtiger Jodlieferant ist mit Jod angereichertes Speisesalz.
Ist Jodsalz oder Meersalz besser?
Bei der Wahl des Salzes kommt es auf den Geschmack und den Wert für die Gesundheit, aber auch auf mögliche Zusatzstoffe und den Preis an. Meersalz wird auf schonende Weise gewonnen und ist natürlich.
Allerdings enthält ein Gramm Meersalz nur ungefähr 0,7 Mikrogramm Jod. In einem Gramm unjodiertem Speisesalz sind nur 0,2 Mikrogramm Jod enthalten. Ein Gramm jodiertes Speisesalz enthält 15 bis 25 Mikrogramm Jod.
Die DGE empfiehlt Speisesalz, das mit Jod und Fluorid angereichert ist. Jodsalz ist daher gesünder als Meersalz. Wer auf Meersalz nicht verzichten möchte, sollte jodiertes Meersalz kaufen.








