Bluetooth Lautsprecher als Weihnachtsgeschenk kaufen? So geht’s

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Die Funktionen sind wichtig: Ein teurer Lautsprecher muss mehr Funktionen erfüllen als eine Bluetooth-Box für 10 Euro. Die Funktionsvielfalt muss in einem angemessenen Verhältnis zum Preis stehen. Viele Bluetooth-Boxen glänzen heute mit Zusatzfunktionen wie Radio, Freisprecheinrichtung oder Powerbank (Ladegerät für externe USB-Geräte).

Die Klangqualität muss gut sein. Da gibt es nichts zu diskutieren: Auch ein günstiger Lautsprecher muss gut klingen, denn er ist hauptsächlich zum Abspielen von Musik da.

Die Haltbarkeit und Fertigungsqualität wird maßgeblich von den verwendeten Materialien beeinflusst. Ein Lautsprecher aus Metall ist haltbarer als einer aus Kunststoff, aber auch schwerer.

Auch die Bedienung ist wichtig. Denn Bluetooth-Boxen müssen zwingend eine deutsche, verständliche Anleitung haben und leicht und intuitiv zu bedienen sein. Die Grundfunktionen müssen auch ohne Anleitung sofort nach dem Auspacken verfügbar sein. Die Beschriftung auf dem Produkt muss außerdem leicht zu verstehen sein und darf sich nicht ablösen.

Auch der Support des Herstellers und des Verkäufers ist ein Thema: Welche Kontaktmöglichkeiten gibt es? Wie wird bei Probleme geholfen? Wie wird mit Retouren umgegangen?

So gelingt das Bluetooth Boxen kaufen

Im 1. Schritt prüfen wir die Produktbeschreibung auf Vollständigkeit und auf die Produkteigenschaften, um das Produkt in eine Kategorie einzuordnen. Dabei verlassen wir uns nicht nur auf die Angaben des Herstellers oder Verkäufers.

Anhand unserer Marktkenntnis wird der Preis auf Marktüblichkeit getestet. Wir berücksichtigen immer den aktuellen Preis sowie Sonderaktionen und Rabatte, denn unsere Tests werden ständig erneuert. Updates kennzeichnen wir.

Die Bluetooth-Boxen an sich werden von uns auf Herz und Nieren geprüft: Wir testen die Klangqualität, die Fertigungsqualität, Materialien, die Bedienung und die Funktionen. In manchen Fällen oder bei Zweifeln führen wir einen Langzeit-Test durch.

Wir testen die Bedienungsanleitung auf Verständlichkeit, Vollständigkeit und Richtigkeit. Eine deutsche Bedienungsanleitung ist Pflicht, und sie muss gut und leicht für jeden verständlich sein. Es muss auch dem Laien möglich sein, sein Handy mit den Boxen zu verbinden.

Außerdem recherchieren wir über den Hersteller und den Verkäufer: Gibt es oder gab es Beschwerden? Gab es Produkt-Haftungsfälle? Wie ist die Rückgabepraxis? Wird ein freiwilliges Rückgaberecht eingeräumt? Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es? Ist der Händler seriös? Hält er sich an alle gesetzlichen Vorschriften?

Auch das Design und die Handhabbarkeit spielen eine Rolle im Test. Ebenso die Größe und das Gewicht – diese müssen in einem angemessenen Verhältnis zur Funktionsvielfalt und dem Klang stehen. Ein Reise-Lautsprecher sollte klein, handlich und leicht sein.

Die Marke wird auch von uns geprüft: Handelt es sich um eine große bekannte Marke oder um ein Nischenprodukt? Welche anderen Produkte werden angeboten?

Manchmal werden Spezial-Tests angesetzt, z.B. ein Fall-Test oder ein Kälte-Test.

Wir vergeben in jeder Kategorie eine Note. Jede Kategorie wird, je nach Wichtigkeit, unterschiedlich gewichtet. Dabei gehen wir nach Produktkategorien vor: In der niedrigsten Preisklasse ist das Design z.B. anders gewichtet als in den höheren Klassen.

Anhand der Teilnoten werden eine Gesamtpunktzahl und eine Gesamtnote errechnet. Die Punktzahl und die Gesamtnote werden in eine Statistik überführt.

Besonders empfehlenswerte Produkte werden gesondert gekennzeichnet. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sie im Test herausragend abgeschnitten haben oder als einzige eine besondere Funktion bieten. Meist handelt es sich um nicht oder schwer vergleichbare Zusatzfunktionen.

Welche Kategorien gibt es bei Bluetooth Boxen?

Es gibt 3 Preisklassen von Bluetooth-Boxen, die sich in unserem Test herauskristallisiert haben. Natürlich gibt es auch andere Kategorisierungen, aber wir halten diese 3 Preisklassen für eine sinnvolle Trennung zwischen den Produktkategorien:

Im Lowcost-Bereich bis 20 Euro findet man Massenware, die für den Freizeitgebrauch bestimmt ist. Orchester-Klangerlebnisse darf man dabei nicht erwarten, aber auch in dieser Kategorie gibt es Geräte, die ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis und ein gutes Klangerlebnis bieten. Es gibt sogar Produkte unter 10 Euro, das ist meistens No-Name-Importware. Jedoch ist der Großteil der angebotenen Produkte in dieser Kategorie – und wird tausendfach verkauft.

Zwischen 20 und 80 Euro bekommt man ein solides Produkt mit gutem Klang und – meistens – Zusatzfunktionen wie Kartenslot, MP3-Player, Radio. Außerdem sind diese Lautsprecher oft besser designed und sehen auf dem Schreibtisch oder in der Wohnung besser aus. Ein großer Fokus liegt hier auch auf Anwendungsmöglichkeiten für Profis und auf der Haltbarkeit.

Ab 80 Euro kann man einen High-End-Klang erwarten, der es mit manchen Hifi-Anlagen aufnehmen kann. Hier sind Zusatzfunktionen und Design ein Schwerpunkt der Bewertung, denn ab diesem Preislevel darf man ein High-End-Produkt mit allen Zusatzfunktionen und einem einzigartigen Sound erwarten.

Es kommt also immer auf den gewünschten Einsatz an: Der semi-professionelle oder private Anwender wird eher zu einer günstigeren Bluetooth-Box greifen, der Profi wird ein teureres Modell mit mehr Funktionen bevorzugen. „Je teurer, desto besser“ gilt zwar grundsätzlich, aber nicht unbedingt immer. In jeder der Kategorien gibt es Spitzenreiter, die alle anderen deutlich übertreffen.

Wie funktioniert die Bluetooth Technologie?

Bluetooth ist ein Industriestandard für Funk über kurze Distanzen. Bluetooth-Geräte funken auf 2,402 – 2,480 GHz und benötigen keine gesonderte Zulassung. Diese Frequenzen sind für Bluetooth reserviert, hier stört die Funkverbindung keine anderen Geräte oder Dienste.

Der aktuelle Bluetooth-Standard ist Bluetooth 4.2. Viele Geräte unterstützen die sog. Enhanced Data Rate (EDR), sie können Daten 3x so schnell übertragen wie Vorgängermodelle. Bluetooth-Boxen gehören zur Bluetooth-Klasse 2 mit einer Reichweite von ca. 10 Metern.

Zur Erhöhung der Verbindungsqualität und -sicherheit wechselt eine Bluetooth-Verbindung ständig die Frequenz (bis zu mehr als 1.000 x pro Minute).

Grundsätzlich sind Bluetooth-Verbindungen verschlüsselt. Da Bluetooth-Boxen in erster Linie Lautsprecher sind, von denen nur einige als Zusatz-Feature eine Freisprecheinrichtung haben, wurde beim Boxen-Test die Sicherheit nur zum kleinen Teil gewichtet. Wer sicher telefonieren möchte, sollte eine echte Bluetooth-Freisprecheinrichtung benutzen.

Gibt es auch Stereo Bluetooth Boxen?

Es gibt einige Lautsprecher, die Stereo-Sound unterstützen. Um echten Raumklang zu erzeugen, sind aber zwei Lautsprecher erforderlich. Deshalb sind in einem Stereo Bluetooth-Lautsprecher auch eigentlich zwei Lautsprecher enthalten. Würde man die Abdeckung öffnen, würde man zwei getrennte Lautsprecher vorfinden.

Wie ist die Klangqualität bei Bluetooth Boxen?

Grundsätzlich gilt: Je hochwertiger, desto besser der Klang. Allerdings muss man beachten, dass Bluetooth-Boxen Allrounder sind – man geht also immer einen Kompromiss zwischen Transportabilität, Mobilität und Qualität ein. Ein Bluetooth-Lautsprecher kann fast nie die Qualität von Lautsprechern für mehrere tausend Euro liefern.

Das soll er aber auch gar nicht. Bluetooth-Boxen eignen sich aufgrund ihrer Klangqualität bestens als:

  • als externe Lautsprecher für iPad oder iPhone, z.B. beim Anschauen von Filmen,
  • als Freisprecheinrichtung für das Handy,
  • als externe Lautsprecher für das Notebook, z.B. beim Anschauen von Youtube-Videos oder beim Internet Surfen
  • für das alltägliche Abspielen von Musik, im Büro oder zu Hause,
  • als praktischer Reiselautsprecher,
  • als Außen-Entertainment auf der Party, im Schwimmbad, am Baggersee.

Die Qualität des Klang ist ein sehr wichtiger Faktor und wurde deshalb beim Bluetooth Boxen Test entsprechend hoch gewichtet. Allerdings ist die Gewichtung in der niedrigsten Preiskategorie (bis 20 Euro) nicht so stark wie in der höchsten (ab 80 Euro).

Gibt es Outdoor Bluetooth Boxen für draußen?

Es gibt viele, eher höherpreisige Boxen für den Außeneinsatz. Man muss hier unterscheiden:

Für Freizeitbeschäftigungen draußen taugen bereits einfache, spritzwassergeschützte Bluetooth Boxen. In der Jackentasche, auf dem Fahrrad, beim joggen, am Badesee auf der Wiese, in der Dusche – das sind alles Tätigkeiten, die den Speaker wenig beeinflussen, auch wenn er einmal ein wenig Spritzwasser abbekommt.

Demgegenüber gibt es Profi Outdoor-Boxen, die auf Baustellen, Booten u.ä. zum Einsatz kommen können. Hier muss man auf echte Wasserfestigkeit und echte Stoßfestigkeit achten. Diese Lautsprecher sind im höherpreisigen Sortiment zu finden.

Echte komplett wasserfeste Bluetooth-Boxen, die auch komplett ins Wasser fallen können, sind Spezialprodukte. Diese wurden in einem separaten Test behandelt.

Welche technischen Eigenschaften sind wichtig?

In den Produktbeschreibungen und Bedienungsanleitungen von Bluetooth-Boxen findet man eine Vielzahl von technischen Eigenschaften:

Die Bluetooth-Version gibt an, auf welchem Software-Stand sich das Gerät befindet. Der aktuelle Standard ist Bluetooth 4.2, die meisten Geräte können Bluetooth 4.0 verstehen. Bluetooth-Boxen der neuesten Generation können sich meistens per Bluetooth 4.0 verbinden, sind aber abwärtskompatibel, meistens bis Bluetooth 2.0. Das ist aber gar kein Problem, denn es gibt kaum ein Gerät, das mit einer Bluetooth 1.0-Schnittstelle ausgestattet ist. Bluetooth 2.0 wurde bereits 2004 eingeführt.

Die Reichweite ist die maximale Entfernung zur Signalquelle, sprich: Wie weit darf das Handy oder das Notebook vom Lautsprecher entfernt sein, damit die Musik noch abgespielt werden kann? Meist liegt die Reichweite bei ca. 10 Metern, ist aber auch abhängig von der Temperatur, der Gestaltung der Innenräume, Hindernissen wie Wänden und der Sendestärke, etc.

Als Betriebszeit bezeichnet man die Zeitspanne, in der mit eine vollen Akkuladung Musik über Bluetooth gespielt werden kann. Es gibt Lautsprecher, die nur 5 Stunden abspielen können, Profi-Modelle halten bis zu 12 Stunden durch.

Mit Standby-Zeit wird die Zeit gemessen, die der Lautsprecher eingeschaltet, aber nicht in Betrieb, verweilen kann. Manche Boxen können bis zu 100 oder mehr Stunden im Standby verweilen. Die Standby-Zeit ist ein wichtiges Testkriterium, weil Bluetooth-Boxen in den seltensten Fällen dauerhaft laufen, sondern meist ständig betriebsbereit sind. Eine zu kurze Standby-Zeit wurde ständiges Laden erfordern.

Abmessungen und Gewicht sind nur bei größeren Bluetooth-Lautsprechern relevant und deshalb nur ein sehr kleines Kriterium im Bluetooth-Test. Kleine, faustgroße Geräte sind sowieso nur wenige hundert Gramm schwer, so dass es auf geringfügige Unterschiede nicht ankommt. Es gibt Mikro-Lautsprecher, die nur ca. 120 Gramm wiegen.

Die Nennimpedanz ist eine technische Leistungskennzahl. Sie ist allerdings zu komplex, als dass sie in einen Bluetooth Boxen-Test mit einbezogen werden könnte. Als Verbraucher kann man mit solchen technischen Angaben meist wenig anfangen, sie ist auch nicht aussagekräftig.

Oft sind die verschiedenen Betriebsmodi angegeben:

  • A2DP bezeichnet die Audio-Wiedergabe
  • AVRCP ist die Fernsteuerung von Audiogeräten am Bluetooth-Speaker, z.B. zum Anspielen des nächsten Titels
  • Handsfree ist die Freisprech-Funktion für Telefonanrufe

Die Betriebsmodi sind unter der Kategorie Zusatzfunktionen in den Bluetooth Boxen-Test einbezogen.

Welche Anschlüsse hat ein Bluetooth Lautsprecher?

Der Ladeanschluss der Bluetooth-Boxen ist meistens ein handelsüblicher microUSB-Anschluss. Ein Kabel von USB zu microUSB liegt dem Lautsprecher bei. Man kann das Gerät also problemlos am Computer oder Notebook mit einem normalen USB-Anschluss laden. Auch ein Handyladegerät mit USB, wie z.B. der iPhone-Stecker, eignet sich. Mit einem Blackberry-Ladegerät kann man die Boxen direkt laden, denn Blackberry setzt sowieso auf microUSB. Man sollte lediglich darauf verzichten, billige USB-Kabel im Internet zu bestellen – es gibt billige Importkabel, welche die Geräte beschädigen können.

Bei Geräten mit integrierter Powerbank ist außerdem ein USB-Ausgang vorhanden, in den man wiederum ein USB-Kabel stecken kann, um andere Geräte zu laden. Der Akku wird in diesem Fall natürlich stärker beansprucht, bzw. ein stärkerer Akku ist erforderlich, was in einem höheren Gesamtgewicht resultiert. Die Funktion an sich ist aber sehr praktisch.

Bluetooth-Boxen, die Musik von SD- oder TF-Karten abspielen, haben natürlich einen Kartenslot. Meistens ist das ein microSD-Slot, in den man Karten mit darauf gespeicherter MP3-Musik stecken kann. Vereinzelt gibt es auch Boxen mit anderen Kartenslots.

Manche Boxen, die ein integriertes Radio haben, haben noch einen Antennenanschluss, aber das ist eher selten. Die Antenne ist in den meisten Fällen integriert.

Es gibt auch Bluetooth Boxen mit AUX-Eingang für Audiosignale von anderen Quellen, z.B. von CD-Playern, Hifi-Anlagen, Plattenspielern, Computern ohne Bluetooth-Anschluss. Üblicherweise ist der AUX-Eingang für 3,5mm-Klinkenstecker geeignet.

Ganz selten haben Bluetooth-Lautsprecher einen Audio-Ausgang. Haben die Boxen eine solche Line Out-Buchse, kann man sie als Bluetooth-Bridge nutzen. Ein Computer kann dann per Bluetooth mit dem Lautsprecher verbunden, der das Audiosignal wiederum per Line-Out an die Hifi-Anlage oder ein anderes Gerät weitergibt.

Was für einen Akku haben Bluetooth Boxen?

Die meisten Bluetooth-Lautsprecher (in allen Preisklassen) haben einen Lithium-Ionen-Akku. Das ist heute Standard, und das ist auch der beste Akku, den ein solcher Lautsprecher haben kann. Denn solche Akkus haben eine höhere spezifische Energie als herkömmliche Batterien.

Die durchschnittliche Ladedauer ist gering, der Akku ist schnell geladen, und die Standby-Zeit der Boxen ist hoch. Auch die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus ist hoch: Nach 5 Jahren und tausenden Ladezyklen haben sie meisten noch fast ihre volle Kapazität. Als jahrelanger Nutzer merkt man keinen Unterschied zum 1. Betriebstag.

Als generellen Tipp – und das gilt nicht nur für Bluetooth-Boxen – kann man sich merken, dass man Geräte mit Akku nicht ständig an das Ladegerät hängen sollte. Denn wenn sie ständig geladen werden, schadet dies dem Akku. Gleichzeitig sollte man sie auch nicht ständig vollständig entladen. Wenn man diese Tipps berücksichtigt, wird der Akku lange halten und eine hohe Kapazität behalten.

Jedenfalls sollte man nur einen Bluetooth-Lautsprecher mit Lithium-Ionen-Akku kaufen.

Gibt es stoßfeste Bluetooth Boxen?

Es gibt Bluetooth-Boxen, die für den Outdoor-Einsatz konzipiert sind. Sie sind meist robuster als andere, die nur auf dem Schreibtisch stehen. Die Stoßfestigkeit ist mit einer Kennziffer für die Schutzart angegeben. Komplett stoßfeste Bluetooth-Boxen sind aber ein Nischenprodukt.

Stoßfeste Bluetooth-Boxen sind meistens auch gleichzeitig

  • staubfest,
  • erschütterungsresistent,
  • splitter-resistent,
  • spritzwassergeschützt oder sogar komplett wasserdicht

Stoßfeste Boxen sind meistens preislich im höheren Segment angesiedelt, es sind eher Produkte für Profi-Anwender.

Was sind überhaupt sogenannte Aktivboxen?

Als Aktivboxen bezeichnet man einen Lautsprecher mit einem integrierter Verstärker. Im heutigen Sprachgebrauch ist mit Lautsprecher meisten auch gleich ein Aktivlautsprecher genannt, denn Lautsprecher ohne Verstärker sind rar gesät. Passivboxen gibt es kaum noch. Alle Bluetooth-Lautsprecher sind Aktivboxen.

Aktivboxen für Computer gab es schon in den 90er Jahren, damals allerdings kabelgebunden und nicht kabellos. (Aus diesen Entwicklung sind nach der Einführung von Bluetooth die Bluetooth-Boxen hervorgegangen.)

Was muss mein Handy dafür können?

Das Endgerät, hier das Telefon, muss natürlich Bluetooth unterstützen. Alle modernen Smartphones unterstützen mittlerweile Bluetooth in der jeweils neuesten Version. Und die Bluetooth-Lautsprecher sind abwärtskompatibel, d.h. sie können sich auch mit Geräten älterer Generationen verbinden.

Der Bluetooth-Standard wurde bereits Ende der 90er Jahre entwickelt. Schon das iPhone der 1. Generation unterstützte Bluetooth. Wenn man ein Smartphone besitzt, braucht man sich also keine Sorgen zu machen, dass es sich mit dem Bluetooth-Lautsprecher nicht verbinden lässt.

Im Online-Handel hat man übrigens ein zweiwöchiges Widerrufsrecht. Innerhalb dieser Zeit kann man jegliche Einkäufe ohne Angabe von Gründen zurückschicken und erhält den Kaufpreis erstattet. Sollte das Handy also wider Erwarten doch nicht kompatibel sein, kann man die Bluetooth-Boxen einfach zurückgeben.

Welche Zusatzfunktionen gibt es?

Viele Bluetooth-Boxen haben können nicht nur Musik abspielen, sondern haben noch eine ganze Reihe von Zusatzfunktionen:

Mit fast allen Boxen kann man die Audioquelle fernsteuern: Man kann auf Knopfdruck von einem Titel zum nächsten wechseln oder auch die Musik pausieren oder wieder starten. Der Lautsprecher ist also gleichzeitig eine Fernsteuerung für das iPhone oder iPad. Manche Bluetooth-Lautsprecher sind auch so konzipiert, dass sie bei einer eingehenden Bluetooth-Verbindung sofort die verfügbare Musik abspielen.

Die meisten Boxen haben eine Freisprechfunktion eingebaut. Ist der Lautsprecher mit einem Handy verbunden, kann man über den Lautsprecher auch telefonieren. Praktisch läuft das so ab, dass man am Lautsprecher einen Knopf drücken muss, um den Anruf anzunehmen. Die Musik stoppt automatisch. Mit manchen Lautsprechern kann man auch aktiv Anrufe ausführen. Wiederum andere Lautsprecher haben eine automatische Anrufannahme, die man natürlich auch abschalten kann. Der Anruf kann auch an das Mobiltelefon übertragen werden, so dass er dort weitergeführt werden kann.

Lautsprecher der Freizeit-Kategorie haben manchmal Rhythmus-Beleuchtung wie eine Lichtorgel. Das sind LEDs, die im Rhythmus der Musik leuchten. Natürlich ist diese Funktion konfigurierbar und auch abschaltbar.

Viele Boxen haben mittlerweile eine Abspielfunktion für Musik, die auf einer SD- oder TF-Karte gespeichert ist. Die meisten Lautsprecher spielen MP3-Dateien ab, häufig werden die Lieder in alphabetischer Reihenfolge durchgespielt, und es kann auch per Tastendruck zwischen den Liedern gewechselt werden. Eher selten werden auch andere Musikformate, z.B. WAV-Dateien, unterstützt.

Einige Bluetooth-Boxen haben auch ein eingebautes FM-Radio: Dieses ist aber meistens ziemlich einfach ausgestattet. Es lässt sich mit einer Taste bedienen, die den Sendersuchlauf startet. Die Antenne ist im Gehäuse verbaut. Manche Bluetooth-Boxen haben einen besonders schnellen Sendersuchlauf.

Manche Bluetooth-Lautsprecher haben auch eine eingebaute USB-Powerbank, also ein Ladegerät für Geräte mit USB-Anschluss. Der eingebaute Akku ist in diesem Fall meist etwas stärker, und die Boxen sind etwas schwerer.

Wenige Bluetooth-Boxen kann man noch über andere kabellose Technologien verbinden: So gibt es Boxen, die per NFC (Near Field Communication) ansteuerbar sind.

Viele Bluetooth-Lautsprecher gibt es in einem ansprechenden Design sowie in verschiedenen Farben und Ausführungen.

Wo kauft man am besten Bluetooth Boxen?

Bluetooth-Lautsprecher sind ein kleines und mobiles Produkt. Zwar kann man sie auch im stationären Fachhandel kaufen, aber sie eignen sich wie kaum ein anderes Produkt dafür, sie im Online-Versandhandel zu kaufen:

Denn Bluetooth-Lautsprecher sind meistens klein und leicht. Das bedeutet: Sie lassen sich schnell und günstig versenden. Es fallen keine hohen Versandkosten an. (Wenn man z.B. über Amazon Prime bestellt, ist die Lieferung sowieso versandkostenfrei.)

Durch das strenge deutsche Verbraucherschutzrecht hat man 2 Wochen Widerrufsrecht – und zwar ohne Angabe von Gründen. Die Versandkosten für solche Rücksendungen trägt der Händler. Dagegen hat man im stationären Fachhandel gar kein Rückgaberecht; lediglich manche Geschäfte nehmen die Produkte freiwillig zurück. Oft wird dann aber nicht der Kaufpreis erstattet, sondern man erhält nur einen Gutschein.

Im Internet findet man eine Menge Testberichte und Produkttests zu allen Produkten, auch zu Bluetooth-Boxen. Das im Internet verfügbare Produktwissen überschreitet das Wissen jedes Fachhändlers.

Man hat 2 Jahre gesetzliche Gewährleistung. Das heißt: Geht das Produkt innerhalb von 2 Jahren ab dem Kauf ganz oder teilweise kaputt, kann man Nacherfüllung verlangen. In der Regel nimmt der Händler das Produkt einfach kommentarlos zurück und liefert ein neues oder erstattet den Kaufpreis. Innerhalb der ersten 6 Monate ab Kauf muss man nicht einmal beweisen, dass das Produkt schadhaft war – denn die ersten 6 Monate lang gilt die Beweislastumkehr, d.h. es wird gesetzlich vermutet, dass der Mangel am Produkt schon beim Kauf vorhanden war.

Viele Online-Shops bieten darüber hinaus noch ein freiwilliges Rückgaberecht an, so dass man das Produkt bei manchen Online-Händlern auch nach Ablauf der zweiwöchigen Widerrufsfrist zurückgeben kann.

Auch Reklamationen sind einfacher, denn die meisten Online-Shops haben ein standardisiertes Verfahren zur Rücksendung und Erstattung. Oft liegt der Sendung bereits ein Retouren-Paketaufkleber bei, oder man kann sich einen solchen online ausdrucken.

Der Online-Einkauf ist heutzutage in den meisten Online-Shops bereits nach 24 – 48 Stunden geliefert. Amazon experimentiert sogar bereits mit Lieferung am selben Tag. Demgegenüber müsste man im Fachhandel erst zum Geschäft fahren, einen Parkplatz suchen – und nicht zuletzt gibt es in Geschäften häufig eine limitierte Auswahl, wohingegen Online-Shops immer liefern können.

Online-Shops sind auch billiger, denn sie müssen kein großes Lager bereithalten und sparen sich die Miete für die Geschäftsräume. Der Preisdruck ist online um ein Vielfaches höher als in Geschäften, da Preise viel einfacher verglichen werden können. Als Kunde hat man also auch noch einen Preisvorteil, wenn man online einkauft.

Außerdem gibt es häufig Sonderaktionen und Preisnachlässe sowie Gutscheine im Online-Handel. Mit etwas Geschick kann man immer ein gutes Schnäppchen finden, was im Ladengeschäft eher schwierig ist.

Wir empfehlen grundsätzlich den Kauf bei einem großen Onlinehändler wie Amazon. Denn dort findet man standardisierte Versand- und Rückgabebedingungen. Die Zahlung wird über Amazon abgewickelt, und man muss sich nicht mit Vorkasse, Nachnahme o.ä. herumschlagen.

Wenn man schon ein Amazon-Kundenkonto hat, muss man nicht einmal seine Daten eingeben. Im Reklamationsfall wird einem bei Amazon schnell und einfach geholfen. Lieferung und Versand sind schnell und immer online zu verfolgen. (In einigen Regionen hat Amazon sogar schon Zustellung am selben Tag umgesetzt, also am Tag der Bestellung.)

Gerade bei Elektronikprodukten sollte man sich nicht auf Experimente einlassen und nur bei vertrauenswürdigen Online-Shops kaufen.

Welche Alternativen zu Bluetooth gibt es?

Um Musik kabellos zu übertragen, ist Bluetooth mittlerweile Standard. Es gibt jedoch auch einige andere Technologien, mit denen man Musik abspielen könnte:

  • WLAN (Wireless Local Area Network), lokales Funknetz nach IEEE-802.11-Standard
  • IrDA (Infrarot-Schnittstelle), Datenübertragung mit niedriger Datenrate per Infrarot
  • Airdrop: Ad-hoc-WiFi-Dienst auf Apple-Geräten
  • NFC (Near Field Communication), Datenübertragung auf sehr geringe Distanzen per RFID
  • Funk auf anderen Frequenzen
  • kabelgebundene Lautsprecher

Keine dieser Techniken hat sich jedoch für die Übertragung von Musik oder Sprache durchgesetzt. Bluetooth ist der einzige Standard für Lautsprecher. Früher gab es natürlich auch schon PC-Lautsprecher, diese waren aber kabelgebunden.

Wir empfehlen daher auch die Nutzung des Bluetooth-Standards zm kabellosen Abspielen von Musik. Es gibt hunderte verschiedene Bluetooth-Lautsprecher und tausende Angebote im Internet. Die Auswahl ist riesig, und mit der richtigen Kenntnis kann man eigentlich immer ein gutes Produkt zu einem sehr guten Preis erstehen.

Ist Bluetooth als Verbindungsart sicher?

Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn zunächst einmal muss man sich fragen, welche Sicherheit man überhaupt meint:

Die Produktsicherheit von Bluetooth-Geräten ist hoch, denn es handelt sich durchweg um Niederspannung, die aus einem Akku kommt. Es sind keine Fälle bekannt, in denen Bluetooth-Lautsprecher einen Schaden angerichtet haben.

Auch die Bluetooth-Datensicherheit ist grundsätzlich hoch, denn Bluetooth hat eine eingebaute Verschlüsselungsfunktion. Beide Geräte, also z.B. Bluetooth-Boxen und iPad, tauschen beim Verbindungsaufbau Schlüssel aus, mit denen die Verbindung verschlüsselt wird. Wird jedoch eine sehr kurze PIN gewählt, so kann die Verschlüsselung unter Umständen anfällig sein. (Anmerkung: Viele Bluetooth-Lautsprecher haben eine voreingestellte, sichere PIN.)

Beim neuesten Standard Bluetooth 4.2 waren Sicherheitsmerkmale entscheidend, und somit ist dieser noch sicherer als die vorigen. Allerdings kann man von Lowcost-Boxen nicht unbedingt die volle Sicherheit verlangen, die eine Freisprecheinrichtung bieten würde.

Denn in erster Linie handelt es sich um Bluetooth-Lautsprecher und nicht um eine Freisprecheinrichtung. Wer auf 100% Sicherheit setzt, sollte eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung verwenden statt eines Lautsprechers.

Bluetooth ist aber natürlich so sicher, dass niemand über die Bluetooth-Schnittstelle Ihren Computer „kapern“ und Ihre Daten stehlen kann.

Was ist Bluetooth Autoplay?

Manche bluetoothfähigen Geräte, z.B. Autos, spielen Musik vollautomatisch ab, sobald eine Bluetooth-Verbindung hergestellt wird. Diese Funktion nennt man Bluetooth Autoplay.

Auch manche Bluetooth-Boxen haben diese Funktion. Sie ist aber in den meisten Fällen abstellbar, so dass die Musik nicht immer automatisch startet, wenn das Gerät verbunden wird, sondern nur wenn diese Funktion aktiviert ist.

Können mehrere Geräte die Bluetooth Boxen nutzen?

Die üblichen Bluetooth-Boxen bleiben auch im Standby-Modus mit dem zuletzt genutzten Gerät gekoppelt. Dabei merken sich sowohl der Bluetooth-Lautsprecher als auch das Audiogerät diese Kopplung. Ist der Lautsprecher „frei“ und kommt ein ehemals bereits gekoppeltes Gerät in Reichweite, wird die Verbindung automatisch hergestellt.

Kommt nun ein zweites, ebenfalls schon einmal gekoppeltes Gerät in Reichweite, wird dieses nicht verbunden, da der Bluetooth-Lautsprecher bereits besetzt ist.

Mehrere Geräte können sich nicht gleichzeitig mit einem Set Bluetooth-Boxen verbinden. Das ist auch logisch, denn ein Lautsprecher soll natürlich nur ein Audiosignal abspielen und nicht mehrere gleichzeitig. Außerdem kann die Fernsteuerung, also das Starten und Pausieren von Musik, nur für ein Endgerät ausgeführt werden.

Selbstverständlich kann man aber die Verbindung zu einem Bluetooth-Gerät trennen und ein anderes Gerät verbinden. Dazu muss man am Endgerät die Verbindung beenden (oder alternativ die Bluetooth-Funktion abschalten) und das neue Gerät koppeln.

Welche ähnlichen Produkte gibt es?

Es gibt Bluetooth Headsets und Freisprecheinrichtungen für Mobiltelefone. Auch die Bordcomputer vieler Autos haben mittlerweile eine Bluetooth-Schnittstelle, so dass man sein Telefon verbinden, Musik abspielen und telefonieren kann. Häufig wird auch das Adressbuch an das Auto übertragen, so dass man über das Auto in den Kontakten blättern kann. Das ist auch praktisch, wenn man einen Mietwagen benutzt – mit wenigen Klicks und der Eingabe eines PIN-Codes kann man im Mietauto so telefonieren, wie man es aus dem eigenen Auto gewohnt ist.

Bluetooth-Hotspots lassen das schnelle und unkomplizierte Teilen einer Internetverbindung zu. In den iPhones der neueren Generation ist z.B. ein Bluetooth-Hotspot eingebaut (zusätzlich zum WLAN-Hotspot).

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