Woran erkennt man die perfekte Motorradjacke für die eigenen Ansprüche?

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Die Motorradjacke soll ihren Träger beim Motorrad fahren schützen. Doch nicht jeder kennt sich mit Motorradjacken gerade gut aus. Aber dies ist überlebenswichtig, denn bei einem Unfall sind Sie der Verkehrsteilnehmer mit dem wenigsten Schutz. Und dementsprechend sind auch die Todeszahlen hoch.

Aus diesem Grund möchten wir folgende Fragen klären: Worauf ist beim Kauf zu achten? Welches Modell besteht im Motorradjacken Test? und wo gibt es gute Anlaufstellen für günstige Angebote? All diese Fragen, möchten wir im laufe unserer Seite Ihnen verständlich erklären. Denn es geht um Ihren Schutz! Und da sollte man keine Abstriche machen.

Motorradjacken kaufen – so geht’s

Unsere Kaufberatung auf Produktkauf.de schaut in erster Linie auf sicherheitsrelevante Aspekte und stellt diese über etwaige Designer Modelle. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl an Motorradjacken, die neben ihrer Schutzfunktion auch optisch voll im Trend liegen. Wenn Sie besonderen Wert auf den ganz besonderen Schutz beim Motorradfahren legen, schauen Sie auch einmal hier, bei unserem Ratgeber zu Motorrad-Airbag-Westen vorbei vorbei.

Motorradjacken Test: Motorradfahren war, ist und bleibt gefährlich

Wir erzählen nichts neues, wenn wir auf die latent vorhandenen Gefahren für Motorradfahrer hinweisen. Es gibt selbst verschuldete Gründe und eine ganze Reihe Faktoren auf die der Motorradfahrer keinen Einfluss hat. Wohl dem, der sich im Vorfeld um gute Schutzkleidung gekümmert hat.

Motorradjacken kaufen: Das Wichtigste zuerst

  • Eine Motorradjacke soll Ihnen bei einem Unfall ein gewisses Maß an Sicherheit und Schutz bieten. Denn bei einem Unfall sind Sie auf dem Motorrad, die Person welche am wenigsten Schutz durch das Fahrzeug besitzt. Eine besondere Rolle bei den Motorradjacken spielt das Material, denn dieses muss abriebfest sein – am besten sind Cordura oder echtes Leder.  Einfaches Polyester reißt hingegen schnell. Und bietet im Falle eines Unfalles keinen guten Schutz wenn sie auf der Straße rutschen.
  • Fast jede Motorradjacke wird mit austauschbaren Protektoren verkauft. Achten Sie bei diesen auf das CE-Kennzeichen EN1621-1. Da es meist nur einfache Protektoren sind, empfehlen wir diese möglichst gegen hochwertige Modelle zu ersetzen. Am Geld sollte man an dieser Stelle nicht sparen, denn es geht um Ihre Sicherheit und Ihren Schutz. Besonders müssen sie dies bei den Rückenprotektoren beachten, denn hier werden oftmals nur Schaumpolster eingesetzt, die aber kaum Schutz bieten.
  • Eine gute Motorradjacke lässt auch bei hohen Geschwindigkeiten keinen Wind durch oder bläht auf. Auch sollte sie Regen bei der Fahrt mit dem Motorrad zuverlässig abhalten. Gleichzeitig darf man aber auch weder im Sommer noch im Winter zu sehr ins Schwitzen geraten. Denn das ist nicht gerade angenehm und hindert vielleicht sogar am fahren. Daher muss ein Motorradjacken-Vergleichssieger atmungsaktiv sein. Zudem ist ein herausnehmbares Innenfutter hilfreich.

Motorradjacken Test: Motorradjacke soll schützen!

Eine Motorradjacke ist nicht nur ein Modisches Statement. Sonder sie erfüllt – genau wie andere Motorradbekleidung, wie der Motorradanzug – in erster Linie eine Schutzfunktion. Dabei geht es hauptsächlich um den Schutz und nicht um das Aussehen, wobei dies auch eine Rolle spielt.

Gesetzlich gesehen, ist das Tragen von Motorradzubehör wie Motorradjacke, Nierengurt, Handschuhen und Co., keine Pflicht. Dennoch ist das Tragen zu empfehlen, denn sonst ist die Überlebenschance bei einem Unfall sehr gering. Bei einigen Versicherungen ist dies dann aber mitunter ganz anders. Dort kann es mitunter sein, das dies Pflicht ist. Dort sind nicht nur Motorradhelme vorgeschrieben, sondern auch Stiefel und Bikerjacken. Aus diesem Grund haben wir uns im Motorradjacken Test 2015 & 20162  Modelle für Herren und auch Damen – da dieses immer öfters auch mitfahren oder selber fahren – genau angeschaut.

Wir möchten Ihnen auf dieser Seite verraten, auf was es wirklich bei Motorradjacken ankommt, was der Unterschied zwischen den einzelnen Materialien – wie Leder oder Textil – ist, welche Produkte als Winterjacke sich eignen, welche Größe Ihnen wirklich passt und worauf sie beim Motorrad-Sport oder bei einer gemütlichen Tour beachten müssen.

Motorradjacken kaufen: Was ist das Besondere an Motorradjacken?

Eine Motorradjacke, wie Sie in unseren Motorradjacken Tests von 2015 und 20162  sehen können, unterscheidet sich in vielen Dingen von den ,,normalen“ Jacken. Die Außenmaterialien sollten besonders reißfest sein, denn wenn sie auf die Straße aufkommen, muss die Motorradjacke standhalten. Typisch sind hierbei Motorradjacken aus Leder sowie aus Cordura, diese zeichnen sich durch ihre besondere Haltbarkeit und die damit verbundene Sicherheit aus. Dies kann enorm viel zu Ihrer Sicherheit beitragen, wenn sie fallen sollten.

Hinzu kommen sogenannte Protektoren. Dabei handelt sich um eine Art Panzerung, ähnlich wie ein Helm für den Rest des Körpers. Bildhaft gesprochen sind Protektoren eine Rüstung, welche in einem Kleidungsstück versteckt sind. Protektoren bestehen aus einer harten Schale, z.B. aus Kevlar, und einem weichen Schaumpolster.  In unserem Vergleich der Motorradjacken befinden sich die Protektoren vor allem an den Schultern und Ellbogen bzw. Unterarmen.

Besonders wichtig sind aber auch die Rückenprotektoren, die in der Regel aber extra gekauft werden müssen. Bei den Protektoren – wie aber auch eigentlich bei den Motorradjacken – sollte man deswegen aber auch nicht am Geld sparen. Bei einem Sturz sollen die Protektoren dann wie ein Panzer verhindern, dass der Körper direkt mit dem Straßenbelag in Berührung kommt. Durch diese Dämpfung trägt der Fahrer weniger Verletzung von sich.

Tipp: Motorradjacke nach Unfall auf jeden Fall nach Schäden untersuchen und gegeben falls ersetzen.

Da Motorradbekleidung vorwiegend schützen soll, haben die Motorradjacken für Herren und Damen auch Nachteile. Denn nicht alle Materialien sind atmungsaktiv. Zwar haben fast alle Modelle in dem Test von vergleich.org ein herausnehmbares Innenfutter, dennoch wird es in diesen Jacken – vorzugsweise im Sommer – gerne mal sehr heiß. Doch nicht nur im Sommer gerät man mal ins schwitzen, sondern auch im Winter unter der warmen Winterjacke. Aus diesem Grund ist es wichtig, das die Jacken atmungsaktiv sind. Dies können sie in unserer Vergleichstabelle nachschauen.

Ein Zeichen für eine hochwertige Motorradjacke ist: dass sie Atmungsaktiv SOWIE gleichzeitig Wasserdicht ist. Denn niemand fährt gerne nass Motorrad. Imprägnieren hilft, jedoch sollte das Material in der Lage sein, Nässe optimal abzuhalten. Wind darf einer Motorradjacke ebenfalls nichts anhaben. Sonst bläht sich diese zu sehr auf und das fahren wir unangenehm und das Risiko für einen Verkehrsunfall nimmt zu. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten mit dem Motorrad auf der Landstraße oder der Autobahn, wäre es fatal, wenn sich z.B Ihre Motorrad-Lederjacke aufblähen würde. Diese würde sie ausbremsen und schlimmstenfalls einen Unfall verursachen.

Welche Arten von Motorradjacken gibt es?

Eine Motorradjacke muss Atmungsaktiv, jedoch wasserabweisend und ,,Windsicher“ sein. Sonst sind sie einem erhöhten Risiko für einen Verkehrsunfall ausgesetzt.

Daher muss die Jacke eng am Körper anliegen. Das ist auch einer der Gründe, warum es spezielle Bikerjacken für Herren und für Frauen gibt. Diese unterscheiden sich nicht nur im Schnitt sondern auch in der Größe. Die Ärmel sind bei Herrenjacken z.B. in der Regel länger und weiter.

Die Lederjacke – Ein Kultobjekt

Lederjacken haben unter Motorradfans auf jeden Fall einen Kultcharakter. Für jeden Harleyfahrer ist eine Lederjacke ein Must-Have. Zudem ist sie genau das richtige für Chopper-Fahrer, denen es mehr um das Genießen der Fahrt als um den Geschwindigkeitsrausch geht. Aber Lederjacken sind nicht nur wegen der coolen Optik beliebt, sondern weil sie sehr haltbar und robust sind.

Leder als Naturmaterial ist zäh und gleichzeitig geschmeidig, weitestgehend wasserdicht und gleichzeitig atmungsaktiv. All dies sind Eigenschaften, die auch eine gute Motorradjacke auszeichnen. Allerdings hat Leder auch ein Nachteil, man muss es pflegen. Sonst sieht die teure Lederjacke schnell nicht mehr so schön aus. Das Leder Reinigen sollte man in der Regel einem Fachmann überlassen. Tipp: Waschen Sie nie Ledermotorradjacken!

Die Textiljacke – Der Moderne Konkurrent

Aufgrund des Modernen Looks und das man alles aus diesem Material machen kann, sind Jacken aus verschiedenen Textilien heute ebenfalls sehr beliebt. Meist handelt es sich dabei um Funktionsmaterialien. Es gibt verschiedene Kategorien. Zum einen die Softshelljacken, die meist aus mehreren beschichteten Membranen und unterschiedlichen Materialien bestehen. Dadurch ist diese Jackenart sehr flexibel und wo nötig abriebfest. Außerdem ist sie Atmungsaktiv an den Stellen, wo es zu einer hohen Schweißabsonderung kommen kann.

Am häufigsten kommt beim Außenmaterial die extrem stabile Faser Cordura zum Einsatz. Im Gegensatz zu Polyster ist dieses Material deutlich reißfester, sodass die Jacke bei einem Unfall weniger durchgescheuert und abgerieben wird. Und somit kommen sie nicht direkt mit der Straße in Kontakt. Das bedeutet sie können dadurch schwerere Verletzungen der Haut vermeiden.

Fast alle Jacken aus Textil können sie Zuhause waschen und anschließend imprägnieren, um die Wasserdichte zu garantieren. Hierfür müssen sie aber die vorhandenen Protektoren, sowie das Innenfutter entnehmen. Da man dieses nicht mit waschen darf.

Gegenüber den Jacken aus Leder sind Textiljacken weniger aufwändig in der Pflege, aber in den meisten Fällen auch nicht so robust. Wichtig ist hierbei, dass Sie bei den Produkten aus dem Motorradjacken-Test2 in Ihre Sicherheit investieren. Das Motto ,,Motorradjacken günstig kaufen“ sollten sie deshalb lieber nicht verfolgen. In diesem Video können sie sehen, wie unterschiedlich sich Textil und Leder bei Unfällen auswirken:

Kaufkriterien für Motorradjacken: Darauf müssen Sie achten

Bevor Sie sich überhaupt für eine Motorradjacke entscheiden können, müssen sie wissen was wichtig ist und was sie beim Kauf beachten müssen. Daher haben wir Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Kaufkriterien zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen bei der Auswahl Ihrer nächsten Motorradjacke.

Das Material einer Motorradjacke

Wie bereits erwähnt, haben sie bei der Wahl Ihrer Motorradjacke die Auswahl zwischen Leder oder Textilstoffen bzw. Kunststofffasern. Doch genauso wichtig wie das Außenmaterial ist das Innenfutter der Jacke. Ein Thermofutter eignet sich besonders gut für den Winter, da es -wie der Name schon sagt – warm hält. Doch im Sommer ist dieses dann wieder nicht optimal, da Sie sonst sehr stark schwitzen.

Für den Sommer sind Netzinnenfutter besser geeignet, da sie eine besser Belüftung ermöglichen und man dadurch weniger schwitzt. Für sehr warme Tage ist es sinnvoll, wenn man das Innenfutter komplett entnehmen könnte. Ist der Sommer vorbei, wird das Futter wieder befestigt und sie können in Ihrer warmen Motorradjacke weiterfahren. Damit eignen sich diese Modelle auch als Übergangsjacken.

Von Jacken mit abnehmbaren Ärmeln raten wir Ihnen ab, da gerade die Arme bei einem Sturz möglichst geschützt sein sollten.

Die Protektoren einer guten Motorradjacke

Sicherheit ist das Hauptziel der Motorradjacken. Ein wichtiger Teil daran haben die Protektoren. Bei allen Produkten im Motorradjacken Vergleich gehörten die Protektoren für Die Schulter und die Ellbogen zur Grundausstattung. Die Jacken sind so verarbeitet, dass die Protektoren problemlos ausgetauscht werden können.

Bei den wenigsten Modellen waren ausreichend Rückenprotektoren vorhanden. Deswegen müssen sie gegebenenfalls mit zusätzlichen Kosten rechen. Wenn Sie nicht gerade professionell auf der Enduro unterwegs sind, benötigen Sie sicherlich nicht unbedingt einen kompletten Schutzpanzer. Dennoch sollten sie sich zumindest die Rückenprotektoren kaufen, da diese neben den Arm bzw. Ellenbogen-, sowie neben den Schulterprotektoren mit die wichtigsten Protektoren gibt.

Wenn sie sich mit diesem Thema nicht auskenne, können Sie sich gerne bei uns informieren. Klicken sie einfach hier und gelangen zu unserem Rückenprotektoren-Vergleich. Nur vorab, Rückenprotektoren gibt es bereits ab etwa 30 Euro und gehen bis ca. 70 Euro. Hochwertige Protektoren für Schulter und Ellbogen erhalten Sie für etwa 10 bis 15 Euro.

Tipp: Das CE-Kennzeichen EN 1621-1 garantiert bei Protektoren einen Mindeststandard. Hochwertiger und stabiler sind Weichschaumprotektoren der Marke SAS-TEC

Universell brauchbare Motorradjacken

Eine Motorradjacke alleine bietet kaum Schutz bei einem Unfall. Damit sie vollständig gegen Wind und Wetter geschützt sind und sich auch bei jedem Unfall weniger Sorgen machen müssen, braucht es weiteres Zubehör. Während der Helm zur Pflicht gehört, ist die restliche Motorradausrüstung zwar „nur“ die Kür, aber dennoch sehr zu empfehlen. Und zu einer guten Motorradjacke gehört eben auch eine ebenso gute Motorradhose.

Damit Ihnen beispielsweise bei einem Regenguss beim Touring mit dem Motorrad das Wasser nicht von oben in den Hosenbund laufen kann. Ist es sinnvoll, wenn Sie Jacke und Hose miteinander verbinden können. Man spricht von Kombination, kurz Kombi. Sie können beide Teile direkt als Set kaufen, als sogenannte Motorradkombi. Oder die Teile einzeln kaufen, dabei sollten Sie aber zu einer Kombijacke greifen.

Das Besondere an diesen Kombijacken ist ein eingearbeiteter Verbundsreißverschluss. Es gibt diese in Normgrößen in kurzer und langer Variante. Die Motorradhose verfügt über das passende gegenstück. Beide Teile können also miteinander verbunden werden. Hat die Hose kein passendes Gegenstück, kann man dieses auch separat kaufen und einnähen. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht durch die äußere Lage genäht wird, da sonst die Wasserdichtigkeit verloren geht.

Wie muss eine Motorradjacke sitzen?

Eine Motorradjacke muss straff sitzen. Aufgrund der eingearbeiteten Protektoren kann es sinnvoll sein, eine Nummer größer als normal zu bestellen. Achten Sie allerdings auf die Maßangaben des Herstellers. Damit haben Sie Sicherheit, dass die Motorradjacke Ihnen optimal passt.

Wie wasche ich eine Motorradjacke?

Eine Textiljacke können Sie meist problemlos in der Waschmaschine waschen. Wichtig ist, dass die verwendete Klimamembran, die das Material atmungsaktiv und wasserdicht macht, dabei nicht beschädigt wird. Dafür benötigen Sie ein spezielles Membranwaschmittel. Auf keinen Fall sollten Sie Weichspüler verwenden! Wenn überhaupt sollten Sie Ihre Motorradjacke nur bei niedriger Umdrehungszahl schleudern. Nach dem Trocknen muss man die Jacke imprägnieren.

Bei Lederjacken sieht das anders aus. Diese sind meist nicht für die Reinigung in der Maschine geeignet. Wer keine professionelle Hilfe möchte und selbst das Leder reinigen möchte, muss Hand anlegen: Mit einer lauwarmen Seifenlauge oder Spezialreiniger für Lederkleidung kann die Jacke mit einem weichen Schwamm abgerieben werden. Anschließend sollte sie trocknen – allerdings niemals in der prallen Sonnen oder in Heizungsnähe! Anschließend muss das Leder noch mit einer passenden Lederpflege eingefettet werden. Dabei sollten Sie sparsam, aber gründlich vorgehen.

Wie lang muss eine Motorradjacke sein?

Es gibt Motorradjacken in unterschiedlichen Größen und Formen. Einige Modelle reichen nur bis zur Taille, andere gehen auch darüber hinaus. Ersteres bietet mehr Bewegungsfreiheit auf dem Bike. Während die längeren beim sitzen mitunter stören können. Dafür verhindern diese aber bei Regen, dass Wasser von oben in die Hose läuft.

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